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Saisonkennzeichen: Lässt sich damit Geld sparen?

Von dpa-tmn, t-online, cch

Aktualisiert am 07.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Saisonkennzeichen: Die kleinen Ziffern geben an, in welchen Monaten es gültig ist.
Saisonkennzeichen: Die kleinen Ziffern geben an, in welchen Monaten es gültig ist. (Quelle: Markus Scholz/dpa-bilder)
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Der Name deutet es schon an: Ein Saisonkennzeichen gilt nicht das ganze Jahr über. Was aber wie ein Nachteil scheint, hat für viele Autofahrer einen großen Nutzen.

Nicht fahren und sparen: Das ist ein Vorteil des sogenannten Saisonkennzeichens. Denn es ist nur für einen gewissen Zeitraum gültig – mindestens zwei, aber höchstens elf Monate. So sind auch nur reduzierte Sätze bei Versicherung und Steuer erforderlich, informiert der ADAC. Die Kfz-Steuer wird nur für den Saisonzeitraum berechnet. Meist greifen Besitzer von Saisonfahrzeugen wie Wohnmobilen, Motorrädern oder Cabrios darauf zurück.

Diese Fahrzeuge werden oft über den Winter stillgelegt. Um nicht fürs An- und Abmelden zweimal im Jahr zur Zulassungsstelle zu müssen, gibt es das Saisonkennzeichen, das auch in der nutzungsfreien Zeit am Auto bleibt. Es spart Zeit, Gebühren und senkt bei der Behörde den Verwaltungsaufwand, nennt der ADAC weitere Vorteile.

Saisonkennzeichen: Daran erkennen Sie es

Das Nummernschild mit begrenzter Gültigkeit kann für einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten und höchstens elf Monaten erworben werden. Verlängerbar ist der Geltungszeitraum nicht. Wer sein Fahrzeug doch länger nutzen möchte, muss einen neuen Zulassungszeitraum beantragen.

Der entsprechend gültige Zeitraum ist rechts auf das Kennzeichen geprägt. Die Zahl oberhalb eines Strichs gibt den Monat an, in dem der Betriebszeitraum beginnt, die Zahl unterhalb, wann er endet. Ist das Fahrzeug beispielsweise vom 1. April bis zum 31. Oktober zugelassen, steht eine "04" oberhalb des Strichs und eine "10" darunter.

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Eine Jahreszahl gibt das Kennzeichen nicht an, denn es ist für den ausgewiesenen Zeitraum dauerhaft gültig – also jedes Jahr erneut. Ansonsten zeigt das Schild die gleichen Angaben wie ein normales Kennzeichen.

Halten Sie sich an die Gültigkeit

An den Betriebszeitraum müssen sich die Besitzer penibel halten. Außerhalb dessen muss das Fahrzeug auf Privatgrund abgestellt werden. Es hat dann nicht mehr den nötigen Versicherungsschutz. Es gilt aber eine sogenannte Ruheversicherung. Die schließt allerdings den Gebrauch im öffentlichen Straßenverkehr aus.

Auf einem öffentlichen Parkplatz darf es im Ruhezeitraum also nicht stehen. Dann drohen 40 Euro Strafe. 50 Euro werden fällig, wenn man das Fahrzeug in der nicht versicherten Zeit dennoch fährt. Außerdem verstößt man damit gegen das Pflichtversicherungsgesetz und begeht eine Straftat.

Saisonkennzeichen anmelden: Wo Sie es beantragen können

Das Nummernschild für die Saison können Sie bei der örtlichen Zulassungsstelle beantragen. Die Kosten für die Zulassung können variieren: Sie betragen zwischen 27 und 35 Euro – je nach Aufwand. Bei der Antragstellung sollten Sie Ihren Personalausweis oder Reisepass, den Fahrzeugbrief, den Fahrzeugschein, eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) mit Angabe des Saisonzeitraums, einen Nachweis einer gültigen Hauptuntersuchung und gegebenenfalls das bisherige Kennzeichenschild nicht vergessen.

Das Kennzeichen gilt für jede Saison und muss nicht immer wieder neu beantragt werden. Der jeweilige Zeitraum kann mit einer erneuten Versicherungsbestätigung und einer Ummeldung bei der Zulassungsstelle geändert werden.

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