Sie sind hier: Home > Digital >

Datenschützer warnt vor automatischer Gesichtserkennung

Fehlerquote "hochproblematisch"  

Datenschützer warnt vor automatischer Gesichtserkennung

14.01.2019, 12:00 Uhr | dpa

Datenschützer warnt vor automatischer Gesichtserkennung. Gesichtserkennung und Überwachung (China): Deutscher Datenschützer hat Bedenken. (Quelle: imago images)

Gesichtserkennung und Überwachung (China): Deutscher Datenschützer hat Bedenken. (Quelle: imago images)

Der neue Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat vor einer Ausweitung von Videoüberwachung und automatischer Gesichtserkennung gewarnt. Er halte solche Forderungen allein schon wegen der Fehlerquote für "hochproblematisch".

Das sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Samstag: "Menschen geraten zu Unrecht unter Verdacht. Wir drohen, die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit zu verlieren."

Ein Pilotprojekt zur automatischen Gesichtserkennung in der Videoüberwachung am Berliner Bahnhof Südkreuz hatte im vergangenen Jahr gezeigt, dass Computersysteme beim aktuellen Stand der Technik eine Trefferquote von mehr als 80 Prozent erreichen. Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte dazu im Oktober erklärt, die Systeme hätten sich "in beeindruckender Weise bewährt, sodass eine breite Einführung möglich ist".

Kelber forderte auch, die ausgesetzte Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung ganz abzuschaffen. "Eine anlasslose Speicherung von Telefon- und Internetverbindungsdaten halte ich für grundrechtswidrig", so der Datenschutzbeauftragte. "Erst einmal alles über alle zu sammeln und dann zu schauen, ob man es irgendwie verwenden kann – das geht nicht."

Speicherzwang vorläufig ausgesetzt

Eine Vorratsdatenspeicherung würde Telekommunikationsanbieter verpflichten, alle Verbindungsdaten für einige Wochen zu speichern. Das Thema sorgt in Deutschland seit Jahren für politischen Streit. Befürworter setzen zur Kriminalitätsbekämpfung auf dieses Instrument. Der Speicherzwang sollte eigentlich im Sommer 2017 in Kraft treten, die Bundesnetzagentur hatte ihn aber nach einem Gerichtsbeschluss vorläufig ausgesetzt.


Kelber forderte zudem, Datenschutz zum Unterrichtsstoff in den Schulen zu machen. Das Thema müsse "sinnvoll in die Lehrpläne eingebunden und selbstverständlicher Bestandteil des Schulunterrichts werden". Der SPD-Mann ist seit Anfang des Monats im Amt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Ihre Meinung zählt!

Wir freuen uns auf angeregte und faire Diskussionen zu diesem Artikel.
Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Gefällt 0 Gefällt nicht0
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Highspeed-Surfen mit TV für alle: viele Verträge, ein Preis!
jetzt Highspeed-Streamen mit der Telekom
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe