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Ellen Burstyn wird 91: Ein Leben zwischen den Extremen – so sieht sie heute aus


50 Jahre später: So sieht die "Exorzist"-Darstellerin heute aus


Aktualisiert am 07.12.2023Lesedauer: 3 Min.
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Ellen Burstyn: Als Chris McNeil spielte sie 1973 in "Der Exorzist".Vergrößern des Bildes
Ellen Burstyn: Als Chris McNeil spielte sie 1973 in "Der Exorzist". (Quelle: stock&people/imago images)

Einst glänzte Ellen Burstyn im Horrorschocker "Der Exorzist". Heute blickt die Schauspielerin auf ein Leben mit viel Licht, aber auch viel Schatten zurück.

Ellen Burstyn ist eine, die es während ihrer Karriere nicht immer leicht hatte und trotzdem nie den Glauben und die Hoffnung verlor. Die amerikanische Schauspielerin wurde 1973 bekannt als Mutter der besessenen Regan im Horrorklassiker "Der Exorzist". Heute wird die Oscarpreisträgerin 91 Jahre alt.

Für Ellen Burstyn war das Showgeschäft eine Art Flucht vor den häuslichen Dämonen, die sich in ihrer Kindheit beinahe täglich an ihr austobten. Aufgewachsen in einem gewalttätigen Haushalt in Detroit, brach Burstyn die Schule ab und zog weg. Nach Model-Ausflügen ging sie 1957 an den Broadway. Über kleinere Rollen in Serien landete sie schließlich im Cast von Peter Bogdanovichs "Die letzte Vorstellung": Die Rolle der Lois Farrow brachte Burstyn sogleich die erste Oscarnominierung ein.

Damit öffneten sich viele Türen. Bis 1980 spielte Burstyn in mehreren Kassenmagneten mit, darunter "Der Exorzist", "Alice lebt hier nicht mehr" und "Der starke Wille". Nicht nur die Filme erhielten Lob von Kritikern, sondern auch die schauspielerische Leistung von Burstyn, die mit diversen Auszeichnungen prämiert wurde. 1975 erhielt sie etwa den Oscar als beste Hauptdarstellerin in "Alice lebt nicht mehr", dafür auch einen Bafta- und einen Golden-Globe-Award.

"Ich wollte Frauen als Heldinnen darstellen"

Burstyn war es wichtig, besondere Rollen zu spielen: "Ich wollte Frauen als Heldinnen darstellen, weil es das ist, was sie sind. Frauen waren entweder Teufelinnen oder Ehefrauen, die zu Hause blieben, während ihre Ehemänner stets hinauszogen, um die Welt zu retten. Oder sie waren Prostituierte. Oder sie waren Opfer. Ich wollte Rollen, wo Frauen auch einmal Heldinnen sein dürfen", sagte sie dem britischen "Guardian" mal.

Mit Beginn der Achtzigerjahre musste Burstyn sich diesbezüglich zurücknehmen und lernen, dass Erfolg nicht abonnierbar ist: "Ich bin in meiner Karriere an einen Punkt gekommen, wo jede Art der Arbeit willkommen war", erinnerte sich Burstyn. Zwar war sie in den Achtzigern und Neunzigern in mehreren Produktionen zu sehen, aber erst mit der brillanten Verkörperung der verwitweten und vereinsamten Sara Goldfarb im Aronofsky-Drama "Requiem For A Dream" katapultierte sie sich zurück ins Rampenlicht. Hierfür folgten viele weitere Auszeichnungen und Nominierungen als beste Hauptdarstellerin.

Noch heute ist die ehemalige künstlerische Leiterin der Strasberg-Schauspielschule aktiv. Und das nicht nur im Fernsehen, sondern auch in Podcast-Folgen.

Nach 91 Jahren blickt Burstyn auf ein Leben zurück, das neben Erfolgen auch Schattenseiten hatte. In ihrer Biografie "Lessons in Becoming Myself" berichtet sie, wie sie als Mädchen ihr Baby abtrieb und von einem ihrer Ex-Ehemänner gestalkt und vergewaltigt wurde.

Auch über die konfliktreiche Beziehung zu ihrer verstorbenen Mutter schreibt sie. Burstyn ist froh, dass sie noch mit ihrer Mutter Frieden schloss: "Ich bin überrascht, wie sehr ich sie jetzt vermisse, obwohl wir so ein schwieriges Verhältnis hatten. In ihren späten Jahren haben wir uns einmal zusammengesetzt und ich habe ihr gesagt, wie schlimm es für mich war, so viel geschlagen worden zu sein. Sie hat gesagt: 'Ich würde das nie wieder tun. Ich weiß jetzt, wie viele Probleme das verursacht hat.' Ich bin froh, dass sie das noch verstanden hat, bevor sie gegangen ist."

Verwendete Quellen
  • morgenpost.de: "Was ist Gott, Frau Burstyn?"
  • guardian.com: "It was never my intention to become a movie star" (englisch)
  • imdb.com: Ellen Burstyn
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