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Dschungelcamp 2020– Sonja Kirchberger über IBES-Aus: "Es herrscht Angst im Camp"


INTERVIEWNach Dschungelcamp-Aus  

Sonja Kirchberger: "Es herrscht Angst im Camp"

Von Steven Sowa

22.01.2020, 11:15 Uhr
 (Quelle: RTL)
Dschungelcamp: Sonja Kirchberger muss den Dschungel verlassen

Nach der Nullrunde am gestrigen Tag wurde heute wieder ein Bewohner aus dem Camp gewählt. Erwischt hat es diesmal Schauspielerin Sonja Kirchberger. Elena Miras trifft das ganz besonders. (Quelle: RTL)

Elfter Tag im Dschungelcamp: Elena Miras beweint das Aus von Sonja Kirchberger – zu sehen ab Minute acht. (Quelle: RTL)


Am elften Tag im Dschungelcamp war Schluss für Sonja Kirchberger. Die "Venusfalle"-Darstellerin wurde von den Zuschauern rausgewählt. Im Interview mit t-online.de scheut sie sich nicht, gegen ihre Kollegen auszuteilen. 

Lange war es ruhig um Sonja Kirchberger im Dschungelcamp. So richtig groß aufgefallen ist die 55-Jährige erst, als sie in der letzten Sendung "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" gegen ihre Mitkollegin Daniela Büchner austeilte. Sie warf der Witwe des 2018 verstorbenen Jens Büchner vor, den Tod ihres Mannes auszuschlachten und für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. 

An Tag elf der RTL-Show blaffte Sonja, "dass man auch nicht ein bisschen leiser trauern kann". Im Gespräch mit t-online.de betont sie nun, dass sie dabei bleibe: Die Art und Weise, wie Danni im Dschungelcamp das Trauerthema breitgetreten habe, hätte ihr missfallen. Außerdem erzählt uns die Wienerin, wie sehr sie sich mit Elena Miras verbunden fühlt und warum sie sich im Camp so schrecklich gelangweilt habe. 

t-online.de: Wie überraschend kam für Sie der Rauswurf?

Sonja Kirchberger: Es war ein kleiner Schock für mich. Aber nach dem Dreiergespräch, das ich gestern Nacht geführt habe, habe ich mit einem Ausscheiden gerechnet. Wobei ich dazu sagen muss: Ich hätte viel lieber ein Zweiergespräch geführt. Aber von dem Inhalt distanziere ich mich nicht – ich stehe zu dem, was ich gesagt habe.

Elena hat auf Ihr Ausscheiden sehr emotional reagiert. Fehlen ihr jetzt die Bezugspersonen im Camp?

Elena ist ziemlich allein im Camp. Sie ist ein geradliniger Mensch, ohne doppelten Boden und ohne Hintertürchen. Sie sagt ganz klar und ehrlich, was sie denkt – manchmal haut sie Sachen auch aus dem Bauch heraus, mit sehr viel Wut. Aber inhaltlich hat sie immer recht. Sie weiß genau, welche Leute aus welchen Beweggründen etwas sagen und sie ahnt genau, wer sich die Krone erwitzeln, erlächeln oder erweinen möchte. Elena hat einen großen Gerechtigkeitssinn und wenn sie dieses Theater sieht, ärgert sie das. Elena ist eine junge, tolle, fantastische Frau und ich hoffe, dass wir auch in Zukunft Kontakt halten können.

Sonja Kirchberger: Die 55-Jährige ist nach Günter Krause, Marco Cerullo und Toni Trips die vierte IBES-Kandidatin, die ausscheidet (Quelle: TVnow)Sonja Kirchberger: Die 55-Jährige ist nach Günter Krause, Marco Cerullo und Toni Trips die vierte IBES-Kandidatin, die ausscheidet (Quelle: TVnow)

Gibt es denn auch Persönlichkeiten mit doppeltem Boden in der diesjährigen Staffel?

Die meisten Kandidaten sind die Disziplin in Person. Sie ecken nirgendwo an, sprechen kaum und führen keine Gespräche, geben keine Antworten – ihr seht nur zwei Stunden Dschungelcamp, doch ich musste 24 Stunden mit denen aushalten. Zwischendurch kam ich mir vor wie in einem Schweigekloster. Ich habe das fast nicht mehr ertragen. Dort herrscht so viel Angst, dass man aneckt – furchtbar. Ich finde anecken ganz wichtig, man muss nicht immer einer Meinung sein. Aber ein Dialog muss möglich sein und vor allem in einem Dschungelcamp, wo es darum geht, dass man sich heldenhaft Prüfungen aussetzt, kann es nicht sein, dass ich in eine Schlangenkiste steige, rauskomme und dann Angst habe, mit den Leuten zu sprechen – da würde ich den Respekt vor mir selbst verlieren.

