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"Tatort" aus Köln "lässt einen sprachlos und traurig zurück"

Reaktionen zum Kölner Fall  

"Dieser 'Tatort' lässt einen sprachlos und traurig zurück"

22.03.2021, 07:56 Uhr | spot on news, mbo, t-online

"Tatort" aus Köln "lässt einen sprachlos und traurig zurück". "Tatort: Wie alle anderen auch": Der Fall ging vielen Zusehenden sehr nahe. (Quelle: WDR/Martin Valentin Menke)

"Tatort: Wie alle anderen auch": Der Fall ging vielen Zusehenden sehr nahe. (Quelle: WDR/Martin Valentin Menke)

Der "Tatort" aus Köln nahm das Publikum am Sonntagabend mit ins Obdachlosenmilieu und zeigte auf, wie existenzgefährdend steigende Mieten für einige Menschen sein können. Vielen Zuschauern und auch Hauptdarsteller Dietmar Bär ging der Fall besonders nahe.

Im Kölner "Tatort: Wie alle anderen auch" tauchten die Ermittler Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) tief ein ins Obdachlosenmilieu. Vor allem im Fokus: Frauen, die zusätzlich zur prekären Situation der Wohnungslosigkeit weiteren Gefahren ausgeliefert sind und Ängste leiden – beispielsweise vor Vergewaltigungen. Schauspieler Dietmar Bär hat der Fall persönlich "extrem bewegt". Die Reaktionen auf Twitter gehen in eine ähnliche Richtung.

Am Ende ging es auf dem Papier um 180 Euro monatlich. Um diese Summe war die Miete von Regine Weigand (Hildegard Schroedter) gestiegen. Eine Obdachlose, die regelmäßig zu Gast in ihrem Café war, das eben als Zufluchtsort für Menschen ohne Zuhause offen war, wurde tot und verbrannt am Rheinufer aufgefunden. Weigand hatte sie vergiftet, da das Opfer herausgefunden hatte, dass sie sich monatlich 180 Euro von Spendengeldern aufs eigene Konto überwies. Die Angst, selbst auf der Straße zu landen, war zu groß. 

"Tragische und todtraurige Geschichte"

So würde der Film die Angst vor dem sozialen Abstieg zeigen. "Steigende Miet- und Nebenkosten bringen viele gerade jetzt an die Grenzen dessen, was sie zahlen können", sagte Darsteller Klaus J. Behrendt dem Nachrichtenmagazin spot on news mit Blick auf die Corona-Pandemie. Der 61-Jährige wünscht sich, dass mit diesem Film der Blick darauf gelenkt wird, dass viele Menschen Angst haben, auf der Straße zu landen. Obdachlose Frauen seien zudem wesentlich schutzloser als Männer.

Dietmar Bär sagte, dass ihn der fertige Film "extrem bewegt" habe. Das passiere ihm nur ganz selten, da er ansonsten "eine professionell bedingte kritische Distanz" habe. Es sei eine "tragische und todtraurige Geschichte", die die beiden sehr erfahrenen Kriminalpolizisten auch in der Verbindung mit häuslicher Gewalt noch gar nicht so richtig im Fokus hatten. "Ich habe das Gefühl, ihren beiden Darstellern ist es ziemlich ähnlich gegangen...", fügte Bär selbstkritisch hinzu.

Die Reaktionen der Zusehenden auf Twitter zeigen auch, wie sehr das Thema das Publikum bewegt hat: 

"Für solche Projekte bin ich jedenfalls immer gerne bereit, die Tradition der Behandlung sozialer Themen im Kölner 'Tatort' zu pflegen", erklärte der 60-jährige Bär letztlich. Für Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär war es nach "Platt gemacht" aus dem Jahr 2009 bereits der zweite Film, der das Thema Obdachlosigkeit auf die Tagesordnung hievte. Wie nahe der Fall vielen Zusehenden ging, zeigen die Reaktionen auf Twitter unmissverständlich.

Verwendete Quellen:
  • "Tatort: Wie alle anderen auch" vom 21. März 2021
  • Nachrichtenagentur spot on news
  • eigene Recherchen
  • Twitter-Suche #Tatort
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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