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Désirée Nick über Kollegen: "Wir Älteren sind die Einzigen, die abliefern!

INTERVIEWKritik an Kollegen  

Désirée Nick: "Wir Älteren sind die Einzigen, die abliefern"

Von Sophie Loelke

31.03.2020, 20:25 Uhr
Désirée Nick über Kollegen: "Wir Älteren sind die Einzigen, die abliefern!. Desiree Nick: Die Unterhaltungskünstlerin übt scharfe Kritik an den Realtity-TV-Teilnehmern der jüngeren Generation. (Quelle: imago images/STAR-MEDIA)

Desiree Nick: Die Unterhaltungskünstlerin übt scharfe Kritik an den Realtity-TV-Teilnehmern der jüngeren Generation. (Quelle: STAR-MEDIA/imago images)

Désirée Nick ist bekannt für ihre spitze Zunge. Jetzt kritisiert die Entertainerin erneut scharf. Sie erklärt t-online.de, warum die Älteren TV-Shows rocken und die Jüngeren zu nichts zu gebrauchen sind.

Stil, Traumkörper, Modebewusstsein – so würde die Künstlerin Désirée Nick ihr Äußeres wohl am ehesten selbst beschreiben. Mit 63 Jahren ist sie auf Zack – und das nicht ohne Grund. Denn 60 sei ein Alter, in dem Menschen neu aufblühen. Alter vor Schönheit? Nicht für Nick. Bei ihr gibt es beides zugleich.

Nick ist vielseitig: Sie zeigt ihr Talent als Schauspielerin auf Theaterbühnen, tritt regelmäßig bei Realityshows auf, zeigt sich als Sängerin und Tänzerin. Warum ihre Mitstreiter bei der aktuellen Sat.1-Show "Promis unter Palmen" daher nicht mit ihr konkurrieren können, verrät sie t-online.de im Interview.

t-online.de: Frau Nick, was muss man denn können, um bei so einer Show abzuliefern?

Désirée Nick: Man muss Debatten nicht aus dem Weg gehen, man darf nicht feige sein – wie der Yotta, der heimtückisch und hinterhältig aufhetzt – und man muss das Herz auf der Zunge tragen. Das Schöne ist: Ihm steht quer übers Gesicht geschrieben, was für ein eiskalter berechnender Charakter er ist. Und auch die jungen Mädchen sind keine Talente für Entertainment. Die wunderbare Kunst des Entertainments sollte nicht beschmutzt werden von Leuten, die absolut nichts können. Es gibt nur eine Sünde im TV – und die heißt zu langweilen.

Und haben es die Teilnehmer Ihrer Meinung nach geschafft, abzuliefern?

Wir Älteren sind die Einzigen, die abliefern. In "Promis unter Palmen" sieht man die Schieflage unserer Gesellschaft wunderbar: Wo wäre das Format ohne die sogenannten "Alten"? Es würde implodieren, zu einem Nichts in sich zusammenfallen. Die Jungen bringen nichts in Gang, geben keine Impulse, halten mit ihrer Meinung hinterm Berg, tragen das Herz nicht auf der Zunge, sind nicht konfliktfähig, halten das für einen Urlaub.

Was zeichnet die ältere Generation denn aus?

Ohne uns würde in diesem Land generell nichts laufen. Es ist die Generation, die Zeit hat, die das volle Portemonnaie hat, die die Wahlen bestimmt. Es ist die Generation, die die groben Baustellen des Lebens – Berufswahl, Kindererziehung, unglückliche Ehen, Partnerwahl – bewältigt hat. Souveränität, Wissen und Erfahrung zeichnen diese Generation aus. Nie waren Frauen in der Mitte des Lebens attraktiver als heute. Darüber habe ich ein Buch geschrieben, das am 1. April rauskommt: "Der Lack bleibt dran".

Es wird oft gesagt, Sie hätten etwas gegen jüngere Menschen im Fernsehen ...

Diese Interpretation strotzt vor Dummheit. Denn die drei jungen Mädels in dem Format sind keine Repräsentanten unserer Gesellschaft. Sie stehen nicht für Millionen Jugendlicher, die mit Bildung, Studium, Fleiß und guter Kinderstube punkten. Ich kam mir vor wie im Integrationskindergarten für sozial Schwache. Ich liebe junge Leute, allein schon durch meinen Sohn. Ich habe unendlich viele blutjunge Fans. Aber die, die bei "Promis unter Palmen" mitmachen, gehen weder ins Theater, noch sind sie kulturell auf Zack. Vor allem haben sie massive Humordefizite. Das Problem ist: Ironie ist nichts für Dumme! Klar, dass die Spack an mir scheitert.

