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Phishing: Polizei gelingt Schlag gegen internationale Konto-Diebe


Sicherheit
Polizei gelingt Schlag gegen Phishing-Bande

dapd, dapd / mu

11.07.2012Lesedauer: 1 Min.
Polizei hebt Bande von Online-Kontodieben aus.Vergrößern des BildesPolizei hebt Bande von Online-Kontodieben aus. (Quelle: t-online)
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Der Polizei in Deutschland und Rumänien ist ein Schlag gegen eine international tätige Phishing-Bande gelungen, die im großen Umfang Konten geplündert haben soll. Nach Hausdurchsuchungen in beiden Ländern am vergangenen Mittwoch sitzen zwölf von 27 mutmaßlichen Kontoplünderern in Rumänien in Haft, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg der dapd. Der angerichtete Schaden soll bei mindestens einer Million Euro liegen. Die Polizei geht von einer großen Anzahl Betroffener aus.

Seit mehreren Jahren auf Phishing-Tour

Die Verdächtigen im Alter zwischen 22 und 40 Jahren sollen seit mehreren Jahren mit Phishing-Attacken Zugangsdaten beim Online-Banking ausgespäht und von den ausspionierten Konten Gelder auf eigene Konten gestohlen haben. Laut einer Pressemitteilung des LKA Baden-Württembergs und der Staatsanwaltschaft Tübingen hatten die Cyber-Kriminellen Konten bei der "Poste Italiane" eingerichtet, auf die sie die erbeuteten Summen überwiesen. Mit legal ausgestellten Debit-Karten der "Poste Italiane" hoben sie das erbeutete Geld anschließend vor allem in Rumänien, Großbritannien und Deutschland wieder ab. Die rumänischen Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass der angerichtete Schaden bei mindestens einer Million Euro liegt.

Programmierer wohnt im Landkreis Reutlingen

Den Hausdurchsuchungen waren langwierige Ermittlungen der rumänischen und deutschen Ermittlungsbehörden vorausgegangen. Am 4. Juli 2012 wurden dann 30 Wohnungen in Rumänien und Baden-Württemberg durchsucht. Dabei wurden umfangreiche Beweismittel wie Notebooks, PC, Mobiltelefone, Debit-Karten, externe Festplatten und andere Speichermedien, Skimming-Geräte, fünf PKW und rund 30.000 Euro Bargeld sichergestellt. Bei dem mutmaßlichen Programmierer des Trojaners, mit dem die fremden Konten geplündert wurden, soll es sich um einen 31-jährigen Rumänen handeln, der im Landkreis Reutlingen wohnt. Er soll auch Teile der Beute abgehoben haben.

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