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James Bond 007: Das sind die Geheimnisse hinter SPECTRE

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Infografik zum neuen Bond  

Diese Bond-Bösewichte stecken hinter "SPECTRE"

03.11.2015, 13:11 Uhr | t-online.de, mth

James Bond 007: Das sind die Geheimnisse hinter SPECTRE. Daniel Craig im neuen Bondfilm "Spectre". (Quelle: Sony)

Daniel Craig im neuen Bondfilm "Spectre". (Quelle: Sony)

Wie der Titel bereits vorgibt, bekommt es James Bond bei seinem aktuellen Leinwandauftritt mit der Terrororganisation SPECTRE zu tun. Damit schlagen die Bond-Macher einen weiteren Bogen zu den Anfängen der Filmreihe vor über 50 Jahren. Denn in der Ära von Ur-Bond Sean Connery war das Verbrechersyndikat unter der Führung von Ernst Stavro Blofeld die Wurzel allen Übels und Hauptgegner von Bond und dem MI6. Wer alles dazugehörte und wie SPECTRE aufgebaut war, zeigt unsere Grafik.

Bereits in "Dr. No" (1962), dem ersten offiziellen Bond-Film, gab sich der titelgebende Bösewicht Dr. No (Joseph Wiseman) als Mitglied und scheinbarer Anführer der mysteriösen Organisation mit dem vollständigen Namen "The Special Executive for Counter-Intelligence, Terrorism, Revenge and Extortion" zu erkennen (auf deutsch etwa "Spezialkräfte für Gegenspionage, Terrorismus, Rache und Erpressung). Wie sich im Nachfolger "Liebesgrüße aus Moskau" (1963) aber herausstellte, war Dr. Julius No lediglich ein leitender Agent von SPECTRE, deren wahrer Kopf Ernst Stavro Blofeld ist.

Ernst Stavro Blofeld erhält ein Gesicht

Zunächst erschien Blofeld nur als Stimme. Lediglich seine Hände, die eine weiße Perserkatze streichelten, sowie der signifikante Goldring mit einem symbolisierten Oktopus, dem Zeichen von SPECTRE, waren zu sehen. Das änderte sich erst mit Bond Nummer fünf "Man lebt zur zweimal" (1967). Hier rückte nun Blofeld erstmals als Person und leibhaftiger Gegenspieler von James Bond ins Rampenlicht. Ein Gesicht lieh ihm zunächst der britische Schauspieler Donald Pleasence. Es folgten Telly Savalas ("Im Geheimdienst Ihrer Majestät", 1969) und Charles Gray in Sean Connerys letztem offiziellen Bondfilm "Diamantenfieber (1971). Besonders tragisch: In "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" ist Blofeld für den Tod von Bonds frisch angeheirateter Ehefrau Tracy (Diana Rigg) verantwortlich.

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Hatte man Blofeld nun als Bonds Erzgegner, seinen Professor Moriarty sozusagen, aufgebaut, so verschwanden er und SPECTRE mit der Stabübergabe von Connery zu Roger Moore in "Leben und sterben lassen" (1973) urplötzlich von der Bildfläche. Nur im Vorspann von "In tödlicher Mission" (1981) taucht Blofeld noch einmal kurz auf. Sein Versuch, Bond mit Hilfe eines ferngesteuerten Hubschraubers abstürzen zu lassen, scheitert aber. Und Blofeld fällt in den Schacht einer stillgelegten Fabrik.

Abkehr von Blofeld und SPECTRE

Damit wollte man das Kapitel SPECTRE endgültig abhaken. Denn die Verbrecherorganisation war nicht nur Jahre lang ein Dorn im Auge von 007, sondern auch von Eon, der von Albert R. Broccoli und Harry Saltzman 1961 gegründeten Produktionsfirma der Bondfilme. Der Grund dafür war ein Jahre andauernder Rechtsstreit mit dem irischen Autor und Filmemacher Kevin McClory.

McClory arbeitete zu Beginn der 60er Jahre gemeinsam mit Bond-Erfinder Ian Fleming am Drehbuch für eine geplante TV-Serie über den Superagenten. Als daraus nichts wurde, erweiterte Fleming die Geschichte zu einem Roman. Dieser wurde dann kurze Zeit später zur Grundlage für einen ersten Bond-Kinofilm bestimmt. Doch McClory klagte seine Rechte an der Story ein. Wegen der daraus entstandenen Verzögerung entschieden sich Broccoli und Saltzman, zunächst andere Bondgeschichten von Fleming für die Leinwand zu adaptieren. Um "Feuerball" schließlich doch noch umsetzen zu können, machte Eon McClory weitgehende Zugeständnisse. Er fungierte bei "Feuerball" (1965) als Produzent und erhielt die Filmrechte mit der Auflage, diese in den kommenden zehn Jahren nicht zu nutzen.

"Feuerball" reloaded

Zu diesem Zeitpunkt war nach vier Filmen noch nicht abzusehen, dass aus "James Bond" die erfolgreichste und langlebigste Reihe der bisherigen Filmgeschichte werden würde. Zehn Jahre später wollte McClory seinen Teil vom Kuchen abhaben. Nach Ablauf der Frist begann er mit der Planung einer Neuverfilmung von "Feuerball", die er schließlich 1983 unter dem Titel "Sag niemals nie" in die Kinos brachte. McClorys Coup: Er konnte Sean Connery dank einer mehr als großzügigen Gage (drei Millionen Dollar und eine Gewinnbeteiligung) dazu gewinnen, noch einmal in die Rolle des Doppelnullagenten zu schlüpfen.

Quantum statt SPECTRE

Für das Verhältnis zu Eon war das ganze Projekt natürlich sehr unvorteilhaft. Schon weit im Vorfeld wurde fleißig prozessiert, und bis zu McClorys Tod 2006 wurde man sich nicht einig. Da auch die Verwendung von Blofeld und SPECTRE als Teile von "Feuerball" rechtlich bedenklich war, ließ man aufgrund des Konflikts bei Eon seit "Leben und sterben lassen" also lieber die Hände von Bonds einstigem Erzgegner und seiner Organisation. Das sollte sich auch nach McClorys Tod zunächst nicht ändern, weshalb man 2006 beim erfolgreichen Neustart der Reihe mit Daniel Craig in "Casino Royale" eine eigene weltumspannende Terrororganisation mit dem Namen Quantum einführte.

Erst 2013 wurde der Rechte-Streit beigelegt. Und so steht beim aktuellen Auftritt von James Bond der glorreichen Rückkehr von SPECTRE nun nichts mehr im Weg. In einem Interview mit dem britischen Filmmagazin "Empire" sagt Barbara Broccoli, Tochter von Albert R. Broccoli und nach dessen Tod 1996 Produzentin der Bondfilme: "Jetzt ist es an der Zeit, das alles in einer neuen und aufregenden und ganz anderen Weise wiederzuentdecken. Wir hätten dies nie gewagt, wenn wir nicht sicher wären, den richtigen Weg gefunden zu haben."

Die Rückkehr von Bonds Nemesis

Vorhang auf für Blofeld! Oder doch nicht? Als der Titel des 24. Bondfilms enthüllt wurde und Christoph Waltz als Teil der Besetzung bestätigt worden war, schien alles klar zu sein. Der mit zwei Oscars ausgezeichnete Deutsch-Österreicher wäre auch bestimmt eine gute Wahl für die Darstellung von Bonds Nemesis. Doch Broccoli und ihr Halbbruder und Bond-Mitproduzent Michael G. Wilson verneinten lange vehement, dass der von Waltz dargestellte Schurke mit dem Namen Franz Oberhauser in Wirklichkeit Blofeld sei. Mittlerweile wissen wir mehr, wollen aber allen, die den Film noch nicht gesehen haben, die Spannung nicht nehmen.

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