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Klaas nach Grapsch-Kritik: "Da schämt man sich für sich selber"

Sexismus-Ausstellung  

Klaas nach Grapsch-Kritik: "Da schämt man sich"

22.05.2020, 18:16 Uhr | sow, t-online.de

Klaas nach Grapsch-Kritik: "Da schämt man sich für sich selber". Klaas Heufer-Umlauf: Der Moderator schämt sich für bestimmte Fernsehmomente aus der Vergangenheit. (Quelle: imago images / Sven Simon)

Klaas Heufer-Umlauf: Der Moderator schämt sich für bestimmte Fernsehmomente aus der Vergangenheit. (Quelle: imago images / Sven Simon)

Klaas Heufer-Umlauf nimmt nach der "Männerwelten"-Ausstellung erstmals Stellung zu einem alten "neoParadise"-Einspieler, der wegen eines Grapschers erneut für Kritik gesorgt hatte.

Als Joko und Klaas vergangene Woche das Duell gegen ihren Sender ProSieben gewinnen konnten und anschließend zur Primetime die Sexismus-Ausstellung "Männerwelten" präsentierten, war die Euphorie riesig. Die Moderatoren wurden dafür gefeiert, die so reichweitenstarke Sendezeit für solch ein relevantes Thema genutzt zu haben.


Doch so groß die Freude über die TV-Aktion war, so schnell wurde sie von einigen kritischen Stimmen auch wieder getrübt. Kurz nach der ersten Euphoriewelle wurden Vorwürfe laut, ausgerechnet Joko und Klaas sollten sich bei dem Thema Sexismus in Zurückhaltung üben. Schließlich hatten sie im Jahr 2012 für einen Eklat gesorgt, als sie im Rahmen ihrer damaligen ZDFneo-Sendung "neoParadise" eine Frau begrabschten.

Sexismusvorwurf aus dem Jahr 2012 wird zum Bumerang

In einem Einspieler fasste Joko Winterscheidt seinerzeit einer Messehostess an Busen und Po. Sein Partner Klaas Heufer-Umlauf hatte ihn in einer Wette dazu aufgefordert. Der Aufschrei im Nachhinein war enorm, weswegen sich das Moderatorenduo als auch der Sender mehrfach entschuldigten. Das ZDF gab damals außerdem bekannt, dass es im Schnitt zu einer Dramatisierung kam – Joko hätte die Frau in Wirklichkeit gar nicht berührt. 

Dass dieser Vorfall in ihrer "Männerwelten"-Ausstellung nicht thematisiert wurde, nahmen Kritiker zum Anlass, Joko und Klaas Doppelmoral vorzuwerfen. In der neuen Podcast-Ausgabe von "Baywatch Berlin" nimmt Klaas zu diesen Vorwürfen Stellung und betont, dass in "Männerwelten" ausschließlich Betroffene von sexuellem Missbrauch zu Wort kommen sollten. Er und Joko wären daher "die Letzten, die da was zu melden haben."

Das sagt Klaas jetzt über die Aktion

Die Schilderungen von Frauen, moderiert von Kolleginnen wie Sophie Passmann, Katrin Bauerfeind, Palina Rojinski oder Collien Ulmen-Fernandes, hätten ihn aufgerüttelt und dafür sensibilisiert, noch kritischer über das Verhalten von Männern nachzudenken. Er wisse, dass er "selber schon mal blöde Witze gemacht" habe – Witze, die er nun als "dämlich" und "verletzend" betrachtet.

"Da schämt man sich für sich selber", sagt er über Aktionen, die er und Joko in der Vergangenheit als Unterhaltung verbuchten. Gerade deshalb sei es den Moderatoren wichtig gewesen, dieses Thema in "Joko & Klaas live" in die Primetime zu hieven: "Ich hab's lieber, man redet da drüber, als würde man so tun, als wäre man von Anfang an auf dem richtigen Dampfer unterwegs gewesen", urteilt Klaas.

Mit Kritik hätten die Beiden ohnehin gerechnet. "Uns war klar: Da wird geguckt, wie Joko und Klaas die letzten 15 Jahre im Fernsehen verbracht haben. Es war nur eine Frage der Zeit, bis man Dinge findet, die hochpeinlich und falsch waren." Das Duo ließ es darauf ankommen – und stellt sich nun der Kritik. 

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