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Test Huawei FreeBuds 4i: Schlägt Huawei die doppelt so teuren AirPods Pro?

FreeBuds im Kurztest  

Schlägt Huawei die doppelt so teuren AirPods von Apple?

Von Jan Mölleken

06.04.2021, 11:38 Uhr
Test Huawei FreeBuds 4i: Schlägt Huawei die doppelt so teuren AirPods Pro?. Huawei FreeBuds 4i: Die Kopfhörer wollen Apples Tugenden für den halben Preis bieten (Quelle: Jan Mölleken)

Huawei FreeBuds 4i: Die Kopfhörer wollen Apples Tugenden für den halben Preis bieten (Quelle: Jan Mölleken)

Huawei will mit neuen kabellosen In-Ear-Kopfhörern Apples AirPods Pro Konkurrenz machen. Wir haben getestet, wie sich der günstige Herausforderer im Alltag schlägt.

True-Wireless-Kopfhörer sind seit dem Erfolg der ersten AirPods von Apple ein echtes Boom-Segment im Kopfhörermarkt. Bis heute führt Apple die Verkaufslisten deutlich an. So wundert es kaum, dass nicht wenige Hersteller sich beim Design eigener Modelle durchaus erkennbar am großen Vorbild orientiert haben – und sich stets auch an den Apple-Geräten messen lassen müssen.

Dass dieser Vergleich auch bei Huaweis jüngsten True-Wireless-Kopfhörern FreeBuds 4i nicht fern liegt, ergibt sich schon beim Blick auf das Design der neuen Ohrhörer. Das erinnert recht deutlich an Apples AirPods Pro (ab 210 Euro) – auch wenn Huawei hier durchaus auch eigene, schicke Akzente setzt.

Auch der Funktionsumfang ist ähnlich: Wie Apples Vorbilder laden sie in einer rundlichen Transportbox auf, bieten aktive Geräuschunterdrückung (ANC) und zeigen ein ganz ähnliches Pop-Up-Fenster auf einem Huawei-Smartphone an, wenn man das geöffnete Ladecase in die Nähe des Telefons bringt. Anders als Apples Vorbilder kosten sie aber nicht über 200 Euro, sondern sind schon für deutlich unter 100 Euro zu haben – ein klarer Vorteil.

Handhabung im Alltag: Echte Akku-Monster

Das wohl überzeugendste Feature von Apples AirPods ist die perfekte Bedienbarkeit im Alltag: Die Hörer sind immer geladen und dank des handschmeichlerischen Ladegehäuses auch stets in der Hosentasche dabei, ohne zu stören. Hier stehen Huaweis Hörer den Vorbildern in nichts nach: Das schicke Ladecase der FreeBuds 4i ist einen Tick größer und runder, liegt aber trotzdem gut in der Tasche. Und hat man die Kopfhörer mit dem Smartphone verbunden, reicht es, sie einfach ins Ohr zu stecken und nach dem Gebrauch wieder im Ladecase zu verstauen – egal ob mit Huawei-Handy, Android-Konkurrent oder auch einem iPhone. Lediglich das Herausnehmen der Hörer aus dem Ladecase ist etwas fummelig.

Einmal im Ohr spielen die FreeBuds 4i einen echten Vorteil aus: ihre enorme Akku-Laufzeit: Mit aktiviertem ANC hält der Akku deutlich über sieben Stunden. Das ist sehr beeindruckend für solch kleine Geräte, Konkurrent Apple schafft hier nur vier Stunden.

Das ANC an sich funktioniert sehr ordentlich, die AirPods Pro machen das aber besser. Gleiches gilt für den Transparenz-Modus, bei dem die Umgebungsgeräusche in das Kopfhörersignal gemischt werden, damit man etwa einem Gespräch besser folgen kann oder im Verkehr nicht gefährdet ist.

Sound ist solide, aber nicht ohne Schwächen

Das Umschalten zwischen ANC, Transparenz und ausgeschalteter Unterstützung klappt durch Auflegen eines Fingers auf einen der beiden Hörer, außerdem kann durch ein Doppeltipp eine in der App auswählbare Aktion ausgelöst werden, etwa Start und Stopp der Wiedergabe. Sobald ein Hörer aus dem Ohr genommen wird, wird die Wiedergabe angehalten – am iPhone klappte das im Test jedoch nicht.

Klanglich gibt es im Alltagsgebrauch nichts auszusetzen, Oberklasseklang darf man allerdings nicht erwarten. Die Abstimmung erfolgte hörbar in Richtung Stimme und Popmusik. Der Bass ist allerdings insgesamt etwas dünn, die oberen Mitten können gerade bei Rockmusik etwas schrill klingen.  Alles in allem zeigen die FreeBuds 4i aber eine sehr anständige Leistung, vor allem angesichts des niedrigen Preises.

Fazit: Ein echter Preis-Leistungs-Tipp

Sind die FreeBuds 4i also gelungen? Im reinen Leistungsvergleich schneiden Apples AirPods Pro in fast allen Belangen etwas besser ab: Klang, Handhabung, ANC – hier hat Apple jeweils die Nase leicht vorn. Eine große Ausnahme bietet die Akkulaufzeig: Hier legt Huawei wirklich vor, gerade auf längeren Zug- oder Flugreisen müssen Apples Hörer deutlich häufiger eine Zwangspause zum Aufladen einlegen.

Das vielleicht wichtigste Argumente für die FreeBuds 4i ist allerdings der Preis. Für derzeit knapp über 80 Euro erhält man hier ein Ausstattungspaket, das bei anderen Herstellern mindestens das Doppelte oder sogar mehr kostet. Als bezahlbare Alltagsbegleiter für deutlich unter 100 Euro sind die FreeBuds 4i aktuell kaum zu schlagen – sowohl auf Android-Smartphone als auch am iPhone.

Verwendete Quellen:
  • Eigener Test

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