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Harvey Weinstein willigt in Vergleich ein und muss selbst nichts zahlen

Kaution gleichzeitig erhöht  

Weinstein willigt in Millionen-Deal ein und muss selbst nichts zahlen

12.12.2019, 10:35 Uhr | spot on news , JaH, dpa, t-online.de

Harvey Weinstein willigt in Vergleich ein und muss selbst nichts zahlen . Harvey Weinstein: Mit rund 30 Frauen soll er sich auf einen Vergleich geeinigt haben.  (Quelle: imago images / UPI Photo)

Harvey Weinstein: Mit rund 30 Frauen soll er sich auf einen Vergleich geeinigt haben. (Quelle: imago images / UPI Photo)

Harvey Weinstein einigt sich laut US-Medien mit zahlreichen Frauen auf einen Vergleich. Mit einer Summe von 25 Millionen US-Dollar würden viele Prozesse beendet werden. Aus eigener Tasche soll er aber offenbar nichts bezahlen.

Der gefallene US-Filmmogul Harvey Weinstein hat vor Gericht offenbar einen für ihn riesigen Erfolg verbucht. Wie die "New York Times" unter Berufung auf beteiligte Anwälte berichtet, einigte er sich mit rund 30 Frauen, darunter Schauspielerinnen und ehemalige Angestellte von Weinstein, auf einen Vergleich. 

25 Millionen Dollar Entschädigung 

Der Deal sieht vor, dass Weinstein rund 25 Millionen Dollar Entschädigung unter den Frauen verteilt, die ihm vorwerfen, von ihm sexuell missbraucht worden zu sein. Damit wären fast alle zivilrechtlichen Klagen gegen ihn vom Tisch.

Noch fehle allerdings die endgültige Zustimmung der Gegnerseite, auch das Gericht muss noch seine Zustimmung für diesen Vergleich geben. Dies gilt laut US-Medien jedoch als reine Formsache. Teil des Deals sei es außerdem, dass die Zahlung der Summe kein Schuldeingeständnis Weinsteins impliziere. Auch entschuldigen müsse er sich bei den Opfern nicht. Auch sollen die Zahlungen nicht aus privater Tasche Weinsteins stammen. Die Summe würde über Versicherungen seines Filmstudios Weinstein Company beglichen und das ist als insolvent gemeldet. 

Kaution von einer auf fünf Millionen Dollar erhöht  

Neben den Zivilprozessen mit den rund 30 Fällen erwartet Harvey Weinstein allerdings noch die Hauptverhandlung am 6. Januar. Knapp einen Monat davor musste der 67-Jährige nun eine deutlich höhere Kaution hinterlegen, um auf freiem Fuß zu bleiben. Nachdem die Staatsanwälte zahlreiche Verstöße Weinsteins beim Tragen der elektronischen Fußfessel moniert hatten, entschied das Gericht in New York übereinstimmenden Medienberichten zufolge am Mittwoch, seine Kaution von einer auf fünf Millionen Dollar zu erhöhen.

Konkret hatten die Ankläger Weinstein vorgeworfen, er habe sich mehrfach in einem Funkloch aufgehalten, so dass der Kontakt zur Fußfessel abgerissen sei. Zudem habe Weinstein ein wichtiges Teil des Gerätes zu Hause gelassen; deshalb habe es nicht funktioniert. Weinsteins Anwälte hatten dagegen von "technischen Fehlern" gesprochen.

Harvey Weinstein: Der ehemalige Film-Mogul kam mit Gehhilfe zur Verhandlung.  (Quelle: AP/dpa/ AP Photo/Mark Lennihan)Harvey Weinstein: Der ehemalige Film-Mogul kam mit Gehhilfe zur Verhandlung. (Quelle: AP Photo/Mark Lennihan/AP/dpa)

Weinstein kam am Mittwoch mit einer Gehhilfe ins Gericht in Manhattan. Er war zuletzt schwer humpelnd und gestützt auf Helfer gesehen worden. Dem Magazin "Variety" zufolge muss Weinstein sich nach einem Autounfall im August einer Rücken-Operation unterziehen. Der Prozessauftakt soll deshalb aber nicht in Gefahr sein. Die Hauptverhandlung gegen Weinstein am 6. Januar soll wie geplant starten.

Mehr als 80 Frauen hatten ihm seit 2017 sexuelle Übergriffe vorgeworfen, darunter auch namhafte Schauspielerinnen. Bei der Anklage in New York geht es allerdings nur um zwei Vorfälle aus den Jahren 2006 und 2013. Dem Ex-Filmmogul werden Vergewaltigung, kriminelle sexuelle Handlungen und räuberische sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Weinstein beteuert, jegliche sexuelle Handlungen seien einvernehmlich erfolgt.

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