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Volkswagen will seine Autos bis 2025 ans Internet anbinden


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Volkswagen will ab 2025 fast alle Autos ans Internet anbinden

Von t-online, sha

02.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Volkswagen
Das Logo von Volkswagen: Der Autohersteller will seine Fahrzeuge aus der Cloud aktualisieren. (Quelle: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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VW will seine Autos ab 2025 mit einer einheitlichen Software ausstatten. Darüber sollen die Fahrzeuge mit Updates versorgt werden. Vorbild ist Tesla.

Bedienung per App und Software-Updates übers Internet: Volkswagen will bis 2025 eine Software-Plattform fertigstellen, mit der dann fast sämtliche Autos des Konzerns ausgestattet werden sollen. Über das Internet will der Konzern auf die Software zugreifen können, um zum Beispiel Fahrzeugeinstellungen und Apps für die Autos aktualisieren zu können. Der Zeitpunkt für die sogenannte "Automotive Cloud" liegt kurz vor dem geplanten Start des künftigen Kernmodells des Autoherstellers "Trinity".

"Ab Mitte des Jahrzehnts wollen wir alle Konzernautos anbinden", sagte Thomas Bierwirth, zuständiger Manager bei der Ingolstädter Tochter Cariad, in einer Online-Diskussion. "Die digitalen Dienste sollen für unsere Kunden zu mindestens 99 Prozent verfügbar sein."

Im aktuellen Modellbestand mit der bisherigen, alten Struktur unterschiedlicher Entwicklungs-Schnittstellen sei dieses Ziel schon erreicht. "Was wir hier lernen und aufbauen, wollen wir aber natürlich auch mit den neuen Systemen synchronisieren", kündigte Bierwirth an. Die Integration werde ein schrittweiser Prozess sein.

Funktionen sollen "over the air" aktualisiert werden

"Zunehmend wichtig wird, dass Software und elektronische Funktionen over-the-air updatefähig sind", sagte der Manager. Das bedeutet, dass die Autos drahtlos mit Updates versorgt werden können. Dabei gehe es um laufend aktualisierte Konfigurationen "während des gesamten Lebenszyklus ihres Autos". Bereitstellungszeiträume der Updates wolle man dabei weiter verkürzen. Diese lägen für viele neuen Modelle inzwischen bei zwölf Wochen statt wie früher bei bis zu eineinhalb Jahren.

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Als Beispiel nannte Bierwirth die Klimatisierung via Smartphone-App. "Eine Frage, die sich stellt, wenn das Auto im Ruhezustand ist, lautet etwa: Wie wecke ich es auf? Auf welche Weise fährt das System bestimmte Komponenten der Klimaanlage hoch – abhängig vom Ladezustand der Batterie?" So etwas erfordere eine präzise Abstimmung zwischen IT-Entwicklung und konkreter Umsetzung im Wagen. Ein anderer Fall seien Sicherheitsaspekte beim persönlichen Zugang zum Fahrzeug.

Neue Funktionen sollen schneller verfügbar sein

Grundsätzlich gehe es bei der Einheits-Cloud für alle Modelle darum, den Entwicklern Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, damit die Apps einfach und unkompliziert auf Funktionen im Auto zugreifen können. "Bisher ist auf der Entwicklerseite viel Tiefenwissen über die spezifischen Systeme der jeweiligen Fahrzeugplattform nötig", erklärte Bierwirth. "Mit der Cloud-Plattform können diese Prozesse vereinfacht werden." Neue Funktionsangebote seien rascher möglich.

Die Übertragung verschiedener Profile, Umsetzung regionaler Vorlieben und Beachtung regionaler Gesetzesregeln sei so ebenfalls besser zu leisten. Zum Beispiel seien "Remote Start"-Funktionen – das Anlassen des Autoantriebs per App – in den USA besonders gefragt, während Behörden in Europa dies nicht erlaubten. In Asien hingegen hatte VW etwa Probleme, die Wünsche mancher Verbraucher nach ausgefallenen Funktionen wie einer "Karaoke-App" zu bedienen – auch "Remote Start" wurde dort beliebter. Für derlei Anpassungen bedeute die Cloud: "Die Plattform hilft uns dabei, Innovationen schnell anzubieten."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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Von Steve Haak
VW

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