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Was hilft, wenn die Bremsen quietschen?

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Kleine Tricks sorgen für Ruhe  

Das hilft, wenn die Bremsen quietschen

28.05.2018, 13:59 Uhr | mab, t-online.de

Was hilft, wenn die Bremsen quietschen?. Quietschende Bremse: Generell machen Anlagen mit Scheibenbremsen häufiger Geräusche als alte Systeme mit Trommelbremsen. (Quelle: Getty Images/4X-image)

Quietschende Bremse: Generell machen Anlagen mit Scheibenbremsen häufiger Geräusche als alte Systeme mit Trommelbremsen. (Quelle: 4X-image/Getty Images)

Quietschende Bremsen nerven zwar gewaltig. Häufig sind sie aber kein Grund zur Sorge. Wie Sie das Geräusch abstellen können – und wann doch ein ernsteres Problem dahintersteckt.

Eine quietschende Bremse kann sehr verschiedene Ursachen haben. Einige von ihnen sind unbedenklich und lassen sich recht einfach beheben. Dazu zählt Verschmutzung durch Staub und Pollen im Sommer oder durch Streusalz im Winter. Auch leichter Rost nach längerer Standzeit ist unbedenklich. Andere Auslöser hingegen sind ernster zu nehmen und sollten vom Experten beseitigt werden.

Bremsstaub

Feiner Abrieb von Bremsscheibe und Bremsbelag, der so genannte Bremsstaub, kann auch zum Quietschen führen. Eine Wäsche beseitigt diesen Staub.

Lange Standzeit

Auch wenn das Auto länger nicht bewegt wird, setzt sich viel Schmutz auf den Bremsscheiben ab. Hier löst ebenfalls eine Reinigung das Problem. Außerdem bildet sich leichter Rost auf den Scheiben, der zum Quietschen führt. Dieser Rost ist nicht problematisch, da er beim Fahren nach einigen Bremsvorgängen wieder verschwindet.

Neue Bremse

Neuwagen fährt man behutsam ein. Das gilt auch, wenn lediglich die Teile wie etwa die Bremsanlage erneuert werden. Hier gilt: Auf den ersten 100 Kilometern bremsen Sie nach Möglichkeit nur sanft ab.

Quietschen nach Überlastung

Wenn die Bremse stark beansprucht wird und dabei überhitzt, kann sie verglasen: Die Hitze lässt Gase und Harze austreten, die eine glasartige Schicht mit geringem Reibwert bilden. Durch die Belastung kann sich die Bremsscheibe außerdem verziehen. Wurden Teile der Bremse überlastet, müssen sie ausgetauscht werden.

Quietschen nach der Werkstatt

Das Auto kommt gerade aus der Werkstatt und trotzdem quietschen die Bremsen? Vielleicht liegt es an einem Fehler beim Einbau. Leider müssen Sie dann noch einmal die Werkstatt ansteuern, weil sich diese Fehler nicht anders finden beziehungsweise beheben lassen.

Der Experte prüft, ob Zinkpaste aufgetragen wurde, wodurch sich die Gleitfähigkeit erhöht. Ein weiterer Fehler kann beim Ersetzen des Bremsbelags auftreten. Wenn nämlich nur der Belag ausgetauscht wird und nicht auch die Bremsscheibe, muss der Belag angeraut werden. Sonst kann er ein Quietschen erzeugen.

Ungeeignete Teile

Auch wenn zwei Teile der Bremse nicht exakt zusammenpassen, kann ein Quietschen entstehen. Das kann etwa der Fall sein, wenn statt des teuren Originalteils ein etwas günstigeres Teil vom Drittanbieter gewählt wird. Auftretende Geräusche zeigen, dass zwei Teile nicht zusammenpassen. Ein Austausch in der Werkstatt ist sinnvoll.

Abnutzung der Bremsbeläge

Die Abnutzung der Bremsbeläge hängt in erster Linie von Ihrer Fahrweise ab. Treten Sie öfter stark auf die Bremse, müssen Sie bereits nach 10.000 bis 15.000 Kilometern die Bremsbeläge wechseln. Fahren Sie hingegen vorausschauend und bremsen selten mit voller Kraft, legen Sie problemlos 100.000 Kilometer zurück, bevor Ihre Bremsbeläge abgenutzt sind und gewechselt werden müssen.

Sind Sie oft im Gebirge oder auf anderen unbefestigten Straßen unterwegs, sind Ihre Bremsen besonderen Belastungen ausgesetzt – achten Sie gerade hier auf eine bedachte, vorausschauende Fahrweise, um Ihre Bremsen zu schonen.

Bremsbeläge wechseln: Den richtigen Zeitpunkt bestimmen

Bremsbeläge sind schwierigen Bedingungen wie Reibung, Feuchtigkeit, Schmutz und Wärme ausgesetzt. Einer regelmäßigen Kontrolle sollten Sie daher unbedingt nachkommen. Die Deutsche Verkehrswacht empfiehlt die Überprüfung der Bremsbeläge und der gesamten Bremsanlage vor jedem Urlaub. Diese Sorgfalt rettet im Notfall sogar Ihr Leben.

Den Zustand der Bremsbeläge können Sie zu Hause oder in einer Fachwerkstatt prüfen. Einige Fahrzeuge haben eine farbige Verschleißmarke, die Ihnen deutlich anzeigt, wann die Bremsbeläge zu sehr abgenutzt sind und gewechselt werden müssen. Bei modernen Fahrzeugen erkennen Sie den Zeitpunkt für einen notwendigen Wechsel durch eine elektronische Verschleißanzeige.

Sicherheit geht vor

Liegt die Stärke des Bremsklotzes bei unter drei Millimetern, sollten Sie einen Wechsel des Bremsbelages veranlassen. Spätestens aber, wenn Sie ein schleifendes, kratzendes Geräusch während der Fahrt wahrnehmen, sind die Bremsbeläge abgefahren. Erneuern Sie dann am besten alle Bremsbeläge der Hinterrad- und Vorderradbremse.

Eine Mängelhaftung durch den Hersteller besteht bei Verschleißteilen allerdings nicht. Jeder Fahrer muss selbst dafür sorgen, bei Bedarf die Bremsbeläge zu wechseln.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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