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MDR reagiert auf ZensurvorwĂĽrfe

Von t-online, sow

Aktualisiert am 03.09.2021Lesedauer: 2 Min.
"Sachsenspiegel": In der MDR-Sendung wurde ein Mikrofon der "Bild" nachträglich retuschiert.
"Sachsenspiegel": In der MDR-Sendung wurde ein Mikrofon der "Bild" nachträglich retuschiert. (Quelle: MDR/Screenshot)
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Ein Mikrofon, viel Aufregung. In der MDR-Sendung "Sachsenspiegel" wurde ein Pressegespräch mit der Staatsanwaltschaft Dresden gezeigt. Dabei wurde das Equipment eines Journalisten nachträglich verfremdet.

"Manipulation", "Zensur", "ideologisch gefestigter Redakteur": Die Schlagworte, die von Donnerstag zu Freitag vor allem bei Twitter kursierten und heute groß auf der Startseite der größten deutschen Boulevardzeitung prangten, ließen Böses erahnen. Vor allem die "Bild" und ihre Mitarbeiter witterten eine Verschwörung. Doch was war passiert?

Der Mitteldeutsche Rundfunk strahlte am Donnerstagabend in seinem dritten TV-Programm die Nachrichtensendung "Sachsenspiegel" aus. Darin äußerte sich die Staatsanwaltschaft zum Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden vor Medienvertretern, die eine Reihe von Mikrofonen in den Händen hielten. Eines der Mikrofone trug das Logo "Bild" der gleichnamigen Boulevardmarke. Doch wie nun herauskam, wurde das Logo für den TV-Beitrag wegretuschiert, sodass es im Fernsehen nicht mehr zu sehen war.

"Dieser Einzelfall widerspricht unseren journalistischen Grundsätzen"

Der öffentlich-rechtliche Sender hat dafür nun um Entschuldigung gebeten. Ein MDR-Sprecher teilte am Freitag mit: "Wir bitten um Entschuldigung! Leider müssen wir bestätigen, dass das Mikrofon in diesem Beitrag verfremdet worden ist." Weiter hieß es von dem Sprecher: "Dieser Einzelfall widerspricht eklatant unseren journalistischen Grundsätzen als öffentlich-rechtliches Medienhaus."

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Zum Hergang des Falls hieß es weiter, es handele sich um die "individuelle Entscheidung einer einzelnen Person, die den Beitrag redaktionell erstellt" habe. "Sie hat uns versichert, sie hätte es allein aus "ästhetischen Gründen" verändert. Wir werden dies selbstverständlich konsequent intern aufarbeiten."

Der entsprechende Beitrag wurde inzwischen auf den eigenen Webseiten und in der Mediathek korrigiert. Zuschauer, die heute die Sendung im Internet anschauen, sehen den Beitrag samt Logo. Der Sprecher kĂĽndigte auĂźerdem an, man wolle am Freitagabend auch in der Sendung "Sachsenspiegel" fĂĽr dieses Fehlverhalten um Entschuldigung bitten.

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