Was war denn ihr persönlicher Anreiz, bei der Show teilzunehmen?

In Realityshows zu gehen ist mein Hobby, mein Steckenpferd, wie für andere Tennis spielen oder Abenteuerreisen unternehmen. Es macht mir Spaß. Ich steh aber auch gern auf Theaterbühnen. Trash ist bei mir nur eine von vielen Facetten. Ich muss da funktionieren, wo ich eingesetzt werde. Hier haben Sie "La Nick" gebucht und genau das bekommen Sie.

Als "La Nick" geraten Sie öfter mit den anderen Teilnehmern aneinander, so wirkt es zumindest.

Die angenehmen Gespräche werden doch rausgeschnitten. Ich habe lange mit Janine über ihr gebrochenes Herz gesprochen. Dafür wurde ich dann an die Wand gestellt von ihrer Truppe. Ich hatte auch mit Carina keinen Konflikt. Weder habe ich sie beleidigt, noch haben wir gezankt und dann nominiert sie mich. Die Teilnehmer haben weder Klasse und Stil noch Anstand.

Warum hat Carina Sie dann nominiert?

Die Pink, die Spack und auch die Eva sind Marionetten vom Yotta. Er hat sich da seinen Weiber-Harem gesichert. Das sind doch unerfahrene junge Mädchen. Yotta hat sie gegen mich aufgehetzt. Ein klarer Gedanke hätte dem Mädchen doch sagen müssen: Sie ist lustig und unterhält hier und ich habe mit ihr kein Problem, also warum sollte ich sie nominieren? Zu diesem fairen Gedanken sind die doch charakterlich nicht fähig. Und wenn der Plan nicht aufgeht, dann hat sie sich selber ihre Gegnerin gebastelt. Weil Yotta es ihr letztendlich gesagt hat. Sowas ist strunzdumm.

Sie sehen toll aus, sind erfolgreich … Spielt da Neid und Missgunst mit rein? 

Oh ja. Die Deutschen sind weltberühmt für ihre Neidkultur. Ich möchte die jungen Teilnehmerinnen aus "Promis unter Palmen" mit ihren stämmigen Beinen und Schwabbeloberschenkeln in meinem Alter sehen. Die Spack hat ja heute schon mehr Cellulite am Hintern als ich. Aber es hat nicht eine von denen mal gesagt: Désirée, du siehst aber Bombe aus. Die Figur, das Styling, die Klasse, die Eleganz. Das bringt doch keine über die Lippen. Stattdessen trampeln sie durchs Bild wie eine Bäuerin von der Alm. Ich finde es besser, 63 zu sein und auszusehen wie ich, als 23 zu sein und auszusehen wie eine Kackbratze. Da erntet man kein Kompliment. Das finde ich erbärmlich und schade. Denn Millionen von Zuschauern sehen ganz genau, was abgeht.

Verstehen Sie sich denn mit Matthias Mangiapane oder wirkt das nur so?

Er fällt bei mir unter LGBTQ-Toleranz. Seine Zähne sind nicht nur zu weiß, sie sind auch eine Nummer zu groß und die Haut sieht aus wie mit Schuhcreme eingewichst. Das ist total 80er Jahre, aber er findet sich cool. Mit ihm teile ich den bösen Humor, das verbindet. Aber er würde jedem in den Rücken fallen. Das trifft auch auf Yotta, Obert und Schill zu.

Mit Ronald Schill haben Sie ja sehr offensiv geflirtet. Gefällt er Ihnen?

Für eine solche Show ist er der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Weil er ziemlich schrecklich ist. Aber meine Komplimente dem vorhandenen Männermaterial gegenüber waren eine oscarreife Schauspielleistung. Ich finde weder den Tobi attraktiv noch den Schill und schon gar nicht den Yotta. Der Typ besteht doch nur aus Defiziten und Komplexen. Er ist und bleibt ein Gorilla. Die Show ist wie auf einer Party. Man redet mit jedem fünf Minuten und verteilt auch an die sozial Schwachen Komplimente – das nennt sich Diplomatie.

Wünschen Sie sich denn die große Liebe an Ihrer Seite?

Wer soll denn da kommen, bei dem, was ich im Gepäck habe. Ich bin Single und überglücklich. Schauen Sie sich doch andere Beziehungen an. Woher kommt der Gedanke, eine Frau bräuchte einen Partner?

Mein Glück ist, dass ich keinen habe. Dass ich darauf nicht angewiesen bin. Und dann werden die Beziehungen noch in den Medien verkauft. Und wenn ich einen hätte, würden die Medien davon überhaupt nichts erfahren.

Verwendete Quellen:
  • Gespräch mit Désirée Nick
  • Eigene Recherche

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