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Was taugen Leitungssuchgeräte?

dpa-tmn, Till Simon Nagel

Aktualisiert am 23.12.2019Lesedauer: 3 Min.
Ein Walabot von Vayyar: Der Walabot ist ein Radarsensor zum Anstecken an Smartphones, der in Wände schauen kann.
Ein Walabot von Vayyar: Der Walabot ist ein Radarsensor zum Anstecken an Smartphones, der in W√§nde schauen kann. (Quelle: Robert G√ľnther/dpa-tmn-bilder)
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Ein letzter Zweifel bleibt beim Bohren immer ‚Äď ist da wirklich nichts in der Wand? Das Problem: Die Technik bietet nicht immer zuverl√§ssige Ergebnisse. Doch Sie k√∂nnen schon beim Bau f√ľr die Zukunft vorsorgen.

Eigentlich war die Mission einfach: Zwei L√∂cher, 30 Zentimeter voneinander entfernt, 30 Zentimeter √ľber der K√ľchenbank. F√ľr ein Gew√ľrzglas-Regalbrett. Also anzeichnen, den 6er-Bohrer einspannen und los. Dann knallte es, und das Licht war aus. Entsetzen.

Mit Taschenlampe die Erkenntnis: Da hat ja einer quer √ľber die Wand ein Stromkabel zum Herd verlegt. Wer macht denn sowas?

Leitungssuchgeräte sind nicht immer zuverlässig

Wer im Altbau wohnt, kennt diese Angst, die beim Bohren mitklingt. Was mag da wohl so alles in der Wand stecken? Und wo? Gut, dass es technische Hilfe gibt: Leitungssuchger√§te. Sie sollen Stromkabel und Wasserleitungen zuverl√§ssig aufsp√ľren. Doch genau hier scheitert ein Gro√üteil der Helfer, hat Peter Baruschke herausgefunden.

Er ist Test-Redakteur bei der Zeitschrift "Selbst ist der Mann". F√ľr die Januar-Ausgabe 2020 hat er sich mit dem T√ľv Rheinland zusammen 13 Ger√§te f√ľr Heimwerker angesehen. Ergebnis: "Mit dem Auffinden von Stromleitungen haben sich alle getesteten Ger√§te sehr schwergetan", sagt Baruschke. Bis auf zwei Ausnahmen von Bosch (rund 100 Euro) und AGT (circa 30 Euro) erkennen die Ger√§te Leitungen entweder nicht zuverl√§ssig ‚Äď oder sind so ungenau, dass es auch nicht mehr hilft.

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Verschiedene Materialien fordern die Geräte heraus

Man muss dabei fair bleiben. Denn die Geräte haben es nicht leicht. Wände in Deutschland können aus Beton, Ziegelsteinen, Gasbeton, Ständerwerk mit Gipskarton oder Holz sein. Leitungen können in Schlitzen liegen, in Leerrohren oder einfach irgendwie durch Hohlräume gezogen sein. Kann ein Gerät alles finden?

Nach Baruschkes Erfahrung nicht. In festen Baustoffen lie√üen sich Stromleitungen nur schwer finden. Je n√§her sie der Oberfl√§che sind, desto besser. "Bei Leitungen unter Gipskarton hat man eine Chance." Bei solchen Trockenbauw√§nden lassen sich auch die Holzbalken oder Metallprofile mit den richtigen Sensoren aufsp√ľren. Praktisch, doch die meisten Ger√§te haben Schwierigkeiten, Leitungen etwa von Metalltr√§gern zu unterscheiden.

Etwas besser sieht es bei Wasserleitungen aus. "Je mehr Metall da drin ist, desto besser wird es gefunden", sagt Baruschke. Manche Geräte können auch einzelne Schrauben wiederfinden. "Man muss aber leider sagen, es bleibt ein Restrisiko bei all diesen Anwendungen." Der Tipp: Zur Sicherheit grenzt man Funde besser von beiden Seiten ein und hält Sicherheitsabstand.

Auch Radarsensoren haben ihre Einschränkungen

Die meisten Leitungssucher im Handel arbeiten nach dem Prinzip eines Metalldetektors. Eine Spule wird unter Strom gesetzt und sendet ein Magnetfeld aus. Durch Veränderungen im Magnetfeld wird erkannt, ob Metall in der Wand ist. Eine weitere Möglichkeit ist Radar. Hier gibt es diverse Profigeräte und etwa mit dem Walabot DIY der israelischen Firma Vayyar auch ein Heimwerkergerät.

Der Sensor f√ľr Android-Smartphones schickt Millimeterwellen in die Wand und soll Rohre, Leitungen, Tr√§ger und andere Objekte erkennen. Wie das funktioniert, sehen Sie auch hier im Test-Video von T-Online,de.

Im Praxistest klappt das zumindest bei Stahlbeton- und Gipskartonw√§nden gut. Nach einiger Kalibrierung tauchen auf dem Bildschirm Moniereisen, Striche f√ľr Kabel, breitere Steifen f√ľr Leitungen und graue oder holzfarbene Fl√§chen f√ľr Tragwerk auf. Auf Ziegelw√§nde ist das Ger√§t (65 bis 100 Euro) bislang nicht ausgelegt und liefert im Test im Altbau keine verl√§sslichen Ergebnisse.

Installationspläne aus der Umbauzeit können helfen

Was also tun, wenn die Technik keine wirklich zuverl√§ssigen Ergebnisse liefert? Eine M√∂glichkeit sind Installationspl√§ne oder Fotos aus der Roh- oder Umbauzeit einer Immobilie. Hier lassen sich die Verl√§ufe von Leitungsrohren ermitteln. Wer also beim Bau solche Fotos macht, sorgt f√ľr die Zukunft vor.

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