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Rammstein-Sänger wegen Vergewaltigungs-Gedicht in der Kritik

  • Sophie Loelke
Von Sophie Loelke

Aktualisiert am 03.04.2020Lesedauer: 2 Min.
Sänger Till Lindemann: Eins seiner neuen Gedichte sorgt für Empörung.
Sänger Till Lindemann: Eins seiner neuen Gedichte sorgt für Empörung. (Quelle: STAR-MEDIA)
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Der Rammstein-Sänger Till Lindemann hat einen neuen Lyrikband veröffentlicht. Besonders ein Gedicht über eine Vergewaltigung sorgt für eine erbitterte Kontroverse über Zensur und Kunstfreiheit.

Till Lindemann ist bekannt als der harte, laute Rock-Sänger und Texter der Band Rammstein. Er bricht Tabus und überschreitet Grenzen – seit jeher. Nun schon über zwanzig Jahre schreibt der 57-Jährige aber auch Lyrik.

In seinem neusten Gedichtband behandelt er in seinem typisch bildstarken und provokanten Stil unterschiedlichste Themen von Alltag über Gewalt und das Böse bis hin zu Liebe und Sex. Brutal, deutsch-nationalistisch oder sexistisch: Lindemann provoziert mit seinen Werken. Eines seiner neuen Gedichte fällt dabei besonders auf: Es geht um eine Vergewaltigungsfantasie.

Das sind die Zeilen des Gedichts "Wenn du schläfst"

"Ich schlafe gerne mit dir, wenn du schläfst. Wenn du dich überhaupt nicht regst.
Mund ist offen, Augen zu. Der ganze Körper ist in Ruhe.
Kann dich überall anfassen. Schlaf gerne mit dir, wenn du träumst.
Und genau so soll das sein (so soll das sein so macht es Spaß).
Etwas Rohypnol im Wein (etwas Rohypnol ins Glas).
Kannst dich gar nicht mehr bewegen. Und du schläfst, es ist ein Segen."

Die Debatte um dieses Kurzgedicht zeigt in viele Richtungen

Während die einen kritisch auf die MeToo-Debatte und frauenfeindliche Inhalte aufmerksam machen, nennen andere die Kunstfreiheit und verteidigen Lindemanns provozierende Lyrik.

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Wieder andere wollen ihm keine Plattform und Aufmerksamkeit geben für derartige Aussagen und vergleichen ihn mit dem umstrittenen Sänger und Verschwörungstheoretiker Xavier Naidoo.

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So erklärt der Verlag die Kunstfreiheit des Gedichts

Aber nicht nur Lindemann selbst ist Thema der Diskussion. Auch der Verlag Kiepenheuer & Witsch wird dafür kritisiert, solche Zeilen überhaupt erst veröffentlicht zu haben. Auf Anfrage von t-online.de erklärt Helge Malchow, der Lektor des Verlags, dass die moralische Empörung über den Text auf einer Verwechslung basiere.

Es müsse zwischen dem fiktionalen Sprecher – also dem lyrischen Ich – und dem Autor selbst – also Till Lindemann – unterschieden werden. Es sei die wesentliche Bedingung für die Lektüre von Lyrik. "Andernfalls wären keine literarischen Fiktionen und Phantasien des Bösen, der Gewalt – wie wir sie zahlreich aus der Weltliteratur von Henry Miller über B. E. Ellis bis zu A. M. Homes kennen – möglich und die Freiheit der Kunst damit hinfällig", erklärt Malchow.

Dass der im Gedicht dargestellte Vorgang unter moralischen Gesichtspunkten zutiefst verwerflich ist, sei eine Selbstverständlichkeit. Aber dem Autor selbst diese Fantasie persönlich zu unterstellen, sei falsch, argumentiert der Verlag.

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Von Nils Kögler
Von Sebastian Berning
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