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Ist die Pinkelpause im Stau auf der Autobahn erlaubt?

Stau-Regeln  

Ist die Pinkelpause im Stau auf der Autobahn erlaubt?

28.06.2019, 06:47 Uhr | dpa, t-online.de

Ist die Pinkelpause im Stau auf der Autobahn erlaubt?. Verzweifelte Autofahrerin im Stau: Auch wer dringend zur Toilette muss, darf die Autobahn nicht betreten. (Quelle: Getty Images/SolisImages)

Verzweifelte Autofahrerin im Stau: Auch wer dringend zur Toilette muss, darf die Autobahn nicht betreten. (Quelle: SolisImages/Getty Images)

Jeder Autofahrer kennt diese Situation: Man kommt in einem Stau auf der Autobahn zum Stehen und plötzlich melden sich die menschlichen Bedürfnisse. Doch weit und breit ist keine Toilette verfügbar. Was tun? Eines ist gewiss: Aussteigen kann teuer werden.

Speziell zur Urlaubszeit wird die Geduld der Autofahrer auf so manche Probe gestellt. Endet die Urlaubsfahrt im Stau, steigt erfahrungsgemäß der Stresspegel, schildert der Tüv Thüringen eine typische Situation. Erschwerend kann hinzukommen, dass einer der Insassen plötzlich dringend auf die Toilette muss. Doch ist der Sprung über die nahe Leitplanke eine Alternative?

Niemals die Fahrbahn betreten

"Das Betreten von Autobahnen ist generell verboten. Die Straßenverkehrsordnung macht hier keinerlei Ausnahmen", sagt Verkehrsexperte Achmed Leser vom Tüv Thüringen. Er rät dringend davon ab. Egal, ob man sich nur im Stau die Beine vertreten oder sich tatsächlich erleichtern wolle, das sei tabu und kann mit einem Bußgeld von zehn Euro geahndet werden. Die einzige Ausnahme ist bei einer Fahrzeugpanne. Hier sollte man in jedem Fall das Auto verlassen und möglichst hinter der Leitplanke Schutz suchen.

Pinkelpause im Stau kann teuer werden

Wer sein Fahrzeug im Stau stehen lässt, um auszutreten, behindert den Nachfolgeverkehr, sollte in der Zwischenzeit die Blechlawine wieder ins Rollen geraten. Das kann als Halten auf der Autobahn gewertet werden und kann laut Bußgeldkatalog 30 Euro kosten. Dauert das Geschäft etwas, und das Fahrzeug blockiert länger als drei Minuten den Verkehr, gilt das als Parken auf der Autobahn und wird mit einem Bußgeld von 70 Euro belegt.

Ein Taschen-WC kann helfen

Doch eine Sache wird oft vergessen: In Deutschland ist das Urinieren in der Öffentlichkeit grundsätzlich untersagt und wird von Städten und Kommunen unterschiedlich hart geahndet. Das trifft auch auf Fahrbahnränder zu. Eine Notdurft ist in aller Regel noch kein Notfall.



In den meisten Fällen lösen sich Staus nach einer Weile wieder auf, sodass am nächsten Park- oder Rastplatz gehalten werden kann, so der Tüv Thüringen. Wer weiß, dass er eine schwache Blase hat, sollte für den Fall der Fälle über die Anschaffung sogenannter Notfall- oder Taschen-WC nachdenken.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa/tmn

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