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Betrüger verschicken Phishing-Mails zu Corona-Hilfen

Von t-online, jnm

Aktualisiert am 27.11.2020Lesedauer: 2 Min.
Flagge der Europäischen Union: Kommission warnt vor Phishing-Mails.
Flagge der Europäischen Union: Kommission warnt vor Phishing-Mails. (Quelle: U. J. Alexander/imago-images-bilder)
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Aktuell verschicken Kriminelle Phishing-Mails im Namen der EU-Kommission. Sie geben sich darin als EU-Mitarbeiter aus und stellen Corona-Hilfen in Aussicht – tatsächlich versuchen sie aber sensible Daten auszuspähen.

Die E-Mails sehen aus, als kämen sie von einem Mitarbeiter der Europäischen Kommission. Darin ist die Rede von einem Corona-"Weihnachtsbonus" oder "Überbrückungsgeld II". Um die versprochenen Gelder zu erhalten, sollen die Empfänger ein Formular mit sensiblen Daten ausfüllen und zurückschicken.


Typische Phishing-E-Mails und woran man sie erkennt

Frau schaut verwirrt auf ihren Laptop.
Häufig nutzen Täter Namen und Logos bekannter Unternehmen und verschicken beispielsweise gefälschte Rechnungen mit einer Schadsoftware im E-Mail-Anhang. Solche Spam-Wellen erreichen auch Telekom-Kunden.
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Doch wer dies tut, wird kein Geld erhalten: Hinter den E-Mails stecken Betrüger, die es gezielt auf sensible Informationen der Empfänger abgesehen haben. Das berichtet die deutsche Vertretung der EU-Kommission und warnt davor solche E-Mails zu öffnen oder gar zu beantworten.

Diese Hinweise deuten auf eine Fälschung hin

Doch die E-Mail ist nicht so leicht als Fälschung zu erkennen – der oft empfohlene Blick auf die Absenderadresse hilft nicht:

Die Absender-Mailadresse trägt nämlich den korrekten Domänenteil "@ec.europa.eu". Davor, im sogenannten lokalen Teil der Adresse, stehen teilweise ausgedachte Namen, wie etwa "deutschland", zuletzt wird aber auch die tatsächlich existente Adresse des Sprechers der Europäischen Kommission in Deutschland, Reinhard Hönighaus, genutzt.

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Der hat die E-Mail natürlich nicht wirklich verschickt, sondern von einer anderen Adresse. Allerdings wurde die im Mail-Programm angezeigte Mail-Adresse so verändert, dass sie nach einer offiziellen Nachricht der EU-Kommission aussieht.

Angreifer ahmen EU-Mailadresse nur nach

Wie die EU-Kommission berichtet, seien derzeit vor allem Nutzer des "T-Online"-E-Maildienstes der Telekom betroffen. Dies sei darauf zurückzuführen, dass der Maildienst der Telekom, so wie noch einige andere Anbieter, keine Herkunftsüberprüfung des Mailabsenders über das sogenannte "Sender Policy Framework" durchführen.

Die Deutsche Telekom wurde von der deutschen Vertretung der EU-Kommission darauf aufmerksam gemacht und kündigte daraufhin "Gegen- und Kommunikationsmaßnahmen" an.

Nutzer, die entsprechende E-Mails erhalten, sollten diese direkt löschen. Überbrückungshilfen werden nämlich nicht direkt von der EU gewährt, sondern von Bund und Ländern. Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich auf ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Hinweis: Das Portal t-online.de ist ein unabhängiges Nachrichtenportal und wird von der Ströer Digital Publishing GmbH betrieben.

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