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Amazon will seine Fahrer in Zukunft strenger überwachen

In den USA  

Amazon will seine Fahrer in Zukunft filmen

05.02.2021, 13:46 Uhr | avr, t-online

Amazon will seine Fahrer in Zukunft strenger überwachen. Ein Lieferwagen von Amazon (Symbolbild): Das Unternehmen will den USA Kameras in den Fahrzeugen installieren.  (Quelle: imago images/Dinendra Haria)

Ein Lieferwagen von Amazon (Symbolbild): Das Unternehmen will den USA Kameras in den Fahrzeugen installieren. (Quelle: Dinendra Haria/imago images)

Amazon ist einer der größten Onlinehändler der Welt und hat mittlerweile auch ein eigenes Liefersystem aufgebaut. In den USA will das Unternehmen seine Fahrer nun strenger überwachen.

Amazon will in den USA Fahrer seiner Lieferwagen in Zukunft filmen. Das berichten verschiedene US-Medien wie "The Information". Der Nachrichtenagentur AFP bestätigte eine Amazon-Sprecherin diesen Schritt. Das Unternehmen habe "kürzlich damit begonnen, eine Sicherheitstechnologie in unserer Flotte zu installieren, die auf Kameras basiert", sagte die Sprecherin der AFP.

Grund für das Vorhaben sei, die Sicherheit für Fahrer zu erhöhen. Laut dem Tech-Magazin "The Verge" stelle die kalifornische Firma Netradyne Hardware und Software für Amazons Vorhaben bereit. Das Unternehmen hat die Software Driveri entwickelt, die mithilfe von künstlicher Intelligenz das Verhalten der Fahrer im Straßenverkehr analysiere. Fahrer sollen so Warnungen in Echtzeit erhalten.

Studien hätten gezeigt, dass auf diese Weise Unfälle reduziert werden könnten, heißt es in einem internen Marketingvideo, das die Technologie vorstellt. Das Video wurde Ende Januar auf der Plattform Vimeo veröffentlicht, Amazon hat seine Echtheit mittlerweile bestätigt.

Vier Kameras im Auto

Im Video sagt Amazons Senior Managerin Karolina Haraldsdottir, dass das System mit vier Sensoren in alle Richtungen ausgestattet sei. So können die Kameras sowohl die Straße als auch den Fahrer filmen. Haraldsdottir sagte, dass die Geräte keinen Ton aufzeichnen und auch nicht "live" senden.

Stattdessen werden laut dem Marketingvideo die Aufnahmen bei bestimmten Ereignissen ins Amazon-System geladen. Beispielsweise, wenn das Auto zu schnell fährt oder Fahrer "Stop"-Zeichen ignorieren. Auch können die Amazon-Lieferanten per Knopfdruck die Aufnahmen hochladen lassen.

Laut Haraldsdottir könne nur "eine begrenzte Zahl an autorisierten Menschen" auf die Aufnahmen zugreifen. In dem Marketingvideo zeigt Amazon auch einige Situationen, in denen die Aufnahmen die Amazon-Lieferanten entlasteten. Als Beispiel werden Videos von Unfällen gezeigt, die beweisen, dass den Fahrer keine Schuld traf.

Organisationen sprechen von Überwachung

Mehrere Organisationen, die für den Arbeitsschutz im digitalen Zeitalter kämpfen, liefen Sturm gegen diese umfangreiche "Überwachung". Amazon müsse diese Praxis "sofort stoppen", forderte etwa Fight for the Future. Der US-Kongress müsse zudem eine umfangreiche Untersuchung der Überwachungstätigkeiten des Konzerns einleiten.

Amazon ist in den USA der zweitgrößte Arbeitgeber. Das Unternehmen beschäftigt dort mehr als 800.000 Menschen. Immer wieder gibt es Kritik an den Arbeitsbedingungen. Auch in Deutschland gibt es immer wieder Streiks und vor allem Forderungen nach höheren Löhnen und einem Tarifvertrag.

Verwendete Quellen:

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