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Alan Parker verstorben: Regielegende finanzierte ersten Film mit Haus-Hypothek

"Fame", "Mississippi Burning" und "Evita"  

Regielegende Alan Parker ist im Alter von 76 Jahren gestorben

01.08.2020, 14:44 Uhr | rix, t-online.de, dpa

Alan Parker verstorben: Regielegende finanzierte ersten Film mit Haus-Hypothek. Alan Parker: Der Drehbuchautor wurde 76 Jahre alt. (Quelle: Oleg Nikishin/Getty Images)

Alan Parker: Der Drehbuchautor wurde 76 Jahre alt. (Quelle: Oleg Nikishin/Getty Images)

Zu seinen Meisterwerken gehören so unterschiedliche Klassiker wie "Fame", "Mississippi Burning" und "Evita". Alan Parkers Filme wurden vielfach ausgezeichnet. Jetzt ist der Regisseur im Alter von 76 Jahren gestorben.

Trauer um Alan Parker: Der britische Regisseur ist tot. Er sei nach langer Krankheit mit 76 Jahren gestorben, zitierte die Nachrichtenagentur PA am Freitag eine Sprecherin aus dessen Umfeld.

Quereinsteiger in Hollywood

Seinen ersten Kinofilm finanzierte Alan Parker, indem er eine Hypothek auf sein Haus aufnahm – heraus kam Mitte der Siebzigerjahre das Filmmusical "Bugsy Malone" mit Kindern als Darstellern, darunter Jodie Foster. Das Drehbuch der Gangsterparodie basierte auf den Geschichten, die er seinen vier Kindern auf langen Autofahrten erzählte. Für den damals 32-Jährigen war es die Möglichkeit, um als Quereinsteiger in Hollywood zu landen. 

Als nächstes machte er etwas völlig anderes: das Gefängnis-Drama "Midnight Express" nach einer wahren Geschichte. Auch Film und Regie wurden für Oscars nominiert; doch nur Oliver Stone gewann einen für die Drehbuchadaption und Giorgio Moroder einen für die Filmmusik. Es folgten so unterschiedliche Werke wie "Birdy" mit Matthew Modine und Nicolas Cage über die Folgen des Vietnamkriegs, "Pink Floyd – The Wall", "Evita" und "Die Asche meiner Mutter".

Mit "Fame" feierte Alan Parker 1980 weltweit Erfolge. (Quelle: United Artists/Archive Photos/Getty Images)United Artists/Archive Photos/Getty Images) (Quelle: United Artists/Archive Photos/Getty Images)

Und natürlich "Fame", ein Film über das harte Auswahlverfahren und Studium an einer New Yorker Akademie für darstellende Künste. "Fame" sei ein ironischer Titel. Diese Leute seien verzweifelt auf der Suche nach Berühmtheit und Erfolg, sagte Parker später dem "Independent". "Es geht darum, wie man durch die Jagd nach diesem Erfolg Schaden nehmen kann." Besonders gern erinnerte er sich an "The Commitments" über einen jungen Musiker, der mit Freunden aus der Arbeiterklasse in Dublin eine Soul-Band gründet. "Wenn Sie Musik filmen, gibt das allen Auftrieb", sagte ermal dem "Guardian". Seinen letzten Streifen drehte Alan Parker 2003: "Das Leben des David Gale".

19 Baftas, 10 Oscars, 10 Golden Globes

Seine Filme waren vielfach ausgezeichnet worden: Sie bekamen insgesamt 19 Baftas, 10 Golden Globes und 10 Oscars. Für seine Leistungen in der Filmbranche wurde er 2002 auch zum Ritter geschlagen.

Jetzt, 18 Jahre später, ist Alan Parker tot. Der Sprecherin zufolge, die die Familie vertrat, starb er am Freitagmorgen. Er hinterlässt fünf Kinder und seine Frau Lisa. Zuvor war er über 25 Jahre mit Annie Inglis verheiratet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, PA

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