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"Ihre Geschichte wurde nicht zu Ende erzÀhlt"

Von Benedikt Amara

Aktualisiert am 29.05.2022Lesedauer: 4 Min.
Romy Schneider: Die Schauspielerin starb vor 40 Jahren.
Romy Schneider: Die Schauspielerin starb vor 40 Jahren. (Quelle: IMAGO / United Archives)
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Am 29. Mai 1982 starb Romy Schneider im Alter von nur 43 Jahren, vermutlich an einer Überdosis Tabletten. Bis heute ist die Todesursache nicht gĂ€nzlich geklĂ€rt. Fest steht: Die Schauspielerin wurde zum Mythos.

"Romy, femme libre" – so heißt der Dokumentarfilm, der zum 40. Todestag von Romy Schneider auf dem diesjĂ€hrigen Filmfestival in Cannes gezeigt wurde. Noch immer ist das Interesse an dieser scheinbar so tragischen Heldin ungebrochen und wird mit Dokus oder neu erscheinenden FotobĂ€nden kurzzeitig gestillt.


Die schönsten Fotos von Romy Schneider

Jugendliche Leichtigkeit: Romy Schneider wurde als deutsche Shirley Temple gefeiert und bezauberte mit ihrer mĂ€dchenhaften Art und ihrem schĂŒchternen LĂ€cheln.
Lebensfreude: Romy Schneider begeisterte die Menschen mit ihrer offenen Art.
+10

"Die auch heute noch bestehende außergewöhnliche PrĂ€senz ihrer Schönheit und ihrer Schauspielkunst, die sie als Deutschsprachige von Frankreich aus eine Weltkarriere starten ließ und die sich in ihren Filmen und Tausenden von Fotos immer wieder neu manifestiert, ist sehr besonders. Auch vierzig Jahre nach ihrem Tod ist sie vielen Menschen so nah wie in den Sechziger-, Siebziger- oder Achtzigerjahren", rekapituliert Rainer Rother, kĂŒnstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek und Leiter der Retrospektive der Berlinale im GesprĂ€ch mit t-online.

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Ein Leben voller Widerspruch und Zerrissenheit

Nah, aber doch so fern. Denn wirklich greifen ließ sich diese geheimnisvolle Romy Schneider nie. Mal war sie die lebhafte, selbstbewusste und laszive, mal die zurĂŒckhaltende, unsichere und schĂŒchterne Romy. Ihr Leben war voller WidersprĂŒche, voller Zerrissenheit – zwischen Liebe und Beruf, zwischen dem Verlangen nach PrivatsphĂ€re und Ruhm, zwischen ihrer Heimat Deutschland und ihrer Wahlheimat Frankreich. Romy Schneider blieb sich selbst und den anderen ein RĂ€tsel, bis ĂŒber ihren Tod hinaus. Denn die genauen UmstĂ€nde sind bis heute ungeklĂ€rt.

1975: Romy Schneider in einer Szene des Films "L'important c'est d'aimer" (deutscher Titel: Nachtblende).
1975: Romy Schneider in einer Szene des Films "L'important c'est d'aimer" (deutscher Titel: Nachtblende). (Quelle: IMAGO / Granata Images)

War es wirklich ein Unfall? Oder doch Selbstmord? Eine Obduktion gab es nie. Und so manifestierte dieser mysteriöse und vor allem so frĂŒhe Tod ihre Legendenbildung. "Der sogenannte 'Mythos' um Romy Schneider hat sicher sehr viel damit zu tun, dass sie so frĂŒh starb. In solchen FĂ€llen bleibt eine Geschichte ĂŒbrig, die nicht zu Ende erzĂ€hlt werden kann. Das eröffnet Raum zur Spekulation und zur Interpretation", weiß GĂŒnter Krenn, der fĂŒr sein Buch "Romy Schneider: Die Biographie" mit vielen WeggefĂ€hrten wie Schauspieler Karlheinz Böhm oder Regisseur Volker Schlöndorff gesprochen hat. "Dazu kommt ein, vor allem in den letzten Lebensjahren tragisches Schicksal, das Menschen bewegt und ein kĂŒnstlerisches Werk von etwa 60 Filmen, von denen etliche ungebrochen populĂ€r sind", so Krenn im GesprĂ€ch mit t-online.

