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"SOKO 5113"-Schauspielerin Ingrid Fröhlich ist tot

Erste westdeutsche TV-Ermittlerin  

"SOKO 5113"-Schauspielerin Ingrid Fröhlich ist tot

31.07.2021, 16:33 Uhr | Seb, dpa, t-online

"SOKO 5113"-Schauspielerin Ingrid Fröhlich ist tot. Ingrid Fröhlich: Deutschlands erste TV-Kommissarin starb am 30.07.2021. (Quelle: Ursula Düren/dpa)

Ingrid Fröhlich: Deutschlands erste TV-Kommissarin starb am 30.07.2021. (Quelle: Ursula Düren/dpa)

Sie war die erste Kommissarin im westdeutschen Fernsehen: Ingrid Fröhlich. Nun ist die "SOKO 5113"-Ermittlerin verstorben. Der TV-Star wurde 81 Jahre alt.

Sie war die erste TV-Kommissarin in West-Deutschland: Die Schauspielerin Ingrid Fröhlich ist tot. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus Familienkreisen erfuhr, starb sie am Freitag. Fröhlich wurde 81 Jahre alt. Sie hatte ihre ersten Rollen beim Volkstheater in Wien und war in den 1970er Jahren in mehreren Fernsehproduktionen zu sehen, darunter die beliebte ZDF-Reihe "Drei sind einer zuviel".

Sie schrieb TV-Geschichte

Am 2. Januar 1978 schrieb sie dann ein Stück westdeutscher Fernsehgeschichte, als sie in der ZDF-Serie "SOKO 5113" in der Rolle der Renate Burger auftrat. Sie war damit die erste TV-Ermittlerin im westdeutschen Fernsehen, noch einige Wochen vor dem ersten Auftritt von Nicole Heesters als "Tatort"-Kommissarin. Das Fernsehen der DDR hatte mit Sigrid Göhler als Leutnant Vera Arndt bereits ab 1971 eine Ermittlerin Fälle lösen lassen.

Sie habe damals gar nicht darüber nachgedacht, dass sie eine Pionierin war, erinnerte sich Fröhlich im vergangenen Jahr in einem dpa-Interview. Obwohl auf den Straßen zu der Zeit fast nur Männer ermittelt hätten, seien ihr am Set keine Vorurteile begegnet. "Der Drehbuchautor dachte sich damals wohl einfach, dass es mal Zeit für eine Frau ist", so Fröhlich, die in Wolfratshausen bei München lebte.

"Wie ich an die Rolle gekommen bin, weiß ich heute gar nicht mehr", sagte sie einmal der dpa. "Erst habe ich eine Rolle bekommen und durch viele kleine glückliche Zufälle dann wieder eine, und so ging das dann immer weiter." Ihre Schauspielkarriere hatte eigentlich im Kreißsaal begonnen, denn Fröhlich war gelernte Hebamme. Ihr Chef habe sie immer wieder dazu ermutigt, sich als Darstellerin zu versuchen: "Der Arzt meinte, dass ich ein Schauspielerinnen-Gesicht hätte."

Ihre bekannteste Rolle als TV-Polizistin auszubauen, blieb Ingrid Fröhlich 1978 trotz ihrer Vorreiter-Rolle verwehrt. Die Schauspielerin zog Konsequenzen - und verließ die "SOKO 5113" nach 19 Folgen. Nur für einen Gastauftritt zum 40-jährigen Bestehen der Serie kam sie 2018 zurück - als Hauptverdächtige.

Nach ihrer TV-Karriere verlegte sich Fröhlich auf eine sehr ausgefallene Branche. Sie und ihr Sohn stellten sehr erfolgreich Globen her. Die Firma verkaufte seither Millionen von Weltkugeln in mehr als 40 Länder.

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