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Nazi-Skandal auf Sex-Messe Venus in Berlin: Domina trägt Hakenkreuz-Tattoo

Nazi-Eklat auf Sex-Messe  

Venus-Domina trägt Hakenkreuz-Tattoo

Von Ricarda Heil, Luca Cordes, Nicole Faßbender

13.10.2018, 10:08 Uhr
Nazi-Skandal auf Sex-Messe Venus in Berlin: Domina trägt Hakenkreuz-Tattoo. Medusa, Micaela und Charlize: die Gesichter der Venus. (Quelle: imago / Travel Stock Image)

Medusa, Micaela und Charlize: die Gesichter der Venus. (Quelle: imago / Travel Stock Image)

Ein pralles Dekolleté, ein Body aus Latex – und ein Hakenkreuz auf dem Oberschenkel. Die größte Erotikmesse der Welt ist eröffnet und sorgt gleich zu Beginn mit einem Skandal für Entsetzen.

Zum 22. Mal hat die Erotikmesse Venus im Palais unter dem Berliner Funkturm ihre Pforten geöffnet. Wie jedes Jahr werden hier die neuesten Bondagespiele und Sextoys vorgestellt. Star der Messe ist seit 2011 Nacktschnecke Micaela Schäfer.

Doch für die Fetischhalle der Erotikmesse, die Kinky-Area, hat die Venus ein anderes Gesicht: Domina Charlize. Die selbsternannte Vollblut-Sadistin repräsentiert dieses Jahr das Paradies für BDSM-Fans.

"Außergewöhnliche Reize, besondere Optik"

Zur Eröffnung der Erotikmesse kam die Herrin in einem blauen Latex-Body, der den Blick auf ihre langen Beine offen legte. Auf ihrer Webseite spricht sie von "außergewöhnlichen Reizen" und einer "besonderen Optik". Dazu zählt vermutlich auch eine besonders außergewöhnliche Tätowierung auf dem Oberschenkel.

Denn zwischen Knie und Hüfte ziert ein Totenkopf ihre Haut, dahinter blitzt ein Hakenkreuz hervor, zudem steht "SS" und "Fuck The System" auf ihrem Bein geschrieben. Ja, Bondage ist seit der Roman-Verfilmung "Fifty Shades of Grey" vielleicht en vogue, ein Hakenkreuz jedoch auch nach "American History X" nicht cool – und auch gar nicht erlaubt. Wie viele andere Symbole des Nationalsozialismus darf es in Deutschland nicht verbreitet oder öffentlich verwendet werden. 

Domina Charlize: Auf der Venus-Messe zeigt sie ihr Hakenkreuz-Tattoo. (Quelle: imago)Domina Charlize: Auf der Venus-Messe zeigt sie ihr Hakenkreuz-Tattoo. (Quelle: imago)

Wie kann es sein, dass Domina Charlize mit diesem Tattoo wirklich das offizielle Gesicht der Kinky-Venus ist? t-online.de hat bei dem Pressesprecher der Erotikmesse nachgefragt. Der zeigte sich von der Tätowierung überrascht.

"Wir sind sehr unglücklich über dieses Tattoo"

"Die Venus vertritt seit mittlerweile 22 Jahren offenen und korrekten Umgang mit Sex und Erotik", stellt Walter Hasenclever klar. "Diese Werte stehen auch im Einklang mit Meinungsfreiheit und Ausleben unterschiedlicher Vorlieben, solange diese nicht in irgendeiner Weise andere Menschen ausgrenzen oder diskriminieren. Die Venus distanziert sich – und wird sich immer distanzieren – von Symbolen, Einstellungen oder Ideologien, die nicht mit Toleranz oder Humanität zu vereinbaren sind. Dies betrifft auch Personen, die im konkreten oder indirekten Bezug zur Venus stehen."

Die Veranstalter der Erotikmesse wussten nichts von der Tätowierung. Tatsächlich hatte sich die Domina das Hakenkreuz erst im Sommer stechen lassen. "Wir sind sehr unglücklich über dieses Tattoo", betont Hasenclever.

"Ich bin gegen Rechts und nicht dafür"

Unglücklich ist inzwischen auch Lady Charlize. "Mein Tattoo wird tatsächlich missverstanden", sagt sie t-online.de. "Ich bin Perserin und absolut nicht rechts. Ich habe versucht, dieses Tattoo so darzustellen, dass ich gegen rechts bin und nicht dafür." Sie wolle sich das Hakenkreuz jetzt überstechen lassen. 


Micaela Schäfer reicht die Aussage ihrer Kollegin nicht. "So etwas zu präsentieren ist eine absolute Unmöglichkeit", sagt die 34-Jährige t-online.de. "Die Venus steht für Freiheit, Toleranz und Akzeptanz und nicht für Nationalsozialismus und Rassismus. Das gehört nicht auf die Venus." Für das Erotikmodel gibt es nur eine einzige richtige Konsequenz: "Sie muss definitiv als Gesicht für die Venus gekündigt werden." Sie selbst wolle die Zusammenarbeit jetzt mit ihr beenden. "Ich hatte vor, mit ihr ein weiteres Projekt zu verwirklichen. Das werde ich definitiv nicht mehr machen. Die Begründung, die sie gegeben hat, ist mir ungenügend und nur eine faule Ausrede."

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherche

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