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"Sturm der Liebe" - Sepp Schauer: Alfons ist "ein bisschen zu uncool"

"Sturm der Liebe"  

Sepp Schauer: Alfons ist "ein bisschen zu uncool"

18.09.2018, 14:44 Uhr | dpa

Grünwald (dpa) - Sepp Schauer ist das Gesicht der ARD-Serie "Sturm der Liebe". Seit Tag eins steht der 69-Jährige als Alfons Sonnbichler an der Rezeption des Hotes "Fürstenhof", hat Liebespaare kommen und gehen sehen. Jetzt feiert die Serie ihre 3000. Folge, im Oktober startet die neue Staffel mit Paar Nummer 15. Zeit für einen Rückblick.

Frage: Alfons Sonnbichler ist jetzt seit 13 Jahren Ihr Alter Ego. Gibt es etwas, das Sie an ihm nervt?

Antwort: Nervt ist vielleicht zu viel gesagt, aber Alfons ist mir oft ein bisschen zu uncool. Gerade am Anfang war er ja wirklich stocksteif. Das ist zwar besser geworden, aber was sein Verhalten und die Kleidung angeht, könnte er für meinen Geschmack schon noch etwas lockerer sein.

Frage: Würden Sie als Alfons auch gerne nochmal das große Liebespaar in der Serie spielen? Oder ist der Zug abgefahren?

Antwort: Abgesehen davon, dass der Zug längst abgefahren ist, ist das für mich gar nicht erstrebenswert. Als ich noch jung war, habe ich meistens den Bösewicht gespielt und nie zum Liebespaar gehört. Da fange ich jetzt auch nicht mehr damit an. Außerdem sind die Sonnbichlers in der Serie die Felsen in der Brandung. Selbst wenn der Fürstenhof zusammenbricht und jeder was mit jedem hat - die Sonnbichlers sind stabil. Da wäre gar kein Platz für eine andere Frau oder einen anderen Mann.

Frage: Ihr Charakter hatte kürzlich die Befürchtung, er habe Demenz...

Antwort: Als ich das Drehbuch gelesen habe, bin ich zugegebenermaßen erschrocken. Demenz kann man schließlich nicht heilen. Ich dachte: Man wird mich nicht jahrelang als dementen Großvater durch die Kulissen stolpern lassen. Jetzt ist es soweit, jetzt schreiben sie mich raus.

Frage: So war es nicht. Fehlalarm, Alfons hatte nur Tabletten nicht vertragen. Ist es wichtig, dass eine solche Geschichte im "Sturm der Liebe" gut ausgeht?

Antwort: Ja, weil wir doch einen nicht zu vernachlässigenden Teil an Zuschauern haben, die nicht mehr ganz so jung sind und mit dieser Art von Problemen in ihrem Alltag zu kämpfen haben. Den Menschen hätte es vermutlich nicht besonders gefallen, wenn es anders ausgegangen wäre.

Frage: Bei Disney gibt es Tabus: kein Tod, kein Sex. Was sind die Tabus im "Sturm der Liebe"?

Antwort: Bei uns gibt es zwar Sex, aber nur nachmittagstauglich. Es gibt auch Tod, aber kein oder nur sehr wenig Blut. Das wollen die Leute um diese Zeit nicht sehen. Es gibt so viele Krimi-Formate. Wenn man sich nachmittags hinsetzt, einen Kaffee trinkt und Kuchen isst, möchte man keinen Mord und Totschlag. Den gibt es bei uns zwar auch - aber eher intrigant und nicht so offensichtlich. Und was es in der Serie auch nicht gibt, ist ungeschminkt. Die Menschen beim Sturm sind immer schön - soweit das möglich ist natürlich. Bei mir ist das schon etwas schwieriger. Also es ist nie so, dass jemand aus dem Bett aufsteht und desolat ausschaut. Ansonsten gibt es eigentlich keine Tabus. Das sieht man zum Beispiel aktuell auch daran, dass wir ein schwules Paar in der Serie haben.

Frage: Was ist die ungewöhnlichste Zuschauerreaktion, an die Sie sich erinnern können?

Antwort: Als damals die Figur Charlotte mit dem Flugzeug abgestürzt ist, hat uns tatsächlich jemand einen Blumenkranz geschickt. Das war schon etwas seltsam. Ansonsten gibt es eher nette Begegnungen. Wenn ich - wie kürzlich erst - im Urlaub bin, werde ich immer wieder gefragt, ob ich mich nicht kurz für ein Foto hinter die Hotel-Rezeption stellen könnte. Ich wurde auch zum internationalen Concierge-Treffen der Vereinigung Clefs d'Or eingeladen, aber da war ich leider verhindert.

ZUR PERSON: Sepp Schauer spielt seit 13 Jahren die Rolle des Portiers Alfons Sonnbichler in der ARD-Serie "Sturm der Liebe". Er war auch schon in Serien wie "München 7", "Siska" und Helmut Dietls Klassiker "Kir Royal" zu sehen und außerdem in dem Kinofilm "Wer früher stirbt, ist länger tot".

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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