"Im Film kann ich alles, im Leben nichts"

Ein "tragisches Schicksal", das mit Romy Schneiders Tod vor 40 Jahren seinen Tiefpunkt erreichte. Ihr damaliger LebensgefĂ€hrte Laurent PĂ©tin fand die Schauspielerin leblos am Schreibtisch, ihr Herz hatte aufgehört zu schlagen. Wegen zu vieler Pillen – und laut kitschiger BoulevardblĂ€tter wegen zu viel Schmerz und zu viel UnglĂŒck. Das Schicksal meinte es tatsĂ€chlich nicht gut mit Romy Schneider. Ihr sehnlichster Wunsch, eine glĂŒckliche Ehefrau und eine liebevolle Mutter zu sein, blieb ihr verwehrt: Zwei Ehen scheiterten, durch einen Unfalltod verlor sie ihren 14-jĂ€hrigen Sohn David. "Im Film kann ich alles, im Leben nichts", sagte Romy Schneider einmal ĂŒber sich selbst.

Karlheinz Böhm und Romy Schneider als Kaiser Franz und Sissi: Die beiden spielten in drei "Sissi"-Filmen Seite an Seite.
Karlheinz Böhm und Romy Schneider als Kaiser Franz und Sissi: Die beiden spielten in drei "Sissi"-Filmen Seite an Seite. (Quelle: IMAGO / United Archives)

Auch die wohl lĂ€ngste Beziehung in ihrem Leben – die zum Film – war zumindest in Deutschland tragisch: Zeitlebens konnte sich Romy Schneider hierzulande nicht wirklich von ihrem Image als niedliche Kaiserin emanzipieren. "Einerseits war es Romy Schneider stets bewusst, wie viel Erfolg sie Ernst Marischka und der 'Sissi'-Trilogie verdankte. Andererseits hat sie zeitlebens darunter gelitten, dass sie von Teilen der deutschsprachigen Presse und des hiesigen Publikums nur auf diese Rolle reduziert wurde und man ihr dadurch jegliche kĂŒnstlerische Entwicklung quasi untersagte", so GĂŒnter Krenn.

1969: Romy Schneider und Alain Delon spielen im Kinoerfolg "La Piscine" (deutscher Titel: Der Swimmingpool) ein Paar.
1969: Romy Schneider und Alain Delon spielen im Kinoerfolg "La Piscine" (deutscher Titel: Der Swimmingpool) ein Paar. (Quelle: IMAGO / Picturelux)

Dabei war Romy Schneider so viel mehr: nicht nur die junge Kaiserin, sondern auch die kokettierende Schönheit in "Der Swimmingpool" oder die leidende SpaziergĂ€ngerin von Sans-Souci im gleichnamigen Film. "Zum Weltstar wurde sie fĂŒr mich durch ihre Filme mit Claude Sautet an der Seite von Schauspielern wie Michel Piccoli oder Yves Montand. In 'CĂ©sar et Rosalie' spielt sie eine Frau zwischen zwei MĂ€nnern. Sie entscheidet sich schließlich gegen den Ă€lteren CĂ©sar und fĂŒr ihre Jugendliebe. Romy Schneider als Rosalie begibt sich in diesem Film so direkt und bedingungslos in ihre Rolle einer Frau aus der französischen Mittelschicht, dass man, unterstĂŒtzt durch die von Sautet hĂ€ufig 'auf der Straße' gedrehten Einstellungen, ihr in ihren Konflikten und ihrer leuchtenden Schönheit besonders nah ist", resĂŒmiert Rainer Rother von der Deutschen Kinemathek.

Dennoch hing ihr in Deutschland das Bild der Sissi wie "Grießbrei" an, wie Romy Schneider selbst einmal sagte. Ihr Biograf GĂŒnter Krenn ist sich allerdings sicher: "WĂ€re es ihr vergönnt gewesen, lĂ€nger zu leben, hĂ€tte sie es wie Karlheinz Böhm, der doppelt so alt wurde, auch eines Tages geschafft, diesen Teil ihrer Vergangenheit zu relativieren, sich damit auszusöhnen." So wurde Romy Schneider in Deutschland erst nach ihrem Tod das, was sie in Frankreich schon zu Lebzeiten war: eine unsterbliche Göttin.

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