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Tote-Hosen-Sänger - Campino: Über Migration wird zu negativ berichtet

Tote-Hosen-Sänger  

Campino: Über Migration wird zu negativ berichtet

29.12.2019, 11:43 Uhr | dpa

Tote-Hosen-Sänger - Campino: Über Migration wird zu negativ berichtet. Campino beklagt die einseitige Berichterstattung über Migranten.

Campino beklagt die einseitige Berichterstattung über Migranten. Foto: Caroline Seidel/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin/Düsseldorf (dpa) - Der Tote-Hosen-Sänger Campino hält die Integration von Zuwanderern für gelungener als oft dargestellt. "Man weiß zum Beispiel, dass jede Straftat, die nicht von einem Deutschen begangen wurde, von Populisten sofort benutzt wird, um eine ganze Volksgruppe zu stigmatisieren", sagte der 57 Jahre alte Musiker aus Düsseldorf der "Welt am Sonntag".

"Das ist für jeden, der sich für Integration einsetzt, immer wie ein Schlag in die Magengrube. Was mich an den Zuwanderungsdebatten in Deutschland stört, ist, dass Migranten und Flüchtlinge inzwischen fast ausschließlich negativ gesehen werden: Als ob sie für alle Probleme stehen."

Dass viele der mehr als eine Million Flüchtlinge und Migranten, die 2015 gekommen seien, erfolgreich integriert und in Ausbildung und Beruf gebracht seien, sei keine Schlagzeile wert. "Die Probleme der Migration und auch bei der Integration von Flüchtlingen sind ja oft und klar benannt worden. Da muss sicher auch künftig vieles verbessert werden. Weil aber ständig nur negativ darüber berichtet wird, entsteht der Eindruck, dass Deutschland als Ganzes überfordert und überlastet ist", sagte der Sänger.

Campino betonte, dass für ihn Religionsfreiheit und Toleranz zu den wichtigen Werten gehörten. "Wenn es zu antisemitischen Übergriffen oder Gewalttaten kommt, ganz gleich ob sie von Rechtsextremen oder von Islamisten begangen werden, muss man einen ganz klaren Riegel davorschieben."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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