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Edgar Selge schießt auf Schauspielkollegen

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Dramatischer Drehunfall: Edgar Selge schießt auf Schauspielkollegen

23.08.2012, 12:37 Uhr | Nibo/dpa, dpa, t-online.de

Edgar Selge schießt auf Schauspielkollegen. Edgar Selge (Quelle: imago)

Edgar Selge (Quelle: imago)

Schockmoment bei den Dreharbeiten zum ZDF-Krimi "Hattinger - der Chiemsee-Krimi": Wie die Münchener Zeitung "tz" berichtet, schoss Schauspieler Edgar Selge in einer Szene offenbar versehentlich auf seinen Kollegen Max Schmidt und verletzte ihn dabei ernsthaft am Bein. Die beiden Darsteller hatten angenommen, dass die bereitliegende Gaspistole - wie üblich bei solchen Aufnahmen - nicht geladen war. Ein fataler Irrtum!

Im Laufe seiner Filmkarriere hat Edgar Selge - bekannt geworden durch die Rolle des Kommissars Jürgen Tauber im "Polizeiruf 110" - sicher schon dutzende Male mit einer Waffe auf einen Gangster gezielt und hin und wieder auch abgedrückt. Für seinen aktuellen Dreh "Hattinger - ein Chiemsee-Krimi", inszeniert von Hans Steinbichler, gedreht rund um die Region Chiemsee, bringt Selge also das nötige Rüstzeug mit.

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Im Film geht es um einen Serientäter auf der Flucht. Am letzten Dienstag stand eine Szene auf dem Drehplan, in der Selge seinem Kollegen Max Schmidt eine (ungeladene) Pistole an den Unterschenkel halten und abdrücken muss. Soweit der Plan.

Gaspistole enthielt Platzpatrone

Plötzlich löste sich während des Drehs offenbar ein echter Schuss, denn die benutzte Gaspistole war wider Erwarten mit einer Platzpatrone geladen. ZDF-Sprecher Peter Gruhne bestätigte laut "tz": "Aus einer Pistole löste sich bei einer Szene versehentlich ein Schuss. Da dieser aus unmittelbarer Nähe abgegeben wurde, kam es zu einer Verletzung, obwohl die Waffe nicht mit scharfer Munition, sondern mit Platzpatronen geladen war." Max Schmidt wurde mit einer Fleischwunde in ein Münchener Krankenhaus gefahren, konnte dieses am Mittwoch jedoch bereits wieder verlassen.

Edgar Selge zeigte sich bestürzt: "Nach der ausführlichen Besprechung mussten wir davon ausgehen, dass die Schreckschuss-Pistole im Augenblick des Schusses auf Max Schmidt nicht geladen war. Es tut mir unendlich leid für Max Schmidt", ließ er über seine Agentur mitteilen. Laut Medienportal "rosenheim24.de" sagte Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern, es habe offenbar niemand am Set vor dem Dreh die Gaspistole kontrolliert. "Es steht fest, dass keine Absicht im Spiel war." Dennoch würde die Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den 64-jährigen Selge ermitteln. Vermutlich nur pro forma.

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