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Herzzerreißendes Video: Trauernde Mutter trifft verstorbene Tochter in VR-Welt wieder

Herzzerreißendes Video  

Trauernde Mutter trifft verstorbene Tochter in VR-Welt wieder

14.02.2020, 17:36 Uhr | t-online.de, jnm

Mutter trifft ihre tote Tochter

Diese emotionale Wiedersehen zwischen Na-yeon und ihrer Mutter Jang Ji-sung ist nicht real, sie findet in der Virtuellen Realität statt. Na-yeon starb im Jahr 2016 im Alter von sieben Jahren an einer unheilbaren Krankheit. (Quelle: t-online.de)

Südkorea: In dieser emotionalen und umstrittenen Szene interagiert eine Mutter mit einem 3D-Avatar ihrer verstorbenen Tochter. (Quelle: t-online.de)


Wiedersehen mit einer Toten: Eine koreanische Mutter hat ihre verstorbene siebenjährige Tochter in der virtuellen Welt erneut getroffen. Die herzzerreißende Begegnung wirft allerdings auch Fragen auf.

"Mama, wo warst du? Hast du an mich gedacht?", fragt das lebensecht wirkende Mädchen seine schluchzende Mutter. Die TV-Szenen einer koreanischen Dokumentation dürften selbst bei Hartgesottenen für einen Kloß im Hals sorgen. Denn es ist das erste Wiedersehen von Mutter Jang Ji-sung und ihrer Tochter Na-yeon, seit das damals sieben Jahre alte Mädchen vor vier Jahren gestorben ist.

Ausschnitte aus der bewegenden koreanischen Dokumentation sehen Sie oben im Video.

Das Videomaterial stammt vom koreanischen Sender MBC. Der hat in der Dokumentation "I Met you" die Mutter und ihre Familie bei ihrem Wiedersehen begleitet. Der Film zeigt die Koreanerin Jang Ji-sung, wie sie mit ihrer verstorbenen Tochter in der virtuellen Welt noch einmal Zeit verbringt.

In der Virtual-Reality-Umgebung spricht sie nicht nur mit ihrer virtuellen Tochter, sie interagieren auch miteinander. Die Bilder zeigen, wie Mutter und Tochter gemeinsam Blumen pflücken oder den Geburtstag von Na-yeon feiern. In der wirklichen Welt ist die Siebenjährige nicht zu sehen. Ihre Mutter sieht sie nur, weil sie eine VR-Brille und VR-Handschuhe trägt. Im Film sieht man abwechselnd die Mutter in VR-Montur und das Bild, das die Mutter selbst in der VR-Brille erlebt.

Üblicherweise wird diese Technologie vor allem für Spiele oder in Unternehmen zur Schulung von Mitarbeitern eingesetzt. Für diesen besonderen Einsatzzweck musste das verstorbene Mädchen erst aufwändig digitalisiert werden. Insgesamt acht Monate brauchte das koreanische VR-Studio, um Na-yeons Gesicht, Körper und Stimme aus alten Aufnahmen in einen virtuellen Avatar zu verwandeln. Ausschnitte aus der bewegenden Dokumentation sehen Sie oben im Video.

In Korea sorgte die Ausstrahlung der Dokumentation für eine gewaltige Welle von Anteilnahme, berichtet die englischsprachige Zeitung Aju Business Daily. Jang Ji-sung selbst gab laut dem Bericht an, sie habe an der Dokumentation teilgenommen, um anderen Trost zu spenden, die ebenfalls ein Kind verloren haben.

Offen bleibt allerdings, inwieweit eine solche VR-Begegnung Trauernden wirklich bei der Verarbeitung hilft. Angesichts der aufwändigen Vorbereitung scheint es derzeit jedoch kein Verfahren zu sein, das von einer breiten Öffentlichkeit genutzt werden könnte.

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