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Gleichberechtigung: Kristin Suckow über Korsetts

Gleichberechtigung  

Kristin Suckow über Korsetts

14.09.2019, 11:47 Uhr | dpa

Gleichberechtigung: Kristin Suckow über Korsetts. Kristin Suckow als Ottilie von Faber-Castell neben dem Schauspieler Johannes Zirner als ihrem Mann Alexander.

Kristin Suckow als Ottilie von Faber-Castell neben dem Schauspieler Johannes Zirner als ihrem Mann Alexander. Foto: Monika Skolimowska. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Die Schauspielerin Kristin Suckow musste für den Historienfilm "Ottilie von Faber-Castell" ein Korsett tragen - und fühlte sich darin sehr unwohl.

Es sei zwar nicht so gewesen, dass sie keine Luft mehr bekommen habe. "Aber die Atmung ist einfach eingeschränkt. Eigentlich habe ich während der gesamten Drehzeit gegen das Korsett gekämpft, weil das einfach physisch schon eine Art Unterdrückung darstellt", sagte Suckow im Interview mit dem "Münchner Merkur" und der "tz" (Samstag). "Kein Wunder, dass Frauen wie Ottilie in einem Akt der Befreiung die Korsetts abgelegt haben."

Aber auch das Korsett der Zeit habe sie als unangenehm empfunden: "Mich hat das regelrecht wütend gemacht, die Strukturen zu spüren, die so stark sind, dass man sie nicht sprengen kann, so sehr man es auch versucht", sagte Suckow. "Man muss sich vorstellen, dass die Männer in der damaligen Zeit glaubten, dass das weibliche Gehirn nur ein Drittel des Volumens eines männlichen Gehirns hat. Ottilie hat Zeit ihres Lebens darum gerungen, als gleichwertiger Mensch wahrgenommen zu werden."

Suckow sieht durchaus Parallelen zur Gegenwart: "Man denkt immer: Das spielt vor 120 Jahren, das ist lange her. Aber die Gleichberechtigung ist bis heute nicht hergestellt. Wenn ich daran denke, dass die Vergewaltigung in der Ehe erst seit 1997 strafbar ist", so die Schauspielerin. "Wir stehen da noch ganz am Anfang. Aber ich glaube, das ist eine Aufgabe, die Männer und Frauen nur gemeinsam lösen können. Im Kampf Mann gegen Frau wird das nichts."

Suckow spielt in dem dreistündigen Film "Ottilie von Faber-Castell - Eine mutige Frau", den das Erste am Samstag (14.9.) um 20.15 Uhr zeigt, die Hauptrolle. Faber-Castell war Erbin und Chefin des 1761 gegründeten Bleistift-Imperiums. Als 16-Jährige war sie von ihrem Großvater zu seiner Nachfolgerin bestimmt worden. Sie ließ sich mit 41 Jahren scheiden und heiratete ihre große Liebe.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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