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Mit Phishing-Software: BWL-Student erbeutet ├╝ber 400.000 Euro

Von afp, arg

Aktualisiert am 05.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Phishing
Mit Phishing-Software lockte der Student zahlreiche Bankkunden in die Falle. (Quelle: T-Online-bilder)
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Ein Student aus Bayern hat sich mit Phishing-Software Zugang zu Online-Konten von ├╝ber 80 Bankkunden verschafft und mehrere Hunderttausend Euro erbeutet. Ihm droht nun eine jahrelange Haftstrafe.

Ein 27 Jahre alter BWL-Student aus Bayern soll mit Hilfe von Phishing-Software mehr als 400.000 Euro von Bankkunden ergaunert haben. Der Augsburger soll sich in 84 F├Ąllen den Zugang zum Onlinebanking der Bankkunden verschafft haben, wie die Zentralstelle Cybercrime Bayern am Dienstag in Bamberg mitteilte. Es sei nun Anklage erhoben worden.

Der Beschuldigte soll von Februar bis Juli vergangenen Jahres SMS an Bankkunden in ganz Deutschland verschickt haben. Diese enthielten einen Link zu einer Phishing-Webseite auf Domains wie spushtan.de oder spush.de und die Aufforderung, das voreingestellte Push-TAN-Verfahren zu verl├Ąngern. Ein Klick habe dann allerdings auf einen Server gef├╝hrt, den der Student angemietet haben soll.

Dem T├Ąter droht eine lange Haftstrafe

Mit Hilfe des Servers und von Software soll der Student am Ende die Gesch├Ądigten zur ├ťbermittlung einer TAN gebracht haben, die ihm dann die volle Verf├╝gungsmacht ├╝ber das Konto seiner Opfer erm├Âglichte. Insgesamt ├╝berwies er 413.184,91 Euro f├╝r eigene Zwecke, die er zum gro├čen Teil in Kryptow├Ąhrungen umtauschte.

Der Student sei bereits im Juli vergangenen Jahres festgenommen worden und seitdem ununterbrochen in Untersuchungshaft. Inzwischen sei Anklage zum Landgericht Augsburg wegen des Aussp├Ąhens von Daten in Tateinheit mit gewerbsm├Ą├čiger F├Ąlschung beweiserheblicher Daten mit gewerbsm├Ą├čigem Computerbetrug erhoben worden. Dem Mann drohen bis zu zehn Jahre Haft.

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So k├Ânnen Sie sich und Ihre Daten sch├╝tzen

Prinzipiell kann jeder Opfer eines Phishing-Versuchs werden. Wichtig dabei ist immer: Klicken Sie auf keine unbekannten Links, schon gar nicht aus anonymer Quelle oder von unbekannten Absendern.

Dadurch vermeiden Sie bereits die gr├Â├čte Gefahrenquelle. Doch wie geht man am besten vor, wenn man eine dubiose Kurznachricht auf dem eigenen Handy vorfindet?

Falls Sie eine dubiose SMS erhalten haben, deren Ursprung Sie nicht kennen:

  • Klicken Sie auf keinen Fall auf einen Link, sollte dieser in der SMS vorhanden sein.
  • Sollte Ihnen der Absender der Nachricht bekannt sein, kontaktieren Sie diesen und fragen nach, ob die Nachricht bewusst verschickt wurde.
  • Sollten Sie den Absender nicht kennen, blockieren Sie diesen in Ihrem Kontaktbuch und l├Âschen anschlie├čend die vorliegende SMS.
  • F├╝r Android-Nutzer: Deaktivieren Sie den Download von Apps aus unbekannten Quellen in den Einstellungen.
  • Aktualisieren Sie ihr Smartphone stets auf die aktuelle Betriebssoftware.

Was Phishing genau ist und wie Sie eine potentielle Gefahr erkennen, k├Ânnen Sie hier nachlesen.

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