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Fünf Jahre Windows 10: Viele Nutzer noch nicht überzeugt

Umfrage zeigt  

Vielzahl der Nutzer noch nicht von Windows 10 überzeugt

Von Jan Mölleken

29.07.2020, 11:02 Uhr
Fünf Jahre Windows 10: Viele Nutzer noch nicht überzeugt. PC mit Microsoft Windows 10: Noch sind nicht alle Nutzer überzeugt. (Quelle: Microsoft)

PC mit Microsoft Windows 10: Noch sind nicht alle Nutzer überzeugt. (Quelle: Microsoft)

Mit Windows 10 hat Microsoft vor genau fünf Jahren die letzte Version seines Betriebssystems vorgestellt. Doch auch heute ist ein erheblicher Teil der Nutzer noch nicht überzeugt, zeigt eine exklusive t-online.de-Umfrage.

Die Versionsgeschichte von Windows erstreckt sich mittlerweile über mehrere Jahrzehnte. Und seit dem Ur-Windows aus dem Jahr 1985 haben Microsofts Software-Ingenieure das Betriebssystem nicht nur zum erfolgreichsten seiner Art gemacht, sondern auch stetig weiterentwickelt.

Vor exakt fünf Jahren wurde mit Windows 10 die finale Windows-Version vorgestellt, soll heißen: Ein Windows 11 wird es nach derzeitigem Plan nicht mehr geben. Natürlich entwickelt man das Betriebssystem laufend weiter – doch statt großer Umbrüche, die ein Versionswechsel meist mit sich bringt, liefert Microsoft seinen Nutzern eben mehrmals im Jahr kleinere und größere Updates. Sie sollen Windows 10 laufend verbessern und mit neuen Funktionen versehen – "Software as a Service" nennt man das.

Eine exklusive Umfrage für t-online.de zeigt, dass die Mehrheit der Nutzer gut oder sogar sehr gut mit der jüngsten Version leben kann – allerdings auch, dass gut 40 Prozent der Nutzer entweder unglücklich mit Windows 10 sind oder sich nicht so recht eine Meinung bilden können. Hier muss Microsoft offenbar noch Überzeugungsarbeit leisten.

Die Ergebnisse zeigen auch, dass gerade die jüngeren Nutzer im Alter von 18 bis 29 Jahren mit 45 Prozent den höchsten Zustimmungswert haben, Windows 10 also klar "besser" finden als andere Windows-Versionen. Bei den 50- bis 64-Jährigen fällt die klare Zustimmung mit nur 34 Prozent am niedrigsten aus.

Deutlich ist auch der Geschlechterunterschied:

Fast die Hälfte der befragten Männer (45 Prozent) findet Windows 10 besser, unter den Frauen sind hingegen nur rund 29 Prozent dieser Meinung. 

In der Vergangenheit waren längst nicht alle Windows-Versionen unter den Nutzern beliebt: Windows Vista etwa hatte es unter anderem aufgrund seiner anfänglichen Fehleranfälligkeit schwer, Windows 8 wurde allgemein vor allem wegen seiner neu eingeführten Kacheloptik von vielen Anwendern leidenschaftlich gehasst.

Windows 9 ließ Microsoft kurzerhand gleich ganz ausfallen, um mit Windows 10 den Kachelvorgänger wieder deutlich hinter sich zu lassen. Mittlerweile hat sich die letzte Windows-Version gut etabliert – Microsoft vermeldete im März dieses Jahres, dass weltweit über eine Milliarde Geräte mit Windows 10 im Einsatz seien. 

Damit sichert sich Version 10 auch den mit Abstand größten Marktanteil unter den PC-Betriebssystemen: Laut den Daten von Netmarketshare kommt Windows 10 auf einen Anteil von knapp 59 Prozent weltweit. Windows 7 folgt abgeschlagen mit 23 Prozent, Windows 8 nur noch mit knapp drei Prozent.


Übrigens: Das ungeliebte Windows Vista, seines Zeichens Nachfolger von Windows XP, landet bei Netmarketshare auf dem 15. und damit letzten Platz mit einem Marktanteil von 0,09 Prozent. Der krasse Unterschied zwischen Windows 7 und Windows 8 dürfte sich zudem auch dadurch erklären, dass Nutzer lange eine kostenlose Upgrade-Möglichkeit von Windows 8 auf Windows 10 hatten. Zwar war das Angebot offiziell bis zum 29. Juli 2016 begrenzt, im Frühjahr 2020 war das Upgrade laut Nutzerberichten aber noch immer möglich – wann Microsoft diesen Weg vollends beendet, ist nicht bekannt.

Informationen zur Methodik

Die genaue Fragestellung der bevölkerungsrepräsentativen Umfrage lautete: "Wie bewerten Sie das Betriebssystem Windows 10 im Vergleich zu früheren Betriebssystemen von Microsoft?" Folgende Antwortmöglichkeiten standen zur Auswahl: "Eindeutig besser", "Eher besser", "Etwa gleich gut", "Eher schlechter", "Eindeutig schlechter" und "Weiß nicht".

Das Meinungsforschungsinstitut Civey berücksichtigte für das Gesamtergebnis der Umfrage die Antworten von 5.058 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Befragten vom 23. bis 28. Juli 2020. Das Ergebnis ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse beträgt 2,5 Prozentpunkte.

Alle Teilnehmer haben unter anderem Daten wie Alter, Geschlecht und Wohnort angegeben und wurden registriert und verifiziert. Civey korrigiert Verzerrungen durch ein mehrstufiges Gewichtungsverfahren. Zusätzliche Informationen zur Methodik finden Sie auf Civey.com und im Civey-Whitepaper.

Verwendete Quellen:

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