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Wer braucht welchen Führerschein?

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 13.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Kommen wir zum Wesentlichen: Wohnwagen und Reisemobile schrumpfenaGespann mit Wohnwagen: Häufig genügt dafür der Führerschein der Klasse B – das zeigt aber erst ein Blick auf die Waage.
Gespann mit Wohnwagen: Häufig genügt dafür der Führerschein der Klasse B – das zeigt aber erst ein Blick auf die Waage. (Quelle: Dethleffs/dpa-tmn)
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Ob Wohnwagen oder Pferdeanhänger: Wer mit Gespann fährt, benötigt den passenden Führerschein. Klasse B genügt häufig, aber nicht immer. BE oder B96: Was wird benötigt – und wie teuer wird das?

Das Wichtigste im Überblick


Wer regelmäßig einen Anhänger ziehen möchte, sollte sich zunächst zwei Fragen beantworten: Wie schwer sind der Anhänger und seine Beladung (also die Anhängelast)? Und welcher Führerschein ist dafür nötig?

Allgemeiner Ablauf

Wer bereits als Fahranfänger weiß, dass er künftig ein Gespann steuern wird, entscheidet sich idealerweise bereits beim Erwerb des Führerscheins für die passende Variante. Andernfalls lässt sich auch später in der Fahrschule die entsprechende Schulung absolvieren. Wichtig ist es dabei zu wissen, welchen Führerschein das Gespann erfordert.

Führerschein der Klasse B

Bereits mit einem normalen Pkw-Führerschein (Klasse B) dürfen Sie einen Anhänger ziehen. Dieser Anhänger darf ein zulässiges Gesamtgewicht von 750 kg haben. Wenn Pkw und Anhänger zusammen nicht über 3.500 kg wiegen (entscheidend ist das zulässige Gesamtgewicht), darf der Anhänger auch mehr als 750 kg schwer sein. Das Gesamtgewicht von 3.500 kg ist also die Obergrenze bei der Führerscheinklasse B.

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Die Hälfte aller Wohnwagenbesitzer kommt mit dem Führerschein der Klasse B aus. Ein wirklich schwerer Anhänger lässt sich damit allerdings nicht ziehen. Dafür gibt es zwei andere Varianten: die Schlüsselzahl 96, oder Sie erwerben in der Fahrschule den Führerschein der Führerscheinklasse BE.

Das Gesamtgewicht ist das Leergewicht plus Zuladung.
Die Angabe dazu finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil I (bzw. bis 2005 im Fahrzeugschein) in Zeile F.1.

Schlüsselzahl 96: Welche Anhänger darf ich damit ziehen?

Wenn das Gespann mehr als 3.500 kg und weniger als 4.250 kg wiegt, können Sie die Schlüsselzahl 96 in den Führerschein eintragen lassen. Vorher ist eine Fahrerschulung in der Fahrschule notwendig.

Auch hier darf der Anhänger insgesamt mehr als 750 kg wiegen, wenn das Gesamtgewicht von maximal 4.250 kg gewahrt bleibt.

Was kostet die Schlüsselzahl 96?

Wer den Führerschein B um die Schlüsselzahl 96 erweitern möchte, muss nur eine Schulung in der Fahrschule hinter sich bringen. Eine Prüfung ist nicht nötig. Die Schulung umfasst zweieinhalb Theoriestunden und dreieinhalb Praxisübungsstunden. Anschließend wird noch eine Stunde lang im Straßenverkehr gefahren. Die Kosten: zwischen 300 und 500 Euro.

Mit einem B-Führerschein und Schlüsselzahl 96 lassen sich rund 90 Prozent aller Wohnwagen ziehen.

Führerscheinklasse BE: Welche Anhänger darf ich damit ziehen?

Mit einem Führerschein der Klasse BE können Sie mit einem Pkw (Führerscheinklasse B) einen Anhänger mit 3.500 kg Gesamtgewicht ziehen. Möglich wird somit ein Gesamtgewicht des Gespanns von 7.000 kg.

Den Führerschein BE können Sie parallel zum Pkw-Führerschein B oder später ergänzend erwerben.

Was kostet die Führerscheinklasse BE?

Eine theoretische Ausbildung und Prüfung gibt es bei der Klasse BE nicht. Beides hat der Autofahrer schließlich bereits für den Führerschein der Klasse B absolviert, der die Voraussetzung für Klasse BE ist.

Dafür stehen einige Praxisübungsstunden (je nach Fähigkeiten des Fahrers) und danach einige Sonderfahrten an:

  • eine Überlandfahrt (Dauer: drei Stunden)
  • eine Autobahnfahrt (eine Stunde)
  • eine Fahrt bei Dunkelheit (eine Stunde)

Anschließend folgt eine 45-minütige praktische Prüfung. Die Kosten für den BE-Führerschein: etwa 400 bis 600 Euro.

B96 und BE: Was sind die Unterschiede?

B96: die Erweiterungsklasse BE: die Ergänzungsklasse
Aufwand der Ausbildung 2,5 Stunden Theorieschulung 3,5 Stunden Praxisübungen 1 Stunde Fahrt im Straßenverkehr keine Prüfung kein Theorieteil mindestens 5 Fahrstunden 3/4 Stunde Fahrprüfung
Anhänger- regeln Anhänger oder Sattelanhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse über 750 Kilogramm In Kombination aus Pkw und Anhänger: maximal 4.250 Kilogramm Gesamtgewicht Anhänger oder Sattelanhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 3.500 Kilogramm In Kombination aus Pkw und Anhänger: maximal 7.000 Kilogramm Gesamtgewicht
Kosten zwischen 300 und 500 Euro zwischen 400 und 600 Euro

Alte Führerscheinklasse 3: Welche Anhänger darf ich damit ziehen?

Wer einen alten Führerschein der Klasse 3 besitzt (bis 1. Januar 1999), ist im Vorteil: Sie dürfen dann Anhänger bis 3.500 kg ziehen (aktuelle Klasse BE, siehe oben). Außerdem dürfen Sie leichte Nutzfahrzeuge bis 7.500 kg steuern (aktuelle Klasse C1). Obendrein dürfen Sie einen Zug mit einer Gesamtmasse von 12.000 kg führen. Allerdings darf der Anhänger samt Beladung nicht schwerer sein als das unbeladene Zugfahrzeug (Klasse C1E).

Nicht überladen fahren

Wer überladen fährt, riskiert dadurch einen Unfall und muss mit einem Bußgeld rechnen, das sich nach dem Grad der Überladung richtet. Zudem setzen Sie Ihren Versicherungsschutz aufs Spiel. Besonders bei Wohnwagen zeigt sich, dass sie häufig überladen unterwegs sind. Vor einer langen Urlaubsfahrt lohnt es sich deshalb, den Wohnwagen zu wiegen.

Dazu steuern Sie zum Beispiel einen Abfallentsorger oder ein anderes Unternehmen an, das viele Lkw betreibt. Dort lässt man häufig auch Autofahrer ihren Anhänger wiegen. Auch auf manchem Autohof und an Lkw-Tankstellen lässt sich eine entsprechende Waage finden.

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Wichtig: Gewogen wird immer abgehängt. Der Anhänger kommt also komplett auf die Waage und wird dann vom Auto entkoppelt. Sonst erhalten Sie einen falschen Wert.

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