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"Nazis raus!" – Spieleplattform Steam entfernt rechte Parolen und Nazi-Symbole

Nazi-Symbolik auf Spieleplattform  

Steam entfernet rechtsextreme Inhalte

12.12.2019, 12:46 Uhr | dpa , sle , t-online.de

"Nazis raus!" – Spieleplattform Steam entfernt rechte Parolen und Nazi-Symbole. Screenshot Spieleplattform Steam: Auch Rechtsextreme nutzen die Plattform. (Quelle: t-online.de)

Screenshot Spieleplattform Steam: Auch Rechtsextreme nutzen die Plattform. (Quelle: t-online.de)

Auf der Plattform Steam können Nutzer Spiele kaufen und in Gruppen miteinander chatten. Jetzt hat die Plattform zahlreiche Inhalte mit rechtsextremer Symbolik gelöscht.

Foto-Serie mit 10 Bildern

Der Online-Spiele-Anbieter Steam hat Dutzende Inhalte mit verfassungsfeindlichen Symbolen und ein volksverhetzendes Profil von ihrer Plattform entfernt, teilte am Montag die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) mit.

Profilbilder mit SS-Symbolik

Einige Nutzer hatten Pseudonyme wie "Führer", "Holocaust", oder "Dr. med. Hitler vergaßt". Auch diverse Gruppennamen auf Steam hatten einen Bezug zur NS-Zeit oder rechtsextremen Gruppierungen wie der Gruppenname "Reconquista Germania". Darüber hinaus hatten Nutzer in ihren Profilbildern Siegrunen und Abbildungen des SS-Totenkopfes.

Bei den Symbolen und Parolen gehe es laut Landesmedienanstalt um "absolut unzulässige und strafbare Inhalte". Nach einer Beschwerde hätten Mitarbeiter der Medienanstalt 28 rechtswidrige Hintergrundbilder sowie knapp dreißig Profile mit rund fünfzig strafrechtlich relevanten Inhalten gefunden und der Plattform gemeldet.

Attentäter werden verehrt

Die Plattform stand schon häufiger wegen rechtsextremer Nutzer in der Kritik. Der Attentäter David S., der 2016 neun Menschen in einem Einkaufszentrum in München erschoss, wurde beispielsweise in Gruppen auf Steam verehrt.

Steam habe nach dem entsprechenden Hinweis die Inhalte bis auf wenige Ausnahmen vom Netz genommen. Um Verstöße noch besser zu verhindern, wolle der Plattformbetreiber seine Moderatoren künftig noch stärker schulen, hieß es.

Die Landesmedienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein führt nach eigenen Angaben regelmäßig Recherchen in Sozialen Netzwerken und auf Plattformen durch. Mögliche rechtswidrige Inhalte können der Medienanstalt online über ein Beschwerdeformular gemeldet werden.

Verwendete Quellen:

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