Sie sind hier: Home > Unterhaltung > Musik >

Umstrittenes Großkonzert in Düsseldorf: The BossHoss äußern sich

"Es geht ja nicht nur um uns"  

BossHoss und Sarah Connor verteidigen geplantes Großkonzert

08.08.2020, 15:42 Uhr | dpa, spot on news, mbo, t-online

Umstrittenes Großkonzert in Düsseldorf: The BossHoss äußern sich. The BossHoss und Sarah Connor: Sie sollen bei einem Live-Konzert in Düsseldorf auftreten. (Quelle: imago images / Getty Images)

The BossHoss und Sarah Connor: Sie sollen bei einem Live-Konzert in Düsseldorf auftreten. (Quelle: imago images / Getty Images)

Viele Branchen leiden unter der Corona-Pandemie, besonders der Kulturbereich mit Live-Vorstellungen. In Düsseldorf soll nun ein Open-Air-Konzert mit 13.000 Fans stattfinden. Nun äußern sich The BossHoss und Sarah Connor dazu.  

Für den 4. September 2020 ist die Konzertshow "Give Live A Chance" im Düsseldorfer Fußballstadion geplant, bei dem 13.000 Zuschauerinnen und Zuschauer vor Ort dabei sein sollen. Schnell gab es massive Kritik. Doch es soll eine "Renaissance der Livemusik sein", "die verdiente Chance zum Neustart", wie der Veranstalter erklärte. 150 Minuten soll das Event dauern. 

"Man sei sicher, dass das Publikum "enthusiastisch, tolerant und verantwortungsbewusst" damit umgehen werde. Auftreten sollen unter anderem Rocker Bryan Adams, Sängerin Sarah Connor, Sänger Joris, die Rocker von The BossHoss sowie der Komiker Michael Mittermeier. Dem Infektionsschutz werde "in vollem Umfang Rechnung getragen". Das Konzept sieht etwa vor, dass die Besucherinnen und Besucher dauerhaft Masken tragen – auch auf den Sitzplätzen. Schals, Halstücher oder "vorgehaltene Textilien" sollen nicht akzeptiert werden. Der Einlass erfolge in verschiedenen Zeitfenstern, Sicherheitsabstand bleibe gewahrt. Die Tickets seien personalisiert, Alkohol verboten. Wer rein will, soll unter anderem bestätigen, dass er aus keiner Region kommt, in der die "'Corona-Obergrenze' von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten wurde", heißt es. Dennoch hagelte es unter anderem Kritik vom Gesundheitsministerium, da es kurz vor Ende der Reisesaison eine komplexe Infektionslage gebe.

"Das gibt uns die Bühne zurück"

Alec Völkel und Sascha Vollmer von The BossHoss haben natürlich eine klare Meinung zum umstrittenen Gig. "Es wird Zeit, dass Kultur wieder eine Bühne findet", heben die beiden gegenüber RTL die weltweite Signalwirkung des Events hervor. "Es ist seit Monaten nicht viel los in diesem Land und es geht ja nicht nur um uns, um Musiker, sondern auch um das gesamte Gewerk hinter uns", gibt Völkel zu bedenken. Sein Bandkollege Vollmer ergänzt: "Super mutig auch, muss man sagen. Sicherheitsvorkehrungen, Hygienemaßnahmen und Abstand halten ist natürlich wichtig. Aber wir sind sicher, [...] wenn man sich daran hält, dann wird das ein erfolgreiches Event und gibt uns die Bühne zurück."

Alec Völkel und Sascha Vollmer: Boss und Hoss glauben an den Erfolg von "Give Live A Chance". (Quelle: imago images / POP-EYE)Alec Völkel und Sascha Vollmer: Boss und Hoss glauben an den Erfolg von "Give Live A Chance". (Quelle: imago images / POP-EYE)

Freuen können sich die Fans vor Ort demnach auf die volle TheBossHoss-Dröhnung: "Wir haben uns entschlossen, volles Brett zu fahren, weil wir heiß sind und wie gesagt ein Signal setzen wollen, wie wichtig und gut Liveshows sind."

Inzwischen hat sich auch Sarah Connor über Instagram zum geplanten Konzert geäußert. "Ich verstehe alle Bedenken und Einwände zu dem ersten großen geplanten Konzert in der 'neuen Zeit'", schreibt sie, betont aber gleichermaßen, dass ihre Branche in den vergangenen Monaten "extrem gelitten" habe. Es gehe ihr bei dem Konzert nicht um "Party machen", sondern um Jobs.

Sarah Connor: Auch sie tritt beim Konzert in Düsseldorf auf. (Quelle: imago images / Future Image)Sarah Connor: Auch sie tritt beim Konzert in Düsseldorf auf. (Quelle: imago images / Future Image)

"Existenzen sind bedroht"

"Ich habe vier Kinder, eines davon könnte man als besonders 'gefährdet' einstufen", betont Connor. "Auch wir erwarten mit Spannung den Schulbeginn. Auch meine Kinder müssen in der Schule Masken tragen. Seid gewiss, ich gehe auf keinen Fall leichtsinnig mit der Situation um." Aber: "Auch ich habe viele Freunde und Kollegen, deren Existenzen mittlerweile bedroht sind."

Sie selbst beschäftige übers Jahr "um die 150 Menschen, denen im März von heute auf Morgen sämtliche Einnahmen weggebrochen sind." Für diese kämpfe niemand, "weil ständig gesagt wird, ihre Arbeit sei nicht systemrelevant."

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal