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Kritik zu "Tanzmariechen": Kölner Karnevals-"Tatort" lässt Ideen verpuffen

Lahmes "Tanzmariechen"  

Kölner Karnevals-"Tatort" lässt gute Ideen verpuffen

20.02.2017, 08:42 Uhr | Nina Bogert-Duin, t-online.de

Kritik zu "Tanzmariechen": Kölner Karnevals-"Tatort" lässt Ideen verpuffen. Das Grauen hinter den Kulissen des Kölner Karnevals erleben Ballauf und Schenk im "Tatort: Tanzmariechen". (Quelle: WDR/Thomas Kost)

Das Grauen hinter den Kulissen des Kölner Karnevals erleben Ballauf und Schenk im "Tatort: Tanzmariechen". (Quelle: WDR/Thomas Kost)

Dass Kölner Karneval nicht nur fröhliches "Alaaf" und ein süßes "Bützche" ist, bewies der "Tatort" am Sonntag. Und obwohl man sich bemühte, mit Mord und Missgunst in einem Karnevalsverein dem Zuschauer mal wieder eine gute "Whodunit"-Story zu präsentieren, kam "Tanzmariechen" über einen Durchschnittskrimi nicht hinaus.

Die Tanzlehrerin des Karnevalsvereins "De jecke Aape" wird ermordet. Die Veteranen der Kölner Kripo, Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) starten ihre Ermittlungen, nehmen Vereinspräsident Kowatsch (Herbert Knaup) unter die Lupe, verhören auch die zerstrittenen Tänzerinnen Saskia (Sinja Dieks) und Annika (Natalia Rudziewicz).

Obendrein haben sie es noch mit Familie Pösel zu tun, Karnevalsfanatikern, bei denen lange nicht klar ist, ob sie nicht selbst Schuld am überraschenden Selbstmord ihrer Tochter Evelyn sind, die ebenfalls eine hoffnungsvolle Anwärterin auf den Thron des Tanzmariechens in der Tanztruppe war.

Vielversprechender Plot wird hölzern umgesetzt

Klingt langatmig und überfrachtet? War es auch. Obwohl Regisseur Thomas Jauch und der routinierte Drehbuchautor Jürgen Werner den Plot ambitioniert angelegt haben und die Idee, hinter die Fassaden der ewig fröhlichen Karnevalsgesellschaften zu gucken und dort menschliche Abgründe zu entdecken, vielversprechend war, scheiterte es doch an der Umsetzung.

Schablonenhafte Umsetzung

Den Schauspielern wurden mehr oder weniger klischeehafte Dialoge in den Mund gelegt, die Handlung hielt keine Überraschungen bereit und ist in dieser Form der Krimiaufbereitung schon unzählige Male über die Mattscheibe geflimmert. Und der Soundtrack war natürlich dem Karneval geschuldet, blieb aber trotzdem merkwürdig stimmungslos.

Die Tatsache, den ungesund karnevalsbegeisterten Vater Pösel (Tristan Seith) in die schon übervolle Handlung einzuspannen, erschien seltsam deplatziert. Ein betriebsblindes Familienoberhaupt, das bei aller Liebe für Kostüme und Kamelle den Selbstmord seiner Tochter nicht realisiert, und stattdessen auch noch seinen schüchternen Sohn als Redner in die Bütt zwingen will, erscheint wenig glaubwürdig. Diesen Handlungsstrang hätte man sich sparen können.

Starker Fokus auf Assi Tobias tat gut

Positiv im Gedächtnis bleibt der stärkere Fokus auf Kripo-Assistent Tobias Reisser (Patrick Abozen), der im Präsidium unbefangen mit seinem Lebensgefährten knutscht und vor allem Freddy Schenk an seine Toleranzgrenzen bringt. Außerdem lieferte Tobias entscheidende Tipps, die zur Aufklärung des Falls beitrugen. So darf es in Zukunft ruhig bleiben.

Fazit: Die Idee, in den Rahmen der tollen Tage des Karnevals eine Tragödie zu implantieren und dabei aufzudecken, dass es hinter den fröhlichen Fassaden nicht ohne Druck und Macht funktioniert und das ganze Spektakel mit viel dreckigem Kommerz einhergeht, versprach eine gute Story. Leider geriet die Umsetzung zu hölzern und schablonenhaft, um wirklich spannende Fernsehunterhaltung zu liefern.

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