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CD-Kritik: Udo Lindenberg - "Stärker als die Zeit"

CD-Kritik: Udo Lindenberg - "Stärker als die Zeit"  

"Der Pate" kommt am Schluss

11.05.2016, 11:14 Uhr | fen, t-online.de

CD-Kritik: Udo Lindenberg - "Stärker als die Zeit". Udo Lindenberg 2016 (Quelle: Tine Acke)

Udo Lindenberg 2016 (Quelle: Tine Acke)

Mit der sehr erfolgreichen CD "Stark wie zwei" gab Udo Lindenberg seiner langen Karriere noch einmal eine entscheidende Wende. Jetzt ist "Stärker als die Zeit" erschienen – so gesehen das zweite Album seines Alterswerks, das sich mit dem 2008er-Album messen lassen muss

Auch mit "Stärker als die Zeit" räumt der gebürtige Gronauer ordentlich ab, das Album schoss sofort an die Spitze der Charts. Dazu dürfte auch die Vorabauskopplung "Durch die schweren Zeiten" beigetragen haben. Das Album beginnt auch mit diesem Titel, der voll ins Ohr geht und Hit-Potential hat.

Das große Thema des Albums ist aber Udo Lindenberg selbst. "Konsequenz hat einen Namen, und der fängt mit U an", singt Udo, der sich jedoch nicht selber loben will, sondern Standhaftigkeit zeigt. Er hat den Zweiflern und Kritikern gezeigt, dass er es noch kann, trotz des inzwischen fortgeschrittenen Alters – auch mit dem jüngsten Album. Am 17. Mai wird Udo Lindenberg 70 – dass er nicht besonders gradlinig war, bereut er nicht. Er würde "alles so lassen", textet der Wahl-Hamburger in "Blaues Auge".

Udo und sein alter Freund

Der gelernte Schlagzeuger weiß, dass so mancher solch einem Lebensstil zum Opfer gefallen wäre. Doch statt sich selbst vor die Brust zu klopfen, bedient er sich eines Kniffs, indem er seinen Körper als alten Freund betrachtet, dem er das zu verdanken hat. Nicht schlecht, besonders wenn es so verpackt ist wie in "Mein Body und ich". "Was habe ich dir angetan?", fragt er und erklärt seinem Freund, dass es ihm leid tue.

Doch Udo weiß auch, dass er nicht unsterblich ist. "Wenn die Nachtigall verstummt" erzählt davon. Melodisch gehört dieser Titel zu den schwächeren des Albums. Außer diesem gibt es eine Handvoll weiterer Tracks, bei denen der Finger zum nächsten Lied drücken will. Gut, dass ganze 15 Titel auf "Stärker als die Zeit" vorhanden sind, da bleibt noch genügend übrig.

Der Pate kommt am Schluss

Zum Besseren zählt auch die Ballade "Wenn du gehst", in der es um Trennungsschmerz geht. Der Titel "Muss da durch" wirkt wie schon gehört, weil dessen Strickmuster so oft kopiert wurde – und trotzdem ist er wegen der Gitarrenriffs und der Dynamik ein echter Anspieltipp. Mit dem Titelstück "Stärker als die Zeit", das eine gelungene Adaption der Filmmusik von "Der Pate" ist, beschließt der Künstler sein Werk.

Fazit: würdiger Nachfolger

Das neue Album "Stärker als die Zeit" ist ein würdiger Nachfolger von "Stark wie zwei", kann allerdings mit jenem nicht ganz mithalten. Das ist jedoch immer noch sehr ordentlich und gehaltvoller als so manches der 33 Studioalben davor. Einziges Manko ist, dass zu viele Titel Berücksichtigung fanden, hier hätte der Panikrocker etwas mehr Mut zum Kürzen zeigen können. 

"Stärker als die Zeit" ist am 29. April 2016 erschienen.

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