Verstehe ich das richtig? Im Camp herrscht Langeweile?

Gewisse Themen werden einfach ausgespart, bestimmte Leute antworten überhaupt gar nicht. Es herrscht Angst im Camp. Die haben alle die Befürchtung, dass sie etwas Falsches sagen könnten und dann keine Chance mehr auf die Dschungelkrone haben. Ich habe mehr Rock 'n' Roll im Dschungel erwartet, ein bisschen mehr Auseinandersetzung. Ich hätte gerne zwei Farben gemischt und eine dritte herausbekommen – aber das war in dieser Konstellation nicht möglich.
Mit 70 Prozent der Kandidaten dort ist es nicht möglich, ein gutes Gespräch zu führen. Wenn am Lagerfeuer gesessen wurde, war eine Unterhaltung, die auch den Zuschauer interessieren könnte, nicht unterzukriegen. Wenn, dann ging es immer nur um eins: die Tränendrüse.

Sind Sie angefressen?

Ich bin weder angefressen noch wütend, ich bin traurig. Ich hätte gerne noch die ein oder andere Prüfung gemacht und na klar: Ich hätte auch gerne die Dschungelkrone gehabt. Aber vor allem war ich heiß darauf, noch ein paar Herausforderungen zu kriegen. Meine härteste Prüfung waren meine Mitstreiter – daran bin ich letztendlich gescheitert. Ich bin persönlich sehr stolz auf mich. Ich bin ich geblieben und kann heute sagen: Niemand kann von mir behaupten, dass ich ein Ja-Sager bin.

Markus, Danni und Sonja: An Tag elf kam es zum Streitgespräch zwischen den drei Dschungelcamp-Kandidaten (Quelle: TVNow)Markus, Danni und Sonja: An Tag elf kam es zum Streitgespräch zwischen den drei Dschungelcamp-Kandidaten. (Quelle: TVNow)

War der Streit mit Danni ausschlaggebend für den Rauswurf – was meinen Sie?

Definitiv hat es dazu beigetragen. Der Mensch wünscht sich eine heile Welt und das ist auch in Ordnung – gerade in Zeiten wie diesen. Aber wenn man 24 Stunden immer das Gleiche hört und immer wieder dasselbe theatralische Thema nutzt, um Aufmerksamkeit zu erreichen, finde ich das nicht richtig. Wir haben alle unsere Schicksalsschläge und wir hätten alle darüber sprechen können. Es ist ja kein Problem, wenn das einmal passiert, schließlich wollen die Zuschauer mehr über uns erfahren. Aber wenn man immer und immer wieder dasselbe auf den Tisch legt, dann zehrt das an mir. Das ist unschön. Es tut mir leid um Danni, dass sie sich zu so einer Theatralik hat hinreißen lassen. Aber ganz ehrlich: Das muss auch ohne gehen!

Was nehmen Sie sich jetzt nach dem Rauswurf vor?

Ich bin so matschig im Kopf – ich brauche vor allem Ruhe. Ich werde auf Mallorca landen und werde mich ein paar Tage wegsperren. Ich freue mich auf meine kleine Familie und werde mir Zeit nehmen, ein bisschen herunterzukommen.

Müssen Sie das Dschungelcamp erst einmal sacken lassen?

Ja, elf Tage im Dschungel sind hart – allein dieses Detoxing-Programm zu 100 Prozent. Ohne Mobiltelefon, mit Schlafentzug und wenig Essen und wenig guten Gesprächen. Da ist es gut, wieder in Freiheit zu sein.

Worauf freuen Sie sich jetzt am meisten?

Ich habe gerade zwei Stunden lang geduscht und als Nächstes freue ich mich auf ein schönes Abendessen.

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Kirchberger. 

Acht Kandidaten sind jetzt noch im Rennen um die Krone. Wer wirklich Deutschlands nächster Dschungelkönig wird, erfahren wir am 25. Januar. Dann findet das große Finale von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" statt. Hier finden Sie alle Informationen, Hintergründe und News rund um die Sendung.

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