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Warum Sie noch heute Ihre Tüv-Plakette prüfen sollten

Bußgeld und Punkte drohen  

Warum Sie noch heute Ihre Tüv-Plakette prüfen sollten

11.12.2018, 16:12 Uhr | mab, dpa

Warum Sie noch heute Ihre Tüv-Plakette prüfen sollten. Prüfplakette: Sie zeigt auf den ersten Blick, wann die nächste Hauptuntersuchung nötig ist – wenn man weiß, wie sie gelesen wird. (Quelle: dpa/tmn/Alexander Heinl)

Prüfplakette: Sie zeigt auf den ersten Blick, wann die nächste Hauptuntersuchung nötig ist – wenn man weiß, wie sie gelesen wird. (Quelle: Alexander Heinl/dpa/tmn)

Sie wird selten beachtet und steckt voller Rätsel: die Tüv-Plakette am Kennzeichen unserer Autos. Genau deshalb sollten Autofahrer schnell die Plakette prüfen. Das kann Bußgeld und Punkte ersparen.

Mit dem Jahreswechsel ändert sich auch die Farbe der Prüfplakette. Der Aufkleber am Nummernschild wird bei der Hauptuntersuchung vergeben. Er zeigt an, wann das Auto wieder zur Prüfung muss. Wer auf dem Nummernschild noch eine grüne Plakette hat, sollte schnell aktiv werden. Denn die grüne Plakette verliert spätestens am 31. Dezember 2018 ihre Gültigkeit – das Auto muss schnellstmöglich zur Untersuchung.

Das verrät die Prüfplakette

Insgesamt gibt es sechs Plakettenfarben, die sich in der Reihenfolge Rosa, Grün, Orange, Blau, Gelb und Braun immer wiederholen. Jede Farbe steht für ein Jahr, Grün für das Jahr 2018. Auch die Zahlen auf der Plakette und zwei schwarze Markierungen verraten schnell das Jahr und selbst den Monat, an dem die nächste Hauptuntersuchung fällig ist – und zwar bereits auf den ersten Blick.

Hauptuntersuchung: Für Autos ist sie alle zwei Jahre fällig, bei Neuwagen erst nach drei Jahren. (Quelle: dpa/tmn/Dekra)Hauptuntersuchung: Für Autos ist sie alle zwei Jahre fällig, bei Neuwagen erst nach drei Jahren. (Quelle: Dekra/dpa/tmn)

Wieso laufen die Ziffern der HU-Plakette entgegen dem Uhrzeigersinn?

Die Prüfplakette am hinteren Nummernschild ist so gestaltet, dass Kontrolleure sie sehr schnell und sogar von Weitem genau lesen können. Deshalb stecken in dem Aufkleber einige raffinierte Besonderheiten.

Die Plakette sieht dem Ziffernblatt einer Armbanduhr recht ähnlich. Mit einem Unterschied: Die Ziffern laufen gegen den Uhrzeigersinn, also linksherum. Und das hat einen guten Grund. So können Autofahrer die HU-Uhr lesen:

Das Jahr der Fälligkeit lässt sich über die Farbe der Plakette und an den abgedruckten Ziffern in der Mitte ablesen. Die Drehung der Plakette zeigt den Monat der Fälligkeit an. Die Plakette ist nämlich um die Zahl Zwölf herum schwarz markiert. Weil der Prüfer die Zahl für den Fälligkeitsmonat jeweils oben positioniert, wandert die schwarze Markierung auf eine neue Position – nämlich auf die Position, die der Monat auf einem Zifferblatt hätte. Dadurch lässt sich die Plakette wie eine Uhr ablesen.

Ein Beispiel: der Fälligkeitsmonat Oktober. Die Zahl Zehn (für Oktober) steht ganz oben, die schwarze Markierung steht gut erkennbar auf der Zehn-Uhr-Stellung – und eben nicht auf zwei Uhr, wie es bei einer Ausrichtung im Uhrzeigersinn wäre.

Beim Fälligkeitsmonat März stünde die Zahl Drei oben. Die schwarze Markierung würde auf drei Uhr zeigen. Das ist sogar bei schneller Hinterherfahrt auf der Autobahn zu erkennen. Auch der Autofahrer kann an der Plakette leicht ablesen, wann der Prüftermin ansteht.

Abgelaufene HU-Plakette: Welche Bußgelder und Punkte drohen?

Wer die Frist bis zur Hauptuntersuchung (HU) verschläft, riskiert Bußgelder und Punkte in Flensburg. Ist die HU zwei bis vier Monate überfällig, sind es 15 Euro Bußgeld. Wer vier bis acht Monate zu spät kommt, riskiert 25 Euro. Und wer noch länger mit abgelaufener Prüfplakette fährt, muss mit 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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