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"Star Wars: Squadrons" im Test – hier fühlen sich Star-Wars-Fans Zuhause

"Star Wars: Squadrons" im Test  

Das Spiel, auf das Fans Jahrzehnte gewartet haben

05.10.2020, 11:57 Uhr
"Star Wars: Squadrons" im Test – hier fühlen sich Star-Wars-Fans Zuhause. Ein Screenshot aus "Star Wars: Squadrons": Spieler setzen sich in das Cockpit bekannter Star-Wars-Jäger.  (Quelle: Screenshot EA)

Ein Screenshot aus "Star Wars: Squadrons": Spieler setzen sich in das Cockpit bekannter Star-Wars-Jäger. (Quelle: Screenshot EA)

"Star Wars: Squadrons" lässt Spieler Weltraumschlachten im Star-Wars-Universum aus dem Cockpit eines der ikonischen Jäger miterleben. Im Test glänzt der Titel mit Grafik, Inszenierung und einem vergleichsweise niedrigen Preis.

Filme, Serien, Bücher, Comics, Lego oder Videospiele – "Star Wars"-Fans mangelt es nicht an Unterhaltungsmedien. Wer aber Raumschlachten aus dem Cockpit eines X-Wing oder TIE Fighter erleben wollte, musste lange zu den gleichnamigen Computerspielen (wie "X-Wing" von 1993) aus den 90er-Jahren zurückgreifen.

Das ändert sich nun mit "Star Wars: Squadrons". Im Test zeigt sich: "Squadrons" ähnelt den Games aus den 90ern, auch wenn es deutlich anfängerfreundlicher und arcadelastiger gestaltet ist. Dennoch kann das Spiel das Stars-Wars-Gefühl von damals wiederaufleben lassen und lohnt sich sowohl für alte Fans als auch Neulinge.

Ein Erlebnis im VR-Modus

Punkten kann das Spiel vor allem mit der Grafik: Wenn links und rechts TIE Fighter vorbeikreischen und Laserstrahlen zischen, die Flugkameraden um Hilfe rufen, während im Hintergrund die Star-Wars-Musik hoch und runterspielt, fühlt man sich wie ein Pilot der Neuen Republik oder des Galaktischen Imperiums. Beeindrucken können auch die detailreich gestalteten Cockpits der Schiffe, in denen man sich auch umschauen kann.

Andere Tester zeigten sich begeistert vom Spielererlebnis mit einer Virtual-Reality-Brille. So schreiben Fachmagazine wie die "GameStar", dass das Cockpit im VR-Modus "unbeschreiblich plastisch und auch ganz schön klaustrophobisch" wirken kann. Und das VR-Fachportal "Mixed“ resümiert, dass "Squadrons" ein "fantastisches VR-Spiel, vielleicht sogar das Beste seit Half-Life: Alyx" sei.

Actionreiche Kampagne mit wenigen Schiffen

Die etwa bis zu acht Stunden lange Kampagne hält zwar keine Überraschungen bereit, ist aber gut in Star-Wars-Marnier inszeniert und lässt sich flott runterspielen. Die Geschichte ereignet sich nach "Die Rückkehr der Jedi Ritter": Spieler übernehmen abwechselnd die Rolle eines Piloten der Neuen Republik und des Galaktischen Imperiums und müssen mit ihrer Staffel Angriffs- oder Verteidigungsmissionen ausführen. Die Flugkameraden erzählen dem Spieler gerne und viel Anekdoten aus ihrem Leben, was sie lebendiger wirken lässt. Jedoch irritiert es, wenn solche Gespräche vor einer kritischen Mission stattfinden. Manche Dialoge wirken zudem etwas kitschig.

Steuern können Spieler insgesamt acht Schiffe. Das sind deutlich weniger als bei den Spielen aus den 90ern, die auch mit exotischen Jägern wie dem Z-95 Kopfjäger oder den experimentellen TIE Avenger glänzen konnten. Neue Inhalte für "Squadrons" sind aktuelle auch nicht geplant. Dafür können Spieler in "Squadrons" ihre Schiffe umrüsten und beispielsweise Waffensysteme oder den Rumpf tauschen. Steuern lassen sich die Jäger mit Maus und Tastatur, Gamepad oder Joystick. Im Test macht es mit Joystick und Tastatur am meisten Spaß.

Auch für Anfänger geeignet

Im Vergleich zu den Spielen aus den 90ern ist "Squadrons" deutlich anfängerfreundlicher gestaltet, was sich schon bei der Steuerung zeigt: Hatte bei "X-Wing vs. Tie Fighter" beispielsweise jede Tastatur-Taste eine Funktion, sind bei "Squadrons" nur noch wenige Tasten belegt. Manche Manöver wie die Geschwindigkeit an den Gegner anzupassen, sind so in "Squadrons" nicht möglich. Dafür bietet das Spiel mit der Drift-Funktion eine neue Methode, um Verfolger abzuschütteln.

Vermutlich um Mehrspielerkämpfe fairer zu gestalten, hält ein TIE Fighter in "Squadrons" deutlich mehr Treffer aus als es laut Star-Wars-Regeln möglich wäre. Zudem besitzt jedes Schiff einen Reparaturmodus, der einen aus so mancher kritischen Situation retten kann. Auch sind Checkpoints fairer gesetzt, sodass Spieler – im Vergleich zu manchem Titel von früher – eine Mission nach Abschuss nicht mehr von Beginn an starten müssen. Und was viele Fans freuen dürfte: Auch in "Squadrons" können Spieler Ziele durchschalten und beispielsweise bei Angriffen auf Sternzerstörern Waffensystem oder andere Komponenten einzeln auswählen.

Mehrspieler ohne Pay2Win

Wer die Einzelspielerkampagne beendet hat, kann sich am Mehrspieler versuchen: Entweder ein schnelles Gefecht fünf gegen fünf oder der sogenannte Flottenkampf, wo Spieler das Schlachtschiff des gegnerischen Teams zerstören müssen. Wer in der Rangliste aufsteigt, erhält kosmetische Belohnungen wie Dekoration für das Cockpit oder Aufkleber. Lootboxen oder sonstiges Pay2Win-Material soll es laut Publisher Electronic Arts nicht geben. Übrigens: Das Spiel unterstützt crosslay: PC- und Konsolennutzer können plattformübergreifend miteinander spielen.

Fazit

"Star Wars: Squadrons" bietet schnelle Action und unterstreicht das Ganze mit wunderschöner Grafik und einer super Inszenierung. Die Kampagne ist zwar kurz und so mancher ist sicher auch von dem Mehrspieler mit nur zwei Modi nach einiger Zeit gelangweilt. Doch wer die Spiele aus den 90ern geliebt hat, wird sich hier sofort wohlfühlen und sicher auch freuen, die Dogfights zwischen X-Wings und TIE Fighters mit aktueller Grafik wiedererleben zu können. Schade ist, dass der Titel vergleichsweise wenige Jäger zur Auswahl hat. Dafür ist der Preis von 40 Euro sehr fair und deutlich geringer, also bei so manchem anderen Top-Titel. Wer sich selbst mal hinter das Steuer einer der ikonischen Star-Wars-Jäger setzen will, sollte sich den Titel unbedingt anschauen.

"Star Wars: Squadrons" ist für PC, PlayStation 4 und Xbox One erhältlich.

Hinweis: Electronic Arts hat der Redaktion Keys für "Star Wars: Squadrons" für diesen Test zur Verfügung gestellt. Für die Produkte, die über diese Seite verkauft werden, erhält t-online eine Provision vom Händler. Für Sie als Käufer entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

Verwendete Quellen:
  • Eigener Test

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