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Google Street View: WLAN-Scan kostet 7 Millionen Dollar Strafe

WLAN-Aufzeichnung  

Google muss Millionen-Strafe zahlen

13.03.2013, 12:25 Uhr | dpa

Google Street View: WLAN-Scan kostet 7 Millionen Dollar Strafe.  Kameraauto von Google schießt Bilder für Google Street View (Quelle: dpa)

Kameraauto von Google (Quelle: dpa)

Internetgigant Google muss in den USA wegen Mitschnitten von Daten aus WLAN-Netzwerken ein Bußgeld in Höhe von 7 Millionen Dollar (5,4 Millionen Euro) zahlen. Aufgezeichnet wurden die Daten von den Street-View-Kameraautos. Auch in Deutschland war Google wegen der WLAN-Aufzeichnungen seines Kartendienstes Google Maps ins Visier der Behörden geraten.

"Verbraucher haben eine berechtigte Erwartung von Privatsphäre", erklärte der federführende Staatsanwalt aus Connecticut, George Jepsen. Der Vergleich stelle sicher, dass Google in der Zukunft keine ähnlichen Taktiken mehr anwende, um ohne Zustimmung an persönliche Daten zu gelangen. Das Unternehmen habe sich unter anderem verpflichtet, seine Mitarbeiter entsprechend zu schulen.

Google ließ WLAN-Daten bewusst mitschneiden

Die Kameraautos, die Aufnahmen für den Google-Straßenatlas Street View machten, fingen von 2008 bis 2010 auch unverschlüsselte Informationen aus WLAN-Netzen auf, die auf dem Weg lagen. Google sprach zunächst von einem Versehen, bei dem nur Datensplitter gespeichert worden seien. Bei einer ausführlichen Prüfung wurden aber teilweise auch E-Mails und andere Inhalte gefunden. Google hatte betont, die Daten seien nie kommerziell ausgewertet worden.

Die Millionenzahlung im Rahmen des ausgehandelten Vergleichs kann Google jedoch leicht wegstecken: Bei einem Gewinn vor Steuern von 13,4 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr brächte Google nur etwa fünf Stunden, um das Geld aufzutreiben. Google verdient vor allem an der Werbung rund um seine Suchmaschinen-Ergebnisse.

Surfer nicht ausreichend informiert

Es war nicht das erste Mal, dass Google mit Datenschützern oder Wettbewerbshütern aneinandergeraten ist. Im August vergangenen Jahres musste der Konzern 22,5 Millionen Dollar in den USA zahlen, weil er sogenannte Cookies auf Geräten mit Apples Safari-Browser hinterlassen und Internetnutzer darüber nicht ausreichend informiert hatte. Zuletzt hatten Wettbewerbshüter Google wegen seiner starken Stellung im Suchmaschinen-Markt ins Visier genommen. In der EU läuft der Fall noch.

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