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Wie Windows 95 vor 25 Jahren den PC-Boom ausl├Âste

Von dpa
Aktualisiert am 23.08.2020Lesedauer: 4 Min.
Microsoft-Gr├╝nder Bill Gates stellt in den USA das Betriebssystem Windows 95 dem Publikum vor.
Microsoft-Gr├╝nder Bill Gates stellt in den USA das Betriebssystem Windows 95 dem Publikum vor. (Quelle: DB/dpa./dpa)
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Mit Windows 95 begann Microsoft den Weg ins heutige PC-Zeitalter: Statt der Tastatur spielte nun die Maus die Hauptrolle am PC. In Microsofts Meilenstein steckte aber auch eine fatale Fehleinsch├Ątzung.

"Start Me Up" - Die Rolling Stones pr├Ągten den Sound der Vorstellung des Microsoft-Betriebssystems Windows 95 vor 25 Jahren. Firmengr├╝nder Bill Gates hatte damals drei Millionen Dollar locker gemacht, um die Nutzungsrechte des Songs f├╝r die Premierenfeier am 24. August und sp├Ątere TV-Spots zu besorgen.


Von Windows 1.0 bis Windows 10: So hat Windows sich in 35 Jahren ver├Ąndert

Am 20. November 1985 ver├Âffentlichte die damals noch kleine Softwarefirma Microsoft mit Windows 1.0 die erste grafische Benutzeroberfl├Ąche f├╝r ihr Betriebssystem MS-DOS. Anwendungen auf MS-DOS-Rechnern lie├čen sich endlich mit der Maus bedienen und machten die grauen Kisten damit auch f├╝r private Verbraucher attraktiv.
So sah damals ├╝brigens die Verpackung der allerersten Windows-Version aus.
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Zur Pr├Ąsentation der Software wurde TV-Star Jay Leno aus Los Angeles eingeflogen. 2500 G├Ąste feierten in riesigen Festzelten auf dem Firmencampus in Redmond bei Seattle ausgelassen die neue Software. In New York wurde in der Nacht das Empire State Building in den Farben von Windows angestrahlt. So etwas hatte die Branche noch nie gesehen.

Windows 95 wurde als Weltneuheit gefeiert. Allerdings steckte unter der Haube noch viel alte Technik: Um die Besitzer von 16-Bit-Programmen f├╝r die ersten Windows-Versionen und antiquierter Software f├╝r das erste Microsoft-Betriebssystem MS-DOS nicht auszuschlie├čen, hatten sich Gates und seine Mitstreiter gegen einen radikalen Neuanfang entschieden. Diese Entscheidung f├╝hrte dann aber auch dazu, dass Windows 95 sich immer wieder mal mit einem Absturz verabschiedete. Das wurde sp├Ąter mit Windows XP weitgehend ausgeb├╝gelt.

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Besonders die Optik begeisterte PC-Nutzer

Viel ├╝berzeugender war die neue Optik: Das Microsoft-System brachte eine neue grafische Oberfl├Ąche mit, die sich an den Dokumenten orientierte und mit der Maus bedient werden konnte. Die Schreibtisch-Metapher kam zwar den Besitzern eines Apple Macintosh irgendwie bekannt vor, f├╝r die meisten PC-Benutzer bot Windows 95 jedoch eine echte Premiere. "Windows 95 war ein gro├čer Meilenstein f├╝r das Unternehmen", sagte Gates 2018 in einem "Wired"-Video.

Gates r├Ąumt dabei freim├╝tig ein, dass die grafische Benutzeroberfl├Ąche nicht von Microsoft erfunden wurde. Allerdings sieht er auch nicht Apple als Erfinder, sondern ein legend├Ąres kalifornisches Forschungsinstitut. "Die grafische Benutzerschnittstelle ist im Xerox PARC erfunden worden, f├╝r einige sehr teure Maschinen, die nur in geringen St├╝ckzahlen verkauft wurden."

Microsoft will nicht bei Apple abgeschaut haben

Tats├Ąchlich hatten sich Apple-Mitbegr├╝nder Steve Jobs und sein Team f├╝r die Programmierung der Oberfl├Ąchen der Apple-Computer Lisa (1983) und Macintosh (1984) bei mehreren Besuchen im Xerox PARC inspirieren lassen. Der Xerox-Konzern in New York bekam daf├╝r lukrative Aktien-Optionen vor dem Apple-B├Ârsengang. Gates und seine Entwickler l├Âsten dagegen nie ein Eintrittsticket f├╝r einen Besuch der Labore vom Xerox PARC.

├ťber dieses Thema reden sich heute nur noch einige Nerds und Computer-Historiker die K├Âpfe hei├č. Xerox lie├č damals eine historische Chance verstreichen. Und Microsoft profitierte davon.

Windows 95 entfachte einen Upgrade-Boom, denn im Vergleich zum Kommando-Zeilensystem MS-DOS und den ersten Windows-Versionen sah das neue Betriebssystem so viel besser aus und war auch einfacher zu bedienen. Es warf auch die l├Ąstige L├Ąngenbeschr├Ąnkung f├╝r Dateinamen auf acht plus drei Zeichen ├╝ber Bord (BEISPIEL.TXT). Und man konnte auch wie beim Mac die Dateien auf dem virtuellen Schreibtisch (Desktop) ablegen. Gel├Âschte Dateien landeten in einem Papierkorb und konnten vor dem endg├╝ltigen L├Âschen auch wieder daraus entnommen werden.

Das Start-Men├╝ wurde geboren

Einen eigenen Akzent setzte Microsoft mit dem Start-Men├╝, auch wenn einige Anwender nicht verstehen konnten, warum man auch zum "Beenden" auf "Start" klicken musste. Das Festhalten am Start-Men├╝ ├╝ber viele Jahre war sp├Ąter auch daf├╝r mitverantwortlich, dass sich die Windows-Variante f├╝r Smartphones nicht durchsetzen konnte. Auf den kleinen Bildschirmen funktionierte das Konzept des Start-Knopfes nicht. Als Microsoft sich 2010 endlich davon verabschiedete, war der Siegeszug von Android und dem iPhone schon nicht mehr aufzuhalten.

Vor 25 Jahren war die Windows-95-Euphorie aber ungebrochen: Allein in den ersten sieben Wochen verkaufte Microsoft sieben Millionen Exemplare. Innerhalb eines Jahres waren es 40 Millionen. Damit holte Gates den Personal Computer aus der Nerd-Ecke und kam seiner Vision "Ein PC auf jedem Schreibtisch" einen entscheidenden Schritt n├Ąher.

Windows 95 ebnete dem PC den Weg zum Massenmarkt

1995 wurden weltweit erst gut 60 Millionen Computer verkauft. Zehn Jahre sp├Ąter ├╝berschritt die Zahl der verkauften PCs weltweit erstmals die Schwelle von 200 Millionen, Microsoft hielt damals einen Marktanteil von ├╝ber 95 Prozent. Seinen H├Âhepunkt erlebte der PC-Markt 2011 mit 365 Millionen verkauften Ger├Ąten. Seitdem zeigt die Kurve deutlich nach unten, weil bei vielen Menschen das Smartphone oder ein Tablet-Computer die Funktion des PCs ├╝bernommen hat.

Komplett falsch sch├Ątzte Gates damals den Online-Markt ein. Zu Beginn wurde Windows 95 sogar ohne Webbrowser verkauft, obwohl der britische Wissenschaftler Tim Berners-Lee das Web bereits f├╝nf Jahre zuvor erfunden hatte und der popul├Ąre Mosaic-Browser auch schon seit 1993 verf├╝gbar war. Erst im "Plus!"-Paket f├╝r 100 Deutsche Mark gab es einen Browser dazu.

Gates glaubte damals noch an den Erfolg propriet├Ąrer Online-Dienste wie Compuserve oder AOL und stattete sein Windows mit dem Microsoft-Gegenst├╝ck MSN aus. Diese geschlossenen Onlinedienste versuchten, die Nutzer in einem abgeschotteten Bereich zu halten, der vom offenen Web aus nicht erreichbar war. Erst als der Mosaic-Nachfolger Netscape den Markt ├╝berrannte, erkannte Gates die Herausforderung.

Gates sch├Ątzte das Potenzial von Internet-Browsern falsch ein

Immerhin reagierte der Microsoft-Chef schnell: Vier Monate nach der Premiere von Windows 95 ├Ąnderte Gates seinen Online-Kurs um 180 Grad. Er w├Ąhlte in einem Workshop dazu einen au├čergew├Âhnlichen historischen Vergleich, um die neue Strategie zu verdeutlichen. Am Jahrestag des ├ťberfalls Japans auf Pearl Harbor erinnerte er an den Kommentar des japanischen Admirals Yamamoto, "er f├╝rchte, sie h├Ątten (mit dem ├ťberfall) einen schlafenden Giganten geweckt".

Die neue Ansage von Gates lautete: "Heute ist das Internet die treibende Kraft bei allen Verbesserungen, die wir bei all unseren klassischen Produkten vornehmen." Microsoft verstrickte sich nach dieser Ansage in einen schmutzigen "Browserkrieg". Der Kampf gegen Netscape h├Ątte fast zur Aufspaltung des Konzerns gef├╝hrt, weil sich die Aufsichtsbeh├Ârden an Microsofts Gesch├Ąftspraktik st├Ârten, den Browser Internet Explorer mit Windows zu b├╝ndeln. Zum Schluss blieb Netscape auf der Strecke. Erst jetzt, 25 Jahre sp├Ąter, soll der Internet Explorer endg├╝ltig sterben.

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Inzwischen spielt der Browsermarkt nur noch eine untergeordnete Rolle. Hier versucht Microsoft mit einem runderneuerten Browser Edge den x-ten Anlauf eines Comebacks gegen Google Chrome. Im Kampf um die Erl├Âse aus dem Netz steht Microsoft dennoch inzwischen auf der Siegerseite. Das Cloud-Gesch├Ąft mit Microsoft Azure und Microsoft 365 hat inzwischen die Erl├Âse mit Windows weit abgeh├Ąngt.

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