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Drittes Album - Modern Studies: Brit-Folk von höchster Brillanz

Drittes Album  

Modern Studies: Brit-Folk von höchster Brillanz

19.05.2020, 18:41 Uhr | dpa

Drittes Album - Modern Studies: Brit-Folk von höchster Brillanz. Das britische Folkpop-Quartett Modern Studies hat einen neue Platte auf den Markt gebracht.

Das britische Folkpop-Quartett Modern Studies hat einen neue Platte auf den Markt gebracht. Foto: Paul Marr. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Als Hybrid zwischen britischem Indie-Folk und "Kosmische", einer elektronischen Krautrock-Variante, wird die Band Modern Studies von ihrem rührigen Londoner Label Fire vermarktet. Das klingt komplizierter, als es eigentlich ist.

Denn, ums auf das Wesentliche herunterzubrechen: Auch mit seinem dritten Album "The Weight Of The Sun" macht das Quartett aus Glasgow/Lancashire zunächst vor allem bildschönen, ambitionierten Folkpop. Der experimentelle Ansatz mit leichten Verzerrungen im Hintergrund ("Corridors") und Elektronik ist zwar herauszuhören, versteckt sich aber meist hinter den Mann-Frau-Gesängen der herrlich harmonierenden Emily Scott und Rob St. John (Anspieltipp für vokale Perfektion: der Gospel-getränkte Closer "Shape Of Light").

Die legendären 60er/70er-Britfolker Fairport Convention um Sandy Denny und Richard Thompson oder die australischen Triffids werden als ehrenvolle Vergleiche für Modern Studies (neben den Frontleuten Scott/St. John noch Multi-Instrumentalist Pete Harvey und Schlagzeuger Joe Smillie) herangezogen. Das war schon bei der Veröffentlichung ihres tollen Debüts "Swell To Great" (2016) so und dann wieder beim Nachfolger "Welcome Strangers" (2018).

Album Nummer drei ist nun noch selbstbewusster hinsichtlich edler Melodien und opulenter Streicher-Arrangements, die Songs sind noch wärmer und packender, etwa "Signs Of Use", "Spaces" und das (tatsächlich irgendwie jazzig-krautrockig) treibende "Brother". Naturimpressionen durchziehen die Texte, etwa "Like the moon upon a lake..." im Opener "Photograph".

Fazit: Mit "The Weight..." wird immer klarer, warum diese brillante Band so unterschiedliche Promi-Fans wie den Topproduzenten John Parish (PJ Harvey), Gitarrenlegende Johnny Marr (früher The Smiths) oder Charlatans-Sänger Tim Burgess hat.

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