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Spritpreis-Hoch: "Wenn das so weitergeht, wird Autofahren zum Luxus"

MEINUNGLeserstimmen zum teuren Sprit  

"Wenn das so weitergeht, wird Autofahren zum Luxus"

Von Mario Thieme

21.10.2021, 16:57 Uhr
Spritpreis-Hoch: "Wenn das so weitergeht, wird Autofahren zum Luxus". Tankstelle: Die Spritpreise sind aktuell sehr hoch. Viele beschweren sich über die Preissteigerungen. (Quelle: imago images/Hanno Bode)

Tankstelle: Die Spritpreise sind aktuell sehr hoch. Viele beschweren sich über die Preissteigerungen. (Quelle: Hanno Bode/imago images)

Selten gab es so hohe Spritpreise wie in diesen Tagen. Autofahren wird mehr und mehr zu einer kostspieligen Angelegenheit, so auch für viele t-online-Leser.

Besonders die gestiegenen Erdölpreise treiben die Kosten für Diesel und Benzin momentan stark in die Höhe. Auch die im Januar eingeführte Abgabe für Kohlenstoffdioxid-Ausstoß trägt dazu bei, dass das Tanken immer teurer wird.

Wir wollten von unserer Leserschaft wissen, wie sie auf die enormen Preissteigerungen reagiert. Dabei sind höchst unterschiedliche Antworten herausgekommen. Viele ärgern sich, können aber auf ihr Auto nicht verzichten. Manche ziehen Konsequenzen. Andere können den Preisanstieg gut verkraften und verstehen den Wirbel nicht. Hier eine Auswahl an Leserstimmen:

"Öffis? Hier auf dem Land geht das nicht"

"Ich bin wütend und frustriert zugleich", schreibt D. Schereik. Weiter heißt es in der t-online-Lesermail: "In den Städten kann man ja möglicherweise alles mit den Öffis erledigen, hier auf dem Land geht das nicht. Der Bus fährt einmal in der Stunde – und das auch nur wochentags. Zudem ist der öffentliche Nahverkehr teuer." Schereik mache keine ständigen Vergnügungsfahrten, sondern fahre lediglich zum Einkaufen, zum Arzt, zur Arbeit und zum Sportverein, also alltägliche Dinge. Ohne ein Auto sei so etwas "so gut wie unmöglich". Ein Verzicht darauf kommt für Schereik also nicht infrage.

"Mein Auto steht seit Wochen in der Garage"

t-online-Leser Kurt Manegold hingegen kann offenbar flexibler sein. "Ich bin seit ein paar Wochen komplett auf das Fahrrad umgestiegen", sagt er und führt aus: "Entfernungen bis zu 60 Kilometer lassen sich gut damit bewältigen. Darüber hinaus fahre ich mit der Bahn. Mein Auto steht seit Wochen in der Garage."

Außerdem findet er, "dass sich die Politik unbedingt aus der Diskussion um die Benzinpreise heraushalten muss. Dass sind die Regularien eines Marktes. Steigende Nachfrage führt automatisch zu steigenden Preisen."

"Die Spritpreise sind maßlos übertrieben"

Die Gesetze des Marktes beeindrucken t-online-Leser Melik weniger: "Ich bin 18 Jahre alt um mache momentan eine Ausbildung. Ich besitze einen Führerschein und ein eigenes Auto, alles habe ich selber finanziert. Meiner Meinung nach sind die Preise maßlos übertrieben. Bei meinem geringen Verdienst ist es schon sehr viel, was nur für Sprit weggeht. Dabei muss man noch bedenken, dass viel weiteres Geld noch weggeht – für die KFZ- Steuer, die Versicherung, falls das Auto mal kaputtgeht oder wenn man es mal aufhübschen möchte."

"Ich tanke nur noch, wenn mein Auto Sprit verlangt"

Melik fährt weniger als vorher, achtet mehr auf die Preistafeln und tankt nur, "wenn mein Auto Sprit verlangt". "Ich klage, meine Freunde und Familie klagen – genauso wie meine Arbeitskollegen. Ich möchte gar nicht wissen, wie die ärmeren Familien es schaffen, bei solchen Preisen noch Auto zu fahren bzw. Sprit zu finanzieren."

"Die Verteuerung ist im Sinne der Klimaziele sinnvoll"

Eine andere Sicht auf das Thema hat t-online-Leser Dietrich Röhrdanz. "Die Verteuerung ist im Sinne der Klimaziele sinnvoll, da sie zum sparsamen Umgang mit der Energie zwingt – wenngleich die augenblicklichen Ursachen nicht nur daraus resultieren", schreibt er und führt aus: "Leider reagiert der durchschnittliche Bürger erst auf finanziellen Druck. In diesem Sinne hoffe ich, dass die Preisentwicklung ihren Teil dazu beiträgt, dass weniger SUV und PS-starke Fahrzeuge gekauft und genutzt werden."

"Einen Tagesausflug mit dem Auto überlegt man sich zweimal"

t-online erreichte außerdem diese Lesermail: "Wir sind ein unverheiratetes Paar ohne Kinder, zahlen also schon fast 50 Prozent des Gehaltes an Steuern und Abgaben. Zudem wohnen wir dummerweise auf dem Land zur Miete, da ein eigenes Haus aufgrund des Baubooms und der vielen Investoren nicht möglich ist. Wir arbeiten beide im öffentlichen Dienst und fahren nun als Fahrgemeinschaft, weil es einfach so teuer ist. Einen Tagesausflug mit dem Auto überlegt man sich zweimal. Es macht einfach keinen Spaß mehr. Wenn das so weitergeht, wird Autofahren zum Luxus. Und das im Autoland."

Verwendete Quellen:
  • Einsendungen von t-online-Lesern

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