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Wegen unerlaubter Gesichtserkennung: Facebook muss 1,6 Millionen Nutzern 350 Dollar zahlen

Unerlaubte Gesichtserkennung  

Facebook muss 1,6 Millionen Nutzern 350 Dollar zahlen

18.01.2021, 09:25 Uhr

Wegen unerlaubter Gesichtserkennung: Facebook muss 1,6 Millionen Nutzern 350 Dollar zahlen. Facebook zahlt Millionensumme: Wegen unerlaubter Gesichtserkennung ist Facebook in Bedrängnis (Quelle: imago images/ ZUMA Wire)

Facebook zahlt Millionensumme: Wegen unerlaubter Gesichtserkennung ist Facebook in Bedrängnis. (Quelle: ZUMA Wire/imago images)

Facebook muss in Illinois rund 650 Millionen Dollar an insgesamt 1,6 Millionen dort ansässige Nutzer zahlen. Das Unternehmen hatte Nutzerfotos ohne deren ausdrückliche Zustimmung gespeichert und analysiert.

In einem seit fünf Jahren laufenden Verfahren im US-Bundesstaat Illinois hat Facebook sich mit Klägern und Gerichten auf eine Zahlung von insgesamt 650 Millionen Dollar geeinigt. Das berichtet das IT-Portal "heise.de". Die Summe soll unter den 1,6 Millionen Klägern einer Sammelklage aufgeteilt werden.

Der Einigung war ein Streit um das unerlaubte Sammeln und die Analyse von biometrischen Daten vorausgegangen. Facebook hatte die Nutzerfotos analysiert und versucht, die Gesichter auch auf Bildern anderer Nutzer zu erkennen – ohne die Anwender vorher um Erlaubnis zu fragen. In Illinois verstößt das gegen geltendes Datenschutzrecht. Hier müssen Nutzer vor einer Gesichtserkennung um Erlaubnis gefragt werden.

Summe wurde noch einmal um 100 Millionen Dollar erhöht

In einer Sammelklage schlossen sich weit über eine Million Nutzer zusammen, um Schadensersatz von Facebook zu erhalten. Das Unternehmen hatte bereits im vergangenen Jahr einer außergerichtlichen Einigung zugestimmt – die damals zugesicherte Entschädigungssumme von 550 Millionen US-Dollar war dem zuständigen Richter aber zu niedrig gewesen. Jetzt einigten sich alle Beteiligten auf 650 Millionen Dollar – auch weil ein Urteilsspruch möglicherweise zu noch mehr Kosten für Facebook geführt hätte.

Noch im November hätte diese Summe gereicht, um jedem Teilnehmer der Sammelklage rund 400 Dollar zuzubilligen. Kurz vor Ende der Frist schlossen sich allerdings noch 200.000 weitere Facebook-Nutzer der Sammelklage an, weshalb jeder der 1,6 Millionen Einzelkläger nun nur noch rund 350 Dollar erhalten wird, schreibt die Zeitung Chicago Tribune.

Der Scheck mit der Summe werde den Nutzern in den kommenden Monaten per Post zugestellt, so die Zeitung weiter. 

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