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Dieter Nuhr lehnt Versöhnungsangebot der DFG ab

Enttäuscht von Entschuldigung  

Dieter Nuhr lehnt Versöhnungsangebot der DFG ab

04.08.2020, 21:57 Uhr | mbo, t-online

Dieter Nuhr lehnt Versöhnungsangebot der DFG ab. Dieter Nuhr: Der Kabarettist hat ein Versöhnungsangebot von der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten.  (Quelle: imago images / Stefan Schmidbauer)

Dieter Nuhr: Der Kabarettist hat ein Versöhnungsangebot von der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten. (Quelle: imago images / Stefan Schmidbauer)

Für die Zusammenarbeit mit Dieter Nuhr musste die Deutsche Forschungsgemeinschaft heftige Kritik im Netz einstecken und löschte daraufhin den Beitrag des Kabarettisten. Mit der nun veröffentlichten Entschuldigung ist der 59-Jährige nicht zufrieden. 

Dieter Nuhr hatte zum 100. Geburtstag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Statement eingesprochen. Dieses wurde über Social Media verbreitet. Nach heftiger Kritik von Userinnen und Usern nahm man den Beitrag des Kabarettisten wieder offline. Was bei Nuhr für Empörung sorgte. Nun gibt es eine ausführliche Stellungnahme der DFG zu der Entscheidung und darauf wiederum eine neue Reaktion des Komikers. 

"Nicht in der Lage, kurzfristig eine klare Einschätzung vorzunehmen"

In einem auf der Homepage veröffentlichten Statement heißt es, dass Dieter Nuhr – wie auch andere ausgewählte Persönlichkeiten – direkt von der DFG eingeladen wurden, sich an der Online-Aktion #FürDasWissen zu beteiligen. Nach der Veröffentlichung auf Twitter wurde "die Entscheidung, Herrn Nuhr als Botschafter der Jubiläumskampagne einzusetzen und sein Statement zu veröffentlichen" über die Kommentare kritisiert, zudem hätten auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft Kritik geübt. "Zu ihrem Bedauern sah sich die DFG nicht in der Lage, kurzfristig und während einer zum Teil aggressiven Twitter-Diskussion eine klare Einschätzung zu den Kommentaren vorzunehmen." Deshalb wurde der Beitrag unter anderem auf YouTube entfernt. 

Die DFG entschuldigt sich nun dafür, dies nicht weiter erläutert und Dieter Nuhr nicht darüber informiert zu haben. "Auch möchte die DFG betonen, dass sie mit der Entfernung des Beitrags keineswegs Herrn Nuhrs persönliche Einstellung zur Wissenschaft bewerten wollte." Auf Twitter sei der Beitrag noch immer vorhanden. Weiter geht die DFG auf Nuhr zu: "Die DFG bietet Herrn Nuhr aber sehr gerne eine im Lichte der aktuellen Debatte kommentierte Wieder-Online-Stellung seines Statements an, nicht zuletzt auch, um die Diskussion offenzuhalten." 

"Mit einer Warnung versehen wie eine Zigarettenpackung"

Nuhr erklärte dazu gegenüber "Welt": "Ich habe der DFG untersagt, mein Statement 'kommentiert' online zu stellen. Was soll das denn? Alle anderen sagen frei ihre Meinung und meine wird mit einer Warnung versehen wie eine Zigarettenpackung." Er sei enttäuscht über die Vorgehensweise der DFG und nehme die Entschuldigung nicht an. Man entschuldige sich ja nicht für die Löschung, sondern nur dafür, ihn nicht darüber informiert zu haben. 

Warum steht Zusammenarbeit mit Nuhr überhaupt in der Kritik?

Kritisiert worden war zuvor im Übrigen nicht das Statement von Nuhr zu der Aktion, sondern seine Haltung. Er hatte unter anderem vor einigen Monaten mit Aussagen zu Greta Thunberg und der Klimabewegung Fridays for Future für Aufsehen gesorgt, indem er die junge schwedische Aktivistin und die Organisation als Bedrohung der Freiheit darstellte. Aus diesem Grund waren viele Userinnen und User der Meinung, er sei nicht die richtige Person, um Werbung für die Deutsche Forschungsgemeinschaft zu machen. Genauso wenig wie aufgrund seiner Einstellung zu den Maßnahmen in Bezug auf die Coronavirus-Pandemie.

Nuhr hatte die Entscheidung der DFG, seinen Beitrag zu löschen, nicht nachvollziehen können und sich auf Facebook empört geäußert. Er halte es für "alarmierend", dass sein Statement gelöscht wurde. "Egal, was ich sage, sobald es im Netz öffentlich wird, gibt es organisierten Hass", meinte Nuhr. "Das ist offensichtlich eine im Netzwerk organisierte Kampagne, die mich als an der Meinungsbildung Beteiligten diskreditieren soll", schrieb er unter anderem.

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