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Reichweite, Kosten, Ladenetz: E-Autos und autonomes Fahren haben es in Deutschland schwer

Reichweite, Kosten, Ladenetz  

E-Autos und autonomes Fahren haben es in Deutschland schwer

10.09.2019, 12:39 Uhr | dpa

Reichweite, Kosten, Ladenetz: E-Autos und autonomes Fahren haben es in Deutschland schwer. Ein Stecker einer Ladesäule für E-Autos des Energieversorgers Enercity.

Ein Stecker einer Ladesäule für E-Autos des Energieversorgers Enercity. Elektroautos und autonomes Fahren müssen um die Gunst der Deutschen kämpfen. Nach wie vor sind viele Menschen skeptisch gegenüber den beiden Zukunftstechnologien, wie eine Umfrage der Beratungsgesellschaft EY kurz vor der Automesse IAA in Frankfurt ergab. Dabei zeigt sich, dass vor allem drei klassische Probleme das Verbraucherinteresse weiter schmälern: Reichweite, Kosten, Ladenetz. Foto: Christophe Gateau. (Quelle: dpa)

Hannover (dpa) - Elektroautos und autonomes Fahren haben in Deutschland einen schweren Stand. Nach wie vor sind viele Menschen skeptisch gegenüber den beiden Zukunftstechnologien.

Bei eine Umfrage der Beratungsgesellschaft EY kurz vor der AutomesseIAAin Frankfurt (Publikumstage: 12. bis 22. September) zeigte sich, dass vor allem drei klassische Probleme das Verbraucherinteresse weiter schmälern: Reichweite, Kosten, Ladenetz.Eine klare Mehrheit von 2500 befragten Erwachsenen findet E-Fahrzeuge zu unpraktisch und zu teuer. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Teilnehmer gaben an, dass die Stromer für sie derzeit keine Option sind.

Dabei nannten 28 Prozent eine zu geringe Reichweite aktueller Modelle als Hauptgrund, 27 Prozent den vergleichsweise hohen Kaufpreis, 13 Prozent das noch dünne Ladenetz und 11 Prozent die langen Ladezeiten. Eine Konsequenz: Mehr als die Hälfte (53 Prozent) will sich als nächstes Auto einen Benziner oder Diesel zulegen.

Währenddessen erklärte nur etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent) der Befragten, Elektroautos interessant zu finden und selbst auch eines fahren zu wollen. 22 Prozent könnten sich dabei mit einem Hybridwagen anfreunden, lediglich 9 Prozent mit einem reinen E-Auto.

Ohne größere Marktanteile für Elektrofahrzeuge sind die verschärften Klimaschutzziele der EU - zumal bei gleichzeitig anhaltendem Boom schwerer SUVs - nicht zu halten. Trotz staatlicher Förderung und Kaufprämien fristet die Technik in Deutschland jedoch weiter ein Nischendasein. EY-Autoexperte Peter Fuß kritisierte: "Den Herstellern und der Politik ist es bisher nicht gelungen, dem Großteil der Autokäufer den Mehrwert der E-Mobilität zu vermitteln." Insbesondere die schlechte Infrastruktur für alternative Antriebe sei ein Problem.

Kaum besser sieht es bislang für das autonome Fahren aus, dem viele Menschen wegen Sicherheitsbedenken, ethischer Fragen oder Haftungsrisiken mit gemischten Gefühlen begegnen. Fast die Hälfte (49 Prozent) der von EY Befragten will nicht in einem vollständig autonom funktionierenden Wagen sitzen.

Teilautonome Fahrzeuge, in denen der Fahrer in bestimmten Situationen noch mitentscheiden kann, lehnen 30 Prozent ab. Nach Einschätzung von EY spielen bei der geringen Akzeptanz "einige - auch tödliche - Unfälle" eine Rolle. Jüngere Leute antworteten jedoch, dass sie elektrisch und autonom fahrenden Autos offen gegenüberstünden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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