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Jennifer Lopez für "Hustlers" gefeiert: Mit viel nackter Haut zum Oscar?

Oscar für die Popsängerin?  

Jennifer Lopez begeistert Kritiker in neuem Stripdrama

Von Steven Sowa

28.11.2019, 22:08 Uhr
 (Quelle: teleschau)

Mit Jennifer Lopez: Das ist der Kino-Trailer von "Hustlers". (Quelle: teleschau)

Das ist der Kino-Trailer von "Hustlers"

In den Stripclubs von New York ist vor 2008 der Teufel los. Doch als die Wall Street kollabiert, brechen auch die Einnahmen der Stripperinnen weg. Vier Frauen aus dem Gewerbe denken in "Hustlers" schon bald über neue Verdienstmöglichkeiten nach. (Quelle: teleschau)

Mit Jennifer Lopez: Das ist der Kino-Trailer von "Hustlers". (Quelle: teleschau)


Pop-Feminismus an der Pole-Dance-Stange: Der Film "Hustlers" mit der 50-jährigen Jennifer Lopez in der Hauptrolle versetzt ein modernes Drama in den Stripclub. Kritiker sind begeistert.

Erst angeln sie die Männer mit erotischen Versprechen, später mit einem Drogenmix, den sie den männlichen Stripclub-Besuchern in die Drinks schütten. "Hustlers" erzählt die Geschichte einer Truppe gewiefter Frauen, die keine Lust mehr verspüren, als sexuelle Objekte mit Dollarnoten beschmissen zu werden. J.Lo spielt darin die Anführerin Ramona. Eine Frau, die weiß was sie will: die Kreditkarten ihrer Kunden. 

Dass ausgerechnet die inzwischen 50-jährige Pop-Ikone zur Hauptdarstellerin in einem neuen, schillernden Beispiel für das emanzipierte Kino wird, ist ein großer Gewinn für "Hustlers" – J.Lo bringt Glanz, Glamour und Grandezza in den Mief des schmutzigen Erotikgeschäfts. So jedenfalls liest sich ein Blick in die zahlreichen, teils hymnischen Kritiken aus den USA, wo der Film von Lorena Scafaria ("New Girl") bereits seit dem 13. September für Furore sorgt.

Jennifer Lopez und Constance Wu: In "Hustlers" sind die Dollarscheine im Dekolleté nur Auslöser einer feministischen Revolte (Quelle: imago images / Prod.DB)Jennifer Lopez und Constance Wu: In "Hustlers" sind die Dollarscheine im Dekolleté nur Auslöser einer feministischen Revolte (Quelle: imago images / Prod.DB)

"Schlau, scharfsinnig, manchmal lustig"

"'Hustlers' – ein ziemlich perfekter Film – macht deutlich, wie hohl noch so viele andere Versionen von Frauenpower in Studiofilmen sind" schreibt beispielsweise das "Slate"-Magazin. Und bei der "Chicago Sun Times" heißt es, der Film sei "schlau und scharfsinnig und manchmal lustig, wenn die Autorin und Regisseurin Lorene Scafaria einen Film liefert, der sich oft wie 'Scorsese-light' anfühlt." Im "Rolling Stone"-Magazin ist sich der Kritiker hingegen sicher, dass Jennifer Lopez einen Oscar für ihre Performance verdient hat: "Eine Nominierung als 'Beste Schauspielerin' für Jennifer Lopez? Du solltest besser daran glauben! Ihre 'see-it-to-believe-it Performance ist so umwerfend, so tief, so elektrisierend." 

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Die athletischen Tanzszenen an der Stange, die Wucht der Inszenierung und der fluoreszierende Look der Bilder (siehe oben im Trailer) dürften einen großen Teil dazu beitragen, dass sowohl Männer als auch Frauen in Scharen die gerade mal rund 3.000 Kinos in den USA aufsuchten – denn wie auch in Deutschland läuft der Independent-Streifen nicht flächendeckend und nur in ausgewählten Lichtspielhäusern. Dennoch spielte das Stripdrama an den US-Kinokassen direkt zu Beginn herausragende 33,2 Millionen Dollar ein und ist damit der beste Start aller Zeiten für Jennifer Lopez' Schauspielkarriere. Damit hat sich die akribische Vorbereitung für Lopez gelohnt, schließlich besorgte sie sich sogar eine Pole-Dance-Stange für ihr Haus und übte monatelang die authentischen Bewegungen.

"Hustlers" ist mehr als nur ein Film übers Strippen

Die Krawallrapperin Cardi B stand für die Moves an der Stange beratend zur Seite – in einem Interview zog die ehemalige Stripperin den Ärger der Männerwelt auf sich, weil sie angab, früher genau wie die Frauen in dem Film, Männer gefügig gemacht zu haben, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Der Buzz, den diese Geschichten erzeugten, könnte "Hustlers" auch in Deutschland zum Erfolg werden lassen. Darstellerinnen wie Julia Stiles ("10 Dinge, die ich an dir hasse"), "Riverdale"-Star Lili Reinhart oder die US-Empowerment-Ikone Lizzo tragen ihren Teil dazu bei – der Pop-Feminismus ist in Bewegung, elegant und nicht nur an der Stange im Stripclub. 

Verwendete Quellen:
  • Kritiker-Plattform: metacritics 
  • Film-Datenbank: IMDb
  • Trailer zum Film
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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