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Milka Loff Fernandes über Rassismus in TV-Branche

"Nicht angemessen repräsentiert"  

Milka Loff Fernandes beklagt Rassismus in der TV-Branche

04.07.2020, 09:42 Uhr | mbo, t-online.de

Milka Loff Fernandes über Rassismus in TV-Branche. Milka Loff Fernandes: Die Moderatorin spricht über ihre Rassismuserfahrungen. (Quelle: imago images / Future Image)

Milka Loff Fernandes: Die Moderatorin spricht über ihre Rassismuserfahrungen. (Quelle: imago images / Future Image)

Nicht zuletzt durch ihre Zeit beim früheren Musiksender VIVA dürfte Milka Loff Fernandes der breiten Masse bekannt sein. Nun spricht die Moderatorin offen über persönliche Erfahrungen mit Rassismus, die leider keine Seltenheit sind.

Von 1999 bis 2004 moderierte Milka Loff Fernandes verschiedene Sendungen bei VIVA, zuletzt trat sie unter anderem in mehreren Staffeln der Nacktdating-Show "Naked Attraction" bei RTLzwei in Erscheinung und hat seit neuestem einen eigenen Podcast. Die Eltern der heute 40-Jährigen kommen aus Kap Verde, Loff Fernandes selbst wurde in Hamburg geboren und ist dort aufgewachsen. Von klein auf wird sie mit Rassismus konfrontiert – auf der Straße, aber auch in der TV-Branche.

"Auch wenn ich heute im Vergleich zu 1988 sehr viel mehr 'Farbe' auf deutschen Straßen sehe, sehe ich sie immer noch nicht angemessen repräsentiert im deutschen Fernsehen", erzählt Milka Loff Fernandes im Gespräch mit "Bild" und fügt hinzu: "Was eigentlich kein Wunder ist, wenn ich bedenke, wie vor einigen Jahren ein Programmchef über mich sagte, ich sei zu schwarz fürs deutsche Fernsehen – in meinem Beisein." Namen nennt die Mutter von zwei Kindern nicht.

Sie berichtet aber von einer weiteren Erfahrung, die sie erst vor Kurzem machen musste. Sie habe ein Interview zum Thema #BlackLivesMatter gegeben und sei gefragt worden, "ob Milka mein echter Name sei. Das klingt so trivial. Ist aber dennoch so bezeichnend dafür, dass Rassismus etwas ist, was sehr subtil wirkt."

"Gewaltsame, rassistische Übergriffe"

Loff Fernandes habe sich laut eigenen Aussagen schon immer für ihre Existenz rechtfertigen müssen. Sie stellt klar, was jeder weiß: "Weder meinen Namen noch meinen Geburtsort habe ich mir selbst ausgesucht." In dem "Bild"-Interview berichtet die Moderatorin auch, dass sie schon als Kind "gewaltsame, rassistische Übergriffe erlebt" habe. 

Heute lebt Loff Fernandes gemeinsam mit Ehemann Robert Irschara sowie den 2012 und 2016 geborenen Töchtern in Amsterdam. Sie pendelt zwischen der niederländischen Hauptstadt und Köln. 2004 hatte sich die Moderatorin plötzlich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen: Bei ihr war Epilepsie diagnostiziert worden. Es folgten kleinere Jobs im TV und 2017 eben "Naked Attraction". Sie hat zudem mit CABO eine eigene Modemarke und seit Mitte März den Podcast "Liebe, Sex und Co.", in dem sie mit Sexual- und Paartherapeut Carsten Müller über zwischenmenschliche Beziehungen in Corona-Zeiten spricht.

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