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Sturm und Starkregen: So kommen Autofahrer sicher durch

Von dpa
19.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Sturm und Starkregen: Bei so extremen Wetterlagen fÀhrt man möglichst gar nicht erst los.
Sturm und Starkregen: Bei so extremen Wetterlagen fÀhrt man möglichst gar nicht erst los. (Quelle: Caroline Seidel/dpa/dpa-tmn./dpa)
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MĂŒnchen (dpa/tmn) - Wer bei starkem Wind Auto fĂ€hrt, braucht vollste Aufmerksamkeit und passt das Tempo an. Je langsamer, desto besser kann man am Lenkrad noch reagieren. Die wichtigste Regel: Runter vom Gas und nicht ablenken lassen durch laute Musik etwa oder GesprĂ€che.

Beide HÀnde gehören ans Lenkrad, so der ADAC weiter. Ergreift eine Böe abrupt das Auto, ist gegenzulenken - aber angemessen und sanft.

Wer zu stark gegen den Wind lenkt, riskiert UnfĂ€lle. Denn bricht der Luftstrom abrupt wieder ab, landet man vielleicht im Graben oder auf der Gegenfahrbahn, so der TĂŒv SĂŒd. Also mit GefĂŒhl lenken.

Auf gleichmĂ€ĂŸigen Seitenwind lĂ€sst sich allerdings besser reagieren, als auf plötzliche Böen aus verschiedenen Richtungen. Aufbauten wie Dachboxen oder auf dem Dach montierte FahrrĂ€der erhöhen die AngriffsflĂ€che fĂŒr den Wind.

Wo weht der Wind am stÀrksten?

Woher der Wind blĂ€st, darauf kann die Neigung von BĂ€umen und BĂŒschen an der Straße hinweisen. An manchen BrĂŒcken zeigen LuftsĂ€cke die Richtung an. Da, wo der Wind offene AngriffsflĂ€chen hat, steigt die Gefahr - also etwa auf BrĂŒcken, in Waldschneisen oder an Tunnelausfahrten. Auch große Fahrzeuge wie etwa Busse und Lkw zu ĂŒberholen, kann schnell brenzlig werden, wenn das eigene Auto aus deren Windschatten gelangt und der Wind es plötzlich voll erfasst.

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Wann das Auto besser stehen bleibt

Werden StĂŒrme vorhergesagt, sollten baumreiche Strecken gemieden werden. Ab WindstĂ€rke 5 (29 bis 38 km/h Windgeschwindigkeit) sollte man bereits vorsichtig sein. Wird vor schwerem Sturm (ab WindstĂ€rke 10) oder Orkanen gewarnt, rĂ€t der ADAC, gar nicht erst loszufahren.

"Wer unterwegs ĂŒberrascht wird, bleibt im Zweifel am nĂ€chstmöglichen sicheren Platz stehen", sagt Vincenzo LucĂ  vom TĂŒv SĂŒd. Dabei meiden Schutzsuchende aber Orte, wo etwa herabfallende Äste oder BĂ€ume gefĂ€hrlich werden können. Das gilt auch fĂŒrs Parken. Am sichersten steht das Fahrzeug in einer Garage. Wer keine hat, könnte fĂŒr die absehbare Zeit des angekĂŒndigten Unwetters ein Parkhaus nutzen. Das koste vergleichsweise wenig Geld, das Auto bleibt aber heil, so LucĂ .

Besonders besonnen mit Motorrad, AnhÀnger und Co.

Die Fahrtipps gelten im Grunde auch fĂŒrs Motorrad. Biker halten sich nach Möglichkeit eher mittig auf der Fahrbahn. Das bringt laut ADAC beidseitig mehr Spielraum fĂŒrs Lenken. Auf flatternde Bekleidung verzichten sie besser und stellen Kleidung möglichst körpernah ein. TankrucksĂ€cke, Koffer oder GepĂ€ckrollen erhöhen die AngriffsflĂ€che.

Auch Fahrzeuge wie Wohnmobile und Lieferwagen sind windempfindlicher. Schlimmstenfalls könnten sie sogar umkippen, so der ADAC. Das gilt auch fĂŒr AnhĂ€nger-Gespanne: "Wer merkt, dass der AnhĂ€nger unruhig wird, sollte sofort Tempo rausnehmen und unter Beobachtung des rĂŒckwĂ€rtigen Verkehrs bremsen", sagt LucĂ . Das kann stabilisieren.

Vorsicht auf der nassen Straße

Auf nasser Fahrbahn besteht die Gefahr des Aquaplanings. Groß ist die Gefahr laut ADAC speziell da, wo Regenwasser nicht richtig ablaufen kann, etwa in Senken, in UnterfĂŒhrungen, bei Spurrillen oder in Kurven. Das Profil der Reifen kann das Wasser dann nicht mehr verdrĂ€ngen und sie schwimmen auf.

Wenn das passiert, sollte man weder am Lenkrad drehen, noch bremsen oder Gas geben, sondern ohne hektische Manöver ausgekuppelt rollen lassen, bis die Reifen wieder Kontakt haben. Bei Autos mit Automatik sollte der Fuß behutsam vom Gas gehen und nicht die Fahrstufe gewechselt werden.

Mit dem Sturm kommt oft die Flut

Regnet es sehr ergiebig, sollten ĂŒberflutete Abschnitte oder UnterfĂŒhrungen umfahren werden. Im Zweifel anhalten und umkehren, wenn die Wassertiefe nicht ganz genau abzuschĂ€tzen ist. Denn das ist nicht immer möglich, zumal dazu Hindernisse im Wasser verborgen sein können. Besonders vorsichtig ist man dort, wo Schlamm und Geröll ĂŒber die Straße fließen. Hier kann der Boden so rutschig sein, dass schon eine leichte Strömung das Auto von der Fahrbahn zieht, so der ADAC.

Wer schwungvoll durch zu tiefes Wasser fÀhrt, riskiert durch Spritzwasser MotorschÀden. Als Faustregel sollte man den Schweller nicht oder wenig eintauchen und möglichst nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren, so der ADAC

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