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Malerei: Vermeers "Mädchen mit dem Perlenohrring" im Scanner

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Malerei  

Vermeers "Mädchen mit dem Perlenohrring" im Scanner

27.02.2018, 08:23 Uhr | dpa

Malerei: Vermeers "Mädchen mit dem Perlenohrring" im Scanner. "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" im Macro XRF Scanner.

"Das Mädchen mit dem Perlenohrring" im Macro XRF Scanner. Foto: Mike Corder. (Quelle: dpa)

Den Haag (dpa) - Im niederländischen Mauritshuis hat die bislang größte wissenschaftliche Untersuchung des berühmten Gemäldes "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Johannes Vermeer (1632-1675) begonnen. Zwei Wochen lang wird das kostbare Gemälde mit den neuesten Techniken und Scannern untersucht.

"Wir wollen wissen, wie es gemalt wurde und welche Materialien Vermeer genutzt hatte", sagte die Direktorin des Museums, Emily Gordenker, am Montag in Den Haag.

"Das Mädchen im Scheinwerferlicht" ist ein einzigartiges Projekt, an dem internationale Forscher, Universitäten und Museen gemeinsam arbeiten. Im "Goldenen Saal" des Den Haager Museums wurde dafür ein eigenes Labor eingerichtet. Hinter Glaswänden können Besucher die Forschungen an dem Meisterwerk live mitverfolgen.

Das "Mädchen mit dem Perlenohrring" ist das berühmteste Gemälde Vermeers und der Besucher-Liebling im Mauritshuis. Die junge Frau mit dem blauen Turban, der feinen Haut, dem rot schimmernden Mund und der matten Perle am Ohr fasziniert Menschen weltweit.

Die zentrale Untersuchungsfrage stellte die Leiterin des Forschungsprojektes, Abbie Vandivere: "Wie hat Vermeer 'Das Mädchen` zum Leben erweckt?". Dazu würden die allerneuesten Untersuchungstechniken eingesetzt. Mit Scannern, Mikroskopen und Röntgengeräten soll das Bild durch alle Farbschichten hindurch, Millimeter für Millimeter analysiert und katalogisiert werden. Die Leinwand selbst wird dabei nicht berührt. Es werden auch keine Farbproben entnommen.

Der niederländische Meister Johannes Vermeer hatte das berühmte Gemälde 1665 gemalt. Zuletzt war es bei seiner Restaurierung 1994 untersucht worden. Dabei wurde entdeckt, dass Vermeer auf einem dunkelgrünen Untergrund gemalt hatte. "Nun sind die Methoden und Geräte viel ausgereifter", sagte die Direktorin Gordenker. "Wir können viel mehr über den Maler lernen und seine Arbeitsweise."

Das Museum erhofft sich auch eine Antwort auf die Frage, wie das Werk ursprünglich ausgesehen hat. Mit einem besonderen Scanner wird zunächst die chemische Zusamenstellung der Farbpigmente wie Eisen oder Blei gemessen. Dazu sagte der Professor an der Technischen Universität Delft, Joris Dik: "Das wird der erste volle Body-Scan eines Gemäldes."

Die Daten werden gesammelt und sollen anschließend analysiert werden. Wann Ergebnisse vorliegen, konnte das Museum noch nicht sagen.

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