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Metal-Ikone Tarja Turunen: "Musste nie viel Haut zeigen"


"Ich musste nie viel Haut zeigen"

Von Sebastian Berning

20.12.2022Lesedauer: 3 Min.
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Tarja Turunen: Nach ihrem Rauswurf bei Nightwish startete sie eine erfolgreiche Solokarriere.
Tarja Turunen: Nach ihrem Rauswurf bei Nightwish startete sie eine erfolgreiche Solokarriere. (Quelle: IMAGO / Gonzales Photo)
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Als Sängerin von Nightwish wurde Tarja Turunen zum Aushängeschild der weiblichen Metalszene. Das hat ihr nicht immer gefallen, wie sie t-online verrät.

Ende der Neunzigerjahre war die finnische Band Nightwish ein heißes Eisen der Schwermetall-Szene. Ihr Mix aus klassischem Heavy Metal, Orchesterpassagen und etwas Gothic-Düsternis kam bei Fans gut an. Anfang des Jahrtausends stürmte die Gruppe mit Songs wie "Nemo" oder "Wish I Had an Angel" sogar in den Mainstream. Ein wichtiger Faktor dabei: Sängerin Tarja Turunen. Bis zu ihrem Rauswurf im Oktober 2005 war sie Frontfrau und Aushängeschild von Nightwish. Es folgte eine nicht minder erfolgreiche Solokarriere, welche die 45-Jährige mit ihrem ersten Best-of "Living the Dream" Revue passieren lässt.

"Musste nie viel Haut zeigen, um wahrgenommen zu werden"

Ihre ersten Schritte im Musikgeschäft machte sie zu einer Zeit als Metal noch ein nahezu komplett männlich geprägtes Genre war. Dass eine Frau eine Gruppe anführt, war damals für viele Promoter und Journalisten etwas Besonderes. Immer wieder las und sprach man von der inflationär genutzten Umschreibung "Female fronted metal", die eher die Bandbesetzung als den Sound definierte. Das wirkte auch auf die Protagonistin etwas komisch …

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"Es ist irgendwie normal, dass es eine Art Erdbeben auslöst, wenn eine Frau etwas anders macht. Die Frauen im Rock können als starke Persönlichkeiten angesehen werden", so Tarja im Gespräch mit t-online. Dass es einigen Fans auch um Äußerlichkeiten ging, ist der Sängerin bewusst: "Ich musste nie viel Haut zeigen, um wahrgenommen zu werden. Ich hatte meine Stimme und mein Auftreten. Ich weiß aber auch, dass es leider nicht all meinen Heavy-Metal-Schwestern so ergangen ist …"

"Wir Frauen mussten unseren Platz erst finden"

Denn auch wenn "Female fronted metal"-Bands wie Arch Enemy, Lacuna Coil, Evanescence oder Epica heute große Charterfolge feiern und Touren ausverkaufen können, ist die Metal-Szene männlich geprägt.

"Wir Frauen mussten unseren Platz in der Szene erst finden. Dennoch lag der Fokus der Öffentlichkeit auf uns. Einige meiner Kolleginnen mussten wirklich darum kämpfen ernst genommen zu werden. Ich hatte Glück und hatte es einfacher", so die Finnin.

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Doch auch sie hatte es nicht immer leicht: 2005 – gerade hatte man den Sprung in Europas Arenen geschafft – schmissen ihre Nightwish-Kollegen sie raus. Tarjas Einstellung zur Band habe sich durch ihren Ehemann, einen argentinischen Geschäftsmann, im negativen Sinne verändert, begründeten die Musiker damals diesen Schritt. Die Sängerin erzählte in Interviews, dass sie davon völlig überrumpelt wurde.

"Ich hatte mit der Band bis dahin eine sehr erfolgreiche Karriere und musste mich dann einem neuen Kapitel in meinem Leben stellen", resümiert Tarja heute. "Ich war damals ziemlich nervös und die Zukunft ungewiss. Ich wusste nicht einmal, ob ich es in mir habe, alles alleine zu machen. Ich habe es aber geschafft, meine eigene Stimme, meinen eigenen Stil und Sound zu finden."

Heute kann sie sich einige Freiheiten und Extravaganzen erlauben. So verrät die Sängerin, dass sie aktuell an drei Alben gleichzeitig arbeitet. Sie möchte weiter rockige LPs produzieren, doch auch von klassischen Projekten ist sie nicht abgeneigt. "Ich bin eine dieser Künstlerinnen, die kreativ immer in Bewegung bleiben müssen", sagt sie. Im Grunde tut sie damit alles, um ihren Traum leben zu können. Ganz wie der Titel ihres Best-ofs besagt …

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Verwendete Quellen
  • Eigenes Interview mit Tarja Turunen
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