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Richter staucht Harvey Weinstein zusammen

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Aktualisiert am 08.01.2020Lesedauer: 1 Min.
Harvey Weinstein: Der Filmmogul hielt sich nicht an die Regeln vor Gericht.
Harvey Weinstein: Der Filmmogul hielt sich nicht an die Regeln vor Gericht. (Quelle: Kena Betancur/Getty Images)
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An seinem zweiten Prozesstag in New York hat Harvey Weinstein einen Gefängnisaufenthalt riskiert. Der gefallene Filmmogul hatte trotz eines Verbots sein Handy im Gerichtssaal benutzt.

Am Montag hat der Prozess gegen den gefallenen Filmmogul Harvey Weinstein begonnen. Der einstige Produzent, dem zahlreiche sexuelle Vergehen und mehrfache Vergewaltigungen vorgeworfen werden, sorgte zum Auftakt für erhitzte Gemüter. Laut "The Guardian" hat der New Yorker Richter James Burke am zweiten Prozesstag dem 67-jährigen Angeklagten mit einem Gefängnisaufenthalt gedroht. Der Grund: Weinstein hatte im Gerichtssaal ohne Erlaubnis sein Smartphone benutzt.

Burke teilte Weinsteins Anwalt Arthur Aidala mit, dass die Kaution seines Mandanten in Höhe von zwei Millionen US-Dollar aufgehoben werde, sollte Weinstein erneut mit seinem Handy in der Hand erwischt werden. "Ich rate Ihnen, ihm sein Handy vor Betreten des Gerichtssaals abzunehmen und es in ihrer Aktentasche zu verstauen", soll Burke laut "The Guardian" erklärt haben. Dem zu einer Rechtfertigung ansetzenden Weinstein soll er dazu geraten haben, zu dem Vorfall lieber zu schweigen.

Zwei weitere Anklagen

Im Mittelpunkt des Prozesses in New York stehen die Vergewaltigungsvorwürfe zweier Frauen. Eine von ihnen soll Weinstein 2006 zum Oralsex gezwungen haben, die andere soll er 2013 vergewaltigt haben. Sollte Weinstein schuldig gesprochen werden, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

Zudem erhob nun auch das Bezirksgericht von Los Angeles Anklage gegen Weinstein. Demnach müsse sich der 67-Jährige wegen zwei unabhängig voneinander stehenden Fällen im Jahr 2013 verantworten. Grundlage dafür sind die Anschuldigungen zweier Frauen, die Weinstein 2013 innerhalb von zwei Tagen in ihren Hotelzimmern vergewaltigt beziehungsweise zum Oralsex genötigt haben soll